Donnerstag, 24. Dezember 2009

Mutters Weihnachtsfest

Die Enkeltochter, die in London studiert, ist zu Besuch. Der Weihnachtsbaum steht, Mutter hat sich für einen künstlichen entschieden, der täuschend echt aussieht. Leider geht es ihr nicht so gut. Sie wird immer durcheinanderer, leichte Demenz macht sich bemerkbar. Sie läßt immer öfter die Herdplatten an und kauft alles doppelt und dreifach, weil sie vergisst, was sie schon gekauft hat. Mit ihrem Geld, das klappt auch nicht mehr so. Vater hat alle Hände voll zu tun, um das wieder gerade zu biegen.

Es ist nicht leicht, sie hat es nicht leicht, Vater hat es auch verdammt schwer. Aber so ist es.

Der Krebs hat sich nicht mehr gemeldet, das ist gut. Nur leider wird sie immer dementer, was für alle wirklich nicht leicht ist.

Sie fängt an, Geld zu verstecken und vergisst es dann. Hat keinen Überblick mehr. Das Kochen fällt ihr auch immer schwerer. Manchmal merkt sie es und ist verzweifelt. Oft aber geht es ihr unter.

Vater hat seine liebe Mühe, damit klar zu kommen. Der lange Abschied vom Ich. Es ist wirklich nicht leicht.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Mutter in ihrem Element

Hier ist Mutter auf der für damalige Verhältnisse legendären Karnevalssitzung in unserem Dorf, das erste Mal von ihr organisiert und sie ging natürlich auch in die Bütt. Man sprach noch Jahre später davon, solch ein Erfolg war das gewesen. Mutter war halt ein Multitalent!!

Freitag, 27. November 2009

Mutter hatte viele Talente

Hier ist sie als Gymnastiklehrerin tätig, das Foto entstand 1970:

Mutter ist die Frau ganz vorne.

Donnerstag, 19. November 2009

mal so mal so

Mutter geht es mal gut, mal weniger gut. Mal ist sie frisch und munter und mal ganz furchtbar schlapp. Damit müsse sie halt leben, aber sie resigniert nicht. Dann legt sie sich eben hin und versucht wieder fit zu werden. Zur Zeit bereitet sie die Dekoration für Weihnachten vor, immer mal wieder ein Stündchen, zwischendurch immer wieder hinlegen, so geht es.

Freitag, 13. November 2009

1991 in Österreich mit ihrer Tochter


Dienstag, 10. November 2009

Mutter mit 12


Samstag, 31. Oktober 2009

Weihnachtspläne

Mutter hat immer noch oft arge Rückenschmerzen, aber das sei normal, beschied ihre Ärztin. Nun, sie kann damit leben, wenn es weiter nichts ist. Zur Zeit bereitet sie sich auf das Weihnachtsfest vor, sie will mit einer Nachbarin, die ebenfalls an Krebs erkrankt ist, alles mögliche basteln. Und natürlich töttern, das tut ihr besonders gut. Und Weihnachten kommt die Enkeltochter, die jetzt in London studiert. Es wird extra ein Weihnachtsbaum aufgestellt. Mutter hat also genug zu planen.

Sonntag, 18. Oktober 2009

patchen

Mutter wird noch mal Patchweltmeisterin, das ist derzeit ihre Lieblingsbeschäftigung. Oftmals hat sie noch Knochenschmerzen, aber ansonsten geht es ihr eigentlich nicht schlecht. Wenn sie nur etwas mehr spazieren ginge, aber sie sitzt lieber patchend vor dem Fernseher und schaut ihre geliebten Krimis.

Samstag, 10. Oktober 2009

es geht so

Mutter ist mal gut und mal schlecht drauf. Die Krankheit hat ihre Spuren hinterlassen, so ist es einfach. Aber sie war jetzt wieder zur Untersuchung und alles ist in Ordnung, das ist doch ein schönes Ergebnis.

Und Weihnachten kommt die Enkelin, die mittlerweile in London studiert, mit ihrer Freundin, die mit ihr zusammen dort an der Uni ist. Und ihre Tochter aus Bahrain kommt auch und bringt die anderen Enkel mit und so wird sie wieder aufgemuntert. Und einen Tannenbaum gibt es bestimmt auch!!

Freitag, 4. September 2009

Mutter in ihrem Garten

Sonntag, 9. August 2009

Normalität

So, die Bahrainis sind wieder zu Hause, es ist wieder Normalität eingekehrt, beim Arzt war Mutter auch schon wieder, alles im grünen Bereich, so kann sie es ruhig angehen lassen.

Bald kommt ihre andere Tochter, dann hat sie wieder Abwechselung.

Samstag, 11. Juli 2009

Die Bahrainis sind da!!!!

Mutter ist glücklich, ihre Familie aus Bahrain ist gekommen und nun gibt es Abwechselung genug, immer was zu erzählen, Spazierfahrten, Abwechselung, es tut ihr gut! Sie fühlt sich wohl! Und genießt die gemeinsame Zeit, die natürlich wieder viel zu schnell vorbei gehen wird. Die Enkel mokiern sich eingentlich nur über eins, nämlich dass es in dem Kaff kein Internet gibt und Oma und Opa so rückständig sind und keinen Computer haben ;-)))) Und spazieren gehen im wunderschönen Wald ist ja soooooooooo langweilig ;-)))))))

Sonntag, 5. Juli 2009

die Enkel kommen

Mutter ist glücklich, ihre große Enkeltochter ist schon da und die anderen kommen auch bald und so genießt sie den Sommer ziemlich beschwerdefrei!! Es geht ihr ganz gut, sie war wieder beim Arzt, alles im grünen Breich, sie ist zufrieden.

Sie hat sich sogar neue Möbel gekauft und ihr Zimmer schön gemacht. Es geht ihr also wirklich gut!

Montag, 15. Juni 2009

Es geht ihr gut

Was man nach all den schlimmen und anstrengenden Monaten sagen kann ist: es geht Mutter gut!! Der Krebs ist nicht wieder aufgetreten und sie hat die 50:50-Chance, die man ihr attestierte, genutzt, sie hat es geschafft!!

Ok, es ist nicht alles Zuckerschlecken, aber sie hat den Krebs bis dato besiegt!! Die Ärzte sind mit ihr zufrieden und sie mit sich auch.

Das ist mehr, als man erwarten durfte.

Mutter geht es also gut, sie hat alles überstanden und hat tapfer gekämpft und es hat sich gelohnt!!

Ihr Krebstagebuch hat ihr dabei auch geholfen, sie liest es sich immer wieder durch um zu begreifen, was sie alles durchgemacht hat.

Es war eine Menge!! Aber sie hat es überstanden!!

Gott sei es gedankt!!!!

Sonntag, 7. Juni 2009

alles soweit in Ordnung

Mutter war mal wieder auf Untersuchungstour, alles durchchecken lassen, und es ist alles in Ordnung. Natürlich sind wir alle froh!! Und Mutter erst!! Jetzt kann sie wieder froh und erleichtert in die Zukunft blicken. Bald kommt ihre Enkelin, darauf freut sie sich schon sehr.

Samstag, 23. Mai 2009

es geht ihr verhalten gut

Mutter ist eigentlich ganz gut drauf, nur ist sie so vergesslich und manche Tage sind wirklich schwer für sie. Aber sie schlägt sich tapfer. Bahrain ist ihr gut bekommen, jetzt gestaltet sie ihren Garten neu, pflanzt Sommerblumen und freut sich an der Ruhe, die sie zu Hause hat.

Freitag, 1. Mai 2009

wohlbehalten

Mutter ist wohlbehalten aus Bahrain zurück gekehrt und nun doch froh, wieder bei sich zu Hause zu sein! Der Urlaub hat ihr gut getan, sie hat sich wohl gefühlt und auch die Reise hat geklappt. Alles hat geklappt und Vater ist heilfroh, dass er seine Frau wieder hat.

Und Mutter wird bald Hundegroßmutter ;-)) Am liebsten würde sie natürlich dabei sein, aber das ist etwas weit weg. Doch wer weiß, was das Leben noch so alles zu bieten hat...

Mittwoch, 22. April 2009

Bahrain

Mutter ist immer noch bei ihrer Tochter und den Enkelkindern in Bahrain und es geht ihr richtig gut dort!! Vater war die ersten beiden Wochen auch da, muss sich aber jetzt wieder um die Tiere und das Haus und den riesigen Garten kümmern.

Mutter genießt derweil noch die orientalische Sonne und läßt alle ihre Blogleserinnen herzlich Grüßen!!

Donnerstag, 2. April 2009

Erstens kommt es anders...

...als man zweitens denkt! Mutter hat sich heute morgen spontan und direkt, wie sie ist, entschlossen, Vater nach Bahrain zu begleiten!! Und wie das so ist, war auch noch ein Platz im Flugzeug frei und nun düsen die Beiden am Montag ab zu den Enkelkindern!!

Heute war sie beim Arzt, hat sich das OK geholt, noch schnell Pillen besorgt, damit sie da keinen Engpass hat, nun wird gepackt und die Vorfreude ist groß.

Die Tochter in Bahrain kennt ja ihre Mutter und hat sich schon sowas gedacht... ;-))

Freitag, 20. März 2009

Besuch

Mutter bekommt Besuch, zu Ostern, ihre Tochter kommt, weil Vater fliegt nach Bahrain und da sie nicht alleine sein will und kann, kommt die Tochter und sie machen sich eine schöne Zeit.

Darauf freut sie sich schon sehr.

Beide freuen sich sehr. Eigentlich noch mehr, in Bahrain freut man sich auch sehr! Auf Opa nämlich!

Freitag, 27. Februar 2009

Zäune und andere Katastrophen ;-))

So, Mutter hat den erneuten Untersuchungsmarathon hinter sich, kein Krebs gar nirgendwo, sie ist natürlich glücklich. Weniger glücklich ist sie über die neuen Zaunelemente, die Vater da in den Garten gesetzt hat, damit der Hund nicht mehr abhauen kann. Mutter hat befunden, die seien hässlich. Und davon lässt sie sich auch nicht abbringen. Vater aber auch nicht von den Zaunelementen.

Es geht ihnen also soweit gut ;-))

Dienstag, 24. Februar 2009

arme Mutter ;-))

Heute Morgen rief Mutter ihre älteste Tochter zum Geburtstag an und stellte dann entsetzt fest, dass sie jetzt eine 50jährige Tochter hat ;-)))) Als sie 50 wurde, hat sie ein riesen großes Fest gegeben, im Garten, alle Arbeitskollegen eingeladen, Freunde, Nachbarn, und hat sich feiern lassen. Nein, meinte sie, diese Zeit sei nun vorbei, je älter man werde, desto weniger Lust habe man zu feiern. Sie quilte viel lieber und sitze gemütlich vor dem Fernseher und schaue Sport.

Dort geht es ihr nämlich richtig gut!!

Mittwoch, 18. Februar 2009

zufrieden

Mutter geht es mal gut, mal weniger gut, aber so alles in allem ist sie doch zufrieden. Sie war jetzt wieder beim Arzt, alles ist in Ordnung. Die Schmerzen, die sie oft hat, kommen von den Narben, auch das ist ok. Sie sitzt den lieben langen Tag an den Patchworkarbeiten für ihre Töchter und schaut dabei Wintersport. Dann geht es ihr gut.

Ständig muss sie ihre Sachen enger nähen, weil sie dünner und dünner wird. Nur mit der Bewegung, die sie ja regelmäßig machen sollte, klappt es nicht so. Aber der Arzt ist mit ihr dennoch ganz zufrieden und sie mit sich auch!

Samstag, 7. Februar 2009

Mutters Wunsch

Mutter möchte so gerne wissen, wer ihren Blog regelmäßig liest, darum bittet sie alle, die diesen Blog lesen, sich in die Liste einzutragen. Ganz einfach anklicken da am rechten Rand.

Sie ist so froh, dass es das Internet gibt und dass sie ihre Krankheit so dokumentiert weiß. Eigentlich ist sie mächtig stolz, dass es diesen Blog gibt.

Gerade sind ihre Enkeltöchter aus Bahrain da, die Abwechslung in ihr Leben bringen und auch etwas Aufregung, denn so junge Mädchen sind ja wie eine Horde Flöhe, kaum zu bändigen!

Mutter geht es jedenfalls gut und sie ist froh, dass die Kinder da sind. Was heißt Kinder, es sind ja schon fast junge Frauen!!

Freitag, 23. Januar 2009

Die Quiltkönigin

Mutter hat ihr altes Hobby wiederentdeckt, sie quiltet mit sich selber um die Wette. Und wir Töchter sind die glücklichen Nutznießer ihrer mühevollen Arbeit. Aber es macht sie glücklich, in ihrem Zimmer sitzen, wenn möglich Wintersport gucken und quilten. Dann kann sie das letzte harte Jahr vergessen und sich wohl fühlen.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Im neuen Jahr

Mutter geht es eigentlich ganz gut. Nur manchmal hat sie stechende Schmerzen im Bauch, die jedoch bald wieder verschwinden. Nicht zu vergessen die Knochenschmerzen, aber an die hat sie sich schon gewöhnt. Es geht ihr also soweit ganz gut, sie ist froh, bis hierher diese Krankheit überstanden zu haben. Alles Weiter wird sich ergeben.

Freitag, 2. Januar 2009

Frohes neues Jahr!!

Mutter wünscht Allen, die ihren Blog verfolgen, ein fohes neues Jahr und vor allem Gesundheit!! Denn das ist mit das Wichtigste, wie sie jetzt selber hat erfahren müssen.

Heute geht es ihr gut, sie ist mit sich selber sehr zufrieden. Das ist leider nicht immer so, aber sie hält tapfer durch.

Jetzt ist sie krebsfrei und wir hoffen, es bleibt so. Auch wenn sie nicht mehr viel kann, so kann sie sich dennoch zuweilen recht wohl fühlen.

Das ist mehr, als sie noch vor einem Jahr erhoffte!!

Montag, 29. Dezember 2008

Krebsfreie Weihnachten

Mutter hat die Ruhe der Weihnachtstage genossen und die Gewissheit, keinen Krebs zu haben. Sie ist zwar oft arg durcheinander, aber mit Vaters Hilfe schafft sie auch das. Es gibt immer noch Tage, wo es ihr gar nicht so gut geht, aber die guten Tage überwiegen. Und mit ihrem Weihnachtsgeschenk, einem Fußsprudelbad, kann sie es sich gut ergehen lassen.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

von weit her

Eine von Mutters Töchtern ist jetzt von weit her angereist und hat ihr ein wenig zur Seite gestanden. Das ist ja immer ein wenig Hilfe. Aber sie ist doch sehr angeschlagen, immer noch und immer wieder. Und das, was vor ihrer Krebserkrankung schon Raum gegriffen hat, wird jetzt immer deutlicher, sie wird vergesslich. Vielleicht, so rätseln wir alle, wird sie ja dement, sie hat alle Anzeichen dafür. Vergisst in der nächsten Minute, was man ihr sagt. Holt die Kontoauszüge zweimal aus dem Automaten, weil sie das erste Mal direkt vergessen hat. Kauft das gleiche zweimal ein, weil sie das erste Mal sofort vergessen hat.

Vater muss immer mehr für sie reglen, weil sie es einfach vergessen hat.

Und sie plagen Knochenschmerzen, auch wenn die Untersuchungen ergeben haben, dass da nichs ist. Jedenfalls nichts Gefährliches. Aber sie ist arg mitgenommen.

Immer noch und immer wieder.

Freitag, 5. Dezember 2008

Alles in Ordnung!!

Mutter war zur Untersuchung, man hat sie auseinander genommen und wieder zusammen gesetzt und es ist alles in Ordnung. Sie ist so froh, richtig erleichtert!! Und wir alle auch. Jetzt geht es also weiter auf diesem Weg. Vorerst ist nichts zu tun. Einfach nur leben.

Donnerstag, 20. November 2008

neue Untersuchung

Mutter muss wieder zu einer großen Untersuchung. Sie hat so Schmerzen in der Brust und das soll jetzt abgeklärt werden. Doch ansonsten geht es ihr ganz langsam etwas besser. Und dass sie bei allem immer noch gut schlafen kann, das erleichtert sie doch sehr.

Jetzt wartet sie auf den ersten Schnee!

Sonntag, 16. November 2008

Kleidertrennung

Mutter mistet ihr altes Leben aus, sie hat sich von ihren unendlich vielen und sehr schönen Kleidungsstücken getrennt, die sie nicht mehr tragen will und wird. Kistenweise stapelt sich jetzt alles auf dem Speicher und wird bald abgeholt. Sie hat sich ihr Zimmer neu eingerichtet, die Arbreitsplatte entfernt, sie hat es sich gemütlich gemacht und will jetzt ihr Leben genießen.

Es geht ihr also langsam besser, auch wenn es noch viele schwere Tage gibt.

Samstag, 8. November 2008

einigermaßen

Mutter geht es einigermaßen. Mal gut, meistens aber nicht so gut. Sie ist sehr erschöpft. Kämpft sich durch ihren Alltag und mag gar nichts essen. Aber sie hat sich ihr Zimmer neu eingerichtet, ein Lichtblick.

Sonntag, 2. November 2008

so lala

Mutter ist wieder zu Hause aber es geht ihr nicht grad besonders. Sie ist so durcheinander, aber man sagte ihr im Krankenhaus schon, das läge an dem vielen Gift, was sie wegen der geplatzten Galle in sich hatte und auch noch hat.

Sie ist sehr erschöpft und braucht für alles drei mal so lange wie sonst, aber sie lernt damit zu leben.

Die Genesung wird wohl sehr lange dauern. Vater unterstützt sie nach Kräften. Es ist nicht immer leicht, aber sie gibt die Hoffnung nicht auf!

Donnerstag, 23. Oktober 2008

überstanden

Mutter hat alles überstanden! Sie ist auf dem Weg der Besserung und kann bald sogar aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie ist jedoch leider oft verwirrt und braucht in fast allem Vaters Hilfe. Aber schimpfen kann sie schon wieder wie ein Rohrspatz ;-)) Immerhin, zeigt es uns doch, dass es ihr wirklich besser geht!

Donnerstag, 9. Oktober 2008

es war knapp!!

Mutter liegt immer noch auf der Intensivstation, sie ist knapp mit dem Leben davon gekommen. Hätte Vater sie nicht um 6 Uhr Morgens ins Krankenhaus gebracht, sie hätte den Tag nicht überlebt. Die Gallenblase war bereits geplatzt und es wäre nicht gut ausgegangen.

Soweit dazu. Nun liegt sie also auf der Intensivstation und ist ein Haufen Elend. Aber sie kriegt alles mit, Vater ist den Tag über bei ihr, so lange es seine Zeit zulässt, denn er muss ja auch noch mit den Hunden gehen und weit fahren.

Es geht ihr nicht gut. Aber es geht ihr ganz langsam besser!

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Dramatische Entwicklungen

Mutter liegt auf der Intensivstation, aber es ist soweit wieder alles in Ordnung, das vorweg. Sie war aus Bahrain zurück, wo es ihr soooo gut gefallen hat, wo sie alles so sehr genossen hat. Zu Hause ging es ihr jeden Tag leicht schlechter, was uns allen Sorge machte. Dann wurde es letzten Sonntag so schlimm, dass Vater sie Montag zum Arzt brachte. Muskelverspannung, das viele Schwimmen in Bahrain. Doch in der darauffolgenden Nacht wurde es so schlimm, dass er Mutter am nächsten Morgen direkt ins Krankenhaus brachte und nicht erst zum Arzt.

Und der Chirurg meinte zu ihm heute, dass sei auch ein Glück, denn die Gallenblase war geplatzt.

Jetzt ist sie operiert und entsprechend natürlich völlig geschafft, bleibt auch erst mal auf der Intensivstation. Vater war da gewesen, sie ist verkabelt aber es geht ihr den Umständen entsprechend nicht schlecht.

Puh, das war dramatisch!

Samstag, 20. September 2008

Im Swimmingpool

Mutter schwimmt jeden Tag im Pool, sie liebt es sehr und es tut ihrem geschundenen Körper gut. In Bahrain fühlt sie sich sehr wohl und ihr Schwiegersohn hat ihr angeboten, doch einfach da zu bleiben. Sie soll mit Vater nach Bahrain ziehen, es sei genug Platz und dort ginge es ihr ja viel besser.

Sie kann es sich gut vorstellen, denn schliesslich ist sie sehr gerne dort. Doch ob sie da leben kann ohne ihr schönes Häuschen im Wendland?

Jedenfalls erholt sie sich gerade sehr!

Dienstag, 9. September 2008

Bahrain

Mutter ist bei ihrer Tochter in Bahrain und erholt sich dort von all den Strapazen der vergangenen Monate. Dort hat sie einen Swimmingpool und kann sich abkühlen und ihre Runden drehen und es sich gut gehen lassen. Sie genießt es dort sehr und fühlt sich wohl. Endlich mal keine Sorgen sondern nur noch Urlaub. Das tut ihr unglaublich gut!

Dienstag, 2. September 2008

Grünes Licht

Mutter hat bei ihrer gestrigen ersten Nachsorgeuntersuchung bei einer Frauenärztin wieder grünes Licht bekommen. Wie wunderbar! Zu dieser neuen Ärztin wurde sie überwiesen, nach ihrer letzten Behandlungs-Abschlussuntersuchung. Diese Frauenärztin, die ihr sehr gut gefällt, wird sie jetzt regelmässig alle viertel Jahre untersuchen, damit eventuelle Rückfälle bei Muttern sofort erkannt werden können, das gehöhrt zu einer optimalen Früherkennung bei ehemaligen Krebspatienten. Sie war sehr erleichtert und wirklich fröhlich, dass alles in Ordnung ist. Natürlich macht sie sich immer Sorgen vor jeder Kontrolluntersuchung, aber sie weiss auch, dass sie so die besten Chancen hat, hoffentlich krebsfrei zu bleiben. Die teueren Tabletten muss sie weiternehmen, damit sich keine Metastasen bilden. Aber das ist ja jetzt ein Leichtes für Mutter.

Fast 11 Monate ist es jetzt her, seit der Diagnose Brustkrebs. 11 Monate und sie ist wieder auf dem Damm. Wir sind alle sehr dankbar und glücklich!

Dienstag, 26. August 2008

Es lebe der Sport!

Mutter geht es recht gut, jedenfalls fühlt sie sich wohl. Die Knochenschmerzen werden, wie sie meint, immer weniger, aber vielleicht gewöhnt sie sich ja auch nur daran. Sie arbeitet wieder an ihren Quilts, was ihr viel Freude bereitet. Und Sport ist nach wie vor ihre Lieblingsbeschäftigung, also Sport gucken ;-)) Leider sind die Olympischen Spiele jetzt vorbei, doch es naht der Wintersport!!

Donnerstag, 7. August 2008

Tag dreihunderteins

Mutter hat die große Untersuchung hinter sich, sie ist frei von Krebs!! Was ist sie glücklich!! Wir sind alle glücklich!! Alles andere, die Erschöpfung, die Rückenschmerzen, all das sei normal und werde auch noch eine Weile bleiben, sagte ihr der Arzt. Aber sie hat es geschafft, 300 Tage Kampf und sie hat es geschafft!!

Sie grüßt auf diesem Wege alle, die mit ihr gehofft haben!!

Ab heute kommen Wochenberichte, der harte Kampf ist vorbei, jetzt geht es nur noch aufwärts.

Wir sind alle so froh!!

Mittwoch, 6. August 2008

Tag dreihundert

Mutter geht es erstaunlich gut, sie hat heute auch keine Knochenschmerzen und fühlt sich wohl. Sie teilt sich ihre Kräfte gut ein, damit sie ohne Probleme durch den Tag kommt, denn sie muss sich immer wieder legen und ausruhen. Aber das schafft sie richtig gut. So kann sie es gut aushalten.

Dienstag, 5. August 2008

Tag zweihundertneunundneunzig

Mutter geht es immer noch gut, die Knochenschmerzen werden weniger und weniger, sie braucht schon seit etlichen Tagen kein Heizkissen mehr. Jetzt steht eine große Untersuchung bevor. Sie hofft natürlich, dass man nichts findet. Wir alle auch.

Montag, 4. August 2008

Tag zweihundertachtundneunzig

Heute sind die Kinder wieder geflogen und das war ein wenig traurig. Aber Mutter ging es ansonsten ganz gut. Das Wetter hat sich etwas abgekühlt und das kann Mutter besser aushalten. Auch die Knochenschmerzen waren absolut erträglich. So lässt es sich wirklich ertragen.

Sonntag, 3. August 2008

Tag zweihundertsiebenundneunzig

Heute geht es Mutter nicht so berauschend. Sie hat zwar Gott sei Dank keine Knochenschmerzen, aber sie ist sehr sehr erschöpft und muss sich immer wieder ausruhen. Morgen fliegen ihre Enkelkinder wieder nach Hause und das macht sie natürlich auch traurig, sie weiß ja nicht, wann sie sie wieder sieht. Dafür war der Goldene Hochzeitstag schön, sie waren mit Freunden Essen, es hat ihnen sehr gut gefallen.

Samstag, 2. August 2008

Tag zweihundertsechsundneunzig

Heute ist Mutters Goldhochzeit, was für ein Glück, dass sie die schlimmste Zeit erstmal hinter sich hat. Das Wetter ist zudem schön, so dass sie draußen Kaffee trinken können und den Tag ein wenig feiern. Montag fliegen ihre Enkelkinder wieder nach Hause, dann kehrt der Alltag ein. Aber Hauptsache ist, es geht ihr gut!

Freitag, 1. August 2008

Tag zweihundertfünfundneunzig

Mutter hat immer noch keine Knochenschmerzen, was ihr unglaubliche Erleichterung verschafft, einige Tage ohne Schmerzen, das ist wirklich wunderschön. Sie fühlt sich fast normal, trotz Krebserkrankung, die sie hoffentlich überstanden hat. Es folgen ja noch etliche Untersuchungen und wir hoffen alle, man findet nichts mehr und sie hat ihre Ruhe vor dem Krebs.

Morgen feiert sie ihre Goldene Hochzeit. Sogar der Bürgermeister will vorbei kommen. Hoffentlich bleiben die Knochenschmerzen fern und sie kann den Tag genießen.

Donnerstag, 31. Juli 2008

Tag zweihundertvierundneunzig

Mutter hat keine Knochenschmerzen, das ist wunderbar. Nun kann sie ihre Enkel noch mehr genießen. Und das Wetter ist ebenso wunderbar. Sie kann ihren Garten genießen und einen fast normalen Alltag leben. Das gelingt ihr immer besser und sie kommt mit der Krankheit gut zurecht.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Tag zweihundertdreiundneunzig

Mutter geht es ganz gut eigentlich. Die Knochenschmerzen plagen sie ein wenig, aber es lässt sich aushalten. Ihre Enkelkinder sind da und das lässt sie aufleben. Sie unternehmen viel, auch wenn Mutter nicht alles mitmachen kann, aber es tut ihr dennoch gut.

Dienstag, 29. Juli 2008

Tag zweihundertzweiundneunzig

Mutter geht es immer noch gut, sie ist im Garten und genießt das schöne Wetter, sie hat sich also viel ausgeruht und brauchte sich darum nicht legen. Im Augenblick hat sie auch keine Knochenschmerzen, vielleicht liegt es an der Hitze, die derzeit herrscht. Was auch immer, sie fühlt sich wohl und kann also ihre Enkelkinder so richtig genießen.

Montag, 28. Juli 2008

Tag zweihunderteinundneunzig

Mutter ist mit sich recht zufrieden, sie hat sogar mal einen Tag keine Knochenschmerzen, nur sie muss sich regelmäßig hinlegen und ausruhen. Ohne geht es nicht mehr.

Sonntag, 27. Juli 2008

Tag zweihundertneunzig

Mutter geht es recht gut, sie leidet immer noch an ihren Knochenschmerzen, aber sie kann damit umgehen. Und sie reflektiert jetzt ihre Krankheit, also sie fängt an, nach dem warum zu fragen und die Hintergründe auszuleuchten. Das ist nicht immer einfach, aber es gehört dennoch dazu.

Samstag, 26. Juli 2008

Tag zweihundertneunundachzig

Mutter geht es recht gut. Sie genießt ihre Enkelkinder, schaut mit ihnen die Tour de France, geht einkaufen, ruht sich aus, genießt den schönen Garten und freut sich über die warme Sonne. Auch die Knochenschmerzen lassen sich so ertragen. Und wenn sie sich regelmäßig hinlegt, dann kommt sie mit allem gut zurecht.

Freitag, 25. Juli 2008

Tag zweihundertachtundachzig

Mutter geht es recht gut, das Wetter ist schön, die Kinder sind da, die Knochenschmerzen heute erträglich, sie fühlt sich wohl. So kann es bleiben.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Tag zweihundertsiebenundachzig

Heute sind die Kinder von morgens bis abends in einem Freizeitpark, Mutter kann sich ausruhen. Es ist auch nötig, da ihr die Knochen sehr weh tun und sie sich auf ihr Heizkissen ins Bett legen muss. Ruhe tut ihr gut, die hat sie heute Gott sei Dank.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Tag zweihundertsechsundachzig

Mutter geht es zufriedenstellend, sie ist doch sehr angestrengt und auch die Knochenschmerzen machen ihr zu schaffen. Und sie kann sich nicht mehr alles so merken, muss immer wieder nachfragen. Doch sie freut sich sehr, dass die Enkelkinder da sind!

Dienstag, 22. Juli 2008

Tag zweihundertfünfundachzig

Mutter wird belagert, die Enkelkinder nehmen sie völlig in Anspruch, aber Zeit für die Tour de France bleibt dennoch. Doch jetzt merkt sie auch, dass sie nicht mehr so belastbar ist, das bleibt ja auch nicht aus. Sie verliert leichter den Überblick, wenn so viele Menschen da sind. Aber die kümmern sich ja um sie und so geht es ihr gut.

Montag, 21. Juli 2008

Tag zweihundertvierundachzig

Hurra! Ihre Enkelkinder sind da!! Sie hat sie sogar mit abgeholt vom Bahnhof in Hannover, ging alles sehr gut. Jetzt liegt sie mit ihrem kleinen Enkelsohn im Bett, schaut fern und genießt das Leben und vergisst fast völlig ihre Knochenschmerzen. Sie ist immer noch sehr blass, aber nun ist sie abgelenkt und hat mit ihren Enkelkindern viel Freude!

Sonntag, 20. Juli 2008

Tag zweihundertdreiundachzig

Mutter geht das Regenwetter gewaltig auf den Keks. Aber dank Tour de France und ihren Handarbeiten kann sie es sich gemütlich machen und den Krebs vergessen. Manchmal sogar die Knochenschmerzen, die wohl jetzt ein ständiger Begleiter von ihr sind. Aber morgen ist es soweit, da kommen ihre Enkelkinder. Sie freut sich sehr.

Samstag, 19. Juli 2008

Tag zweihundertzweiundachzig

Mutter geht es eigentlich immer noch ganz gut. Sie ist halt oft schlapp, aber das ist ja wohl verständlich. Im Supermarkt haben sie ihr gesagt, sie sähe doch immer noch sehr blass aus. Aber auch das ist verständlich. Eigentlich quälen sie nur die Knochenschmerzen und ab und an hat sie entsetzliche Stiche an der Operationsnarbe, aber das sei normal, sagte der Arzt. Jedenfalls freut sie sich sehr auf ihre Enkelkinder.

Freitag, 18. Juli 2008

Tag zweihunderteinundachzig

Mutter geht es gut, bis halt auf die Knochenschmerzen, die mal mehr, mal weniger sind. Die sie aber im Großen und Ganzen ertragen kann. Mit Heizkissen geht es auch recht gut. Und wenn gar nichts hilft, dann halt die Schmerztabletten. Aber so lässt es sich doch leben.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Tag zweihundertachzig

Heute war es Mutter sehr schwindelig und sie war auch ganz weiß im Gesicht, das hat sie doch sehr erschrocken. Nach dem sie sich etwas gelegt hatte, ging es dann besser. Zum Glück läuft die Tour de France, da hat sie Ablenkung, denn den Sport im Fernsehen genießt sie sehr. Dabei kann sie Handarbeteiten und es sich gut gehen lassen. Sie braucht halt doch noch viele Ruhepausen.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Tag zweihundertneunundsiebzig

Mutter freut sich auf ihre Enkelkinder. Ihr geht es immer noch richtig gut und an die Knochenschmerzen hat sich sie fast gewöhnt. Sie hofft, dass sie mit ihren Enkelkindern viel unternehmen kann.

Dienstag, 15. Juli 2008

Tag zweihundertachtundsiebzig

Mutter hat schon wieder große Pläne, was sie alles machen möchte. Sie will auf jeden Fall nochmal nach Bahrain zu ihren Enkeln, wenn es auch bisher noch ein Traum ist. Aber es wäre so schön. Momentan ist es allerdings viel zu heiß, das täte ich wiederum auch nicht so gut. Aber nach Bahrain möchte sie so gerne noch einmal.

Montag, 14. Juli 2008

Tag zweihundertsiebenundsiebzig

Mutter ist gut drauf, das Wetter ist schön, die Tour de France läuft, sie kann "Sport treiben lassen", wie sie immer belustigt sagt, und es geht ihr gut. Bald kommen ihre Enkel und sie freut sich sehr.

Sonntag, 13. Juli 2008

Tag zweihundertsechsundsiebzig

Mutter ist mit sich sehr zufrieden, sie hat zwar diese Knochenschmerzen, doch sie hat entdeckt, dass ihr das Heizkissen sehr hilft. Dann kann sie auch weitestgehend auf Schmerzmittel verzichten. Sie arbeitet wieder gerne im Garten, wenn sie auch nur leichte Kleinigkeiten machen kann, aber das ist ja egal. Und sie friert auch nicht mehr so viel. Langsam normalisiert sich der Körper wieder, erklärte ihr auch die Krebsschwester. Sie ist jedenfalls mit sich sehr zufrieden. Und freut sich jetzt sehr auf ihre Enkelkinder.

Samstag, 12. Juli 2008

Tag zweihundertfünfundsiebzig

Mutter hat wieder viele Energie für ihre Handabeiten, sie erstellt grad kleine Patchworkgardienen für ihr Gartenhäuschen. Und sie leitet eine Nachbarin an, die sich freut, das jetzt auch zu lernen. Die ist leider auch an Krebs erkrankt, doch nun können sich die Beiden austauschen, was auch sein Gutes hat.

Freitag, 11. Juli 2008

Tag zweihundertvierundsiebzig

Mutter geht es immer noch recht gut, die Knochenschmerzen erträgt sie, die sind nunmal da. Aber ansonsten lebt sie ihr Leben und genießt es. Sie kann nähen, Sport gucken, den Garten pflegen. Es geht ihr also recht gut.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Tag zweihundertdreiundsiebzig

Mutter geht es heute etwas besser, sie war einkaufen, doch als sie nach Hause kam, konnte sie es vor Kreuzschmerzen kaum noch aushalten. Sie hat sich dann hingelegt und nicht lange danach ging es ihr auch schon wieder besser. Jetzt guckt sie wieder ihren geliebten Sport.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Tag zweihundertzweiundsiebzig

Mutter geht es so lala, nicht schlecht aber auch nicht so gut wie sie es aufgrund der letzten Tage gehofft hatte. Aber es wird schon wieder besser. Sie kennt dieses auf und ab ja nun wirklich gut.

Dienstag, 8. Juli 2008

Tag zweihunderteinundsiebzig

Heute geht es Mutter nicht ganz so gut, sie ist zwar froh über das, was sie alles wieder machen kann, doch die Knochenschmerzen machen ihr wieder mal sehr zu schaffen. Sie muss sich sehr ausruhen. Doch sonst ist sie ganz zufrieden mit sich. Sie kann einkaufen fahren, kann handarbeiten, sie guckt so gerne Sport. Doch die Schmerzen auf der linken Schulter sind wieder mal sehr arg. Aber sie versucht es auszuhalten, so gut es geht.

Montag, 7. Juli 2008

Tag zweihundertsiebzig

Mutter ist wieder richtig froh gelaunt. In zwei Wochen kommen ihre Enkelkinder, die endlich Sommerferien haben. Sie kann es kaum erwarten. Solche Lichtblicke verleihen ihr ungeahnte Kräfte, auch wenn sie sich noch viel schonen muss. Wir wünschen ihr so sehr, dass es weiter so bergauf geht.

Sonntag, 6. Juli 2008

Tag zweihundertneunundsechzig

Mutter guckt ihre geliebte Tour de France und näht dabei. Endlich kann sie das wieder geniessen. Die Knochenschmerzen halten sich in Grenzen wenn sie nicht zu viel steht und geht. Und ihre Haare wachsen jetzt immer mehr. Früher war sie brunett, hatte ihre Haare aber seit vielen Jahren blond gefärbt, jetzt hat sie ganz dunkle Haare mit einer grauen Strähne an der Schläfe. Das sieht so schick aus meint Vater.

Samstag, 5. Juli 2008

Tag zweihundertachtundsechzig

Ein Tag fast ohne Knochenschmerzen und Mutter geht es besonders gut, wie sie meint. Sie sitzt in ihrem Wintergarten und näht. Durch ihre Krankheit hat sie einiges abgenommen und muss sich ihre Sachen enger nähen. Aber Nähen ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Ausserdem liebt sie Sportübertragungen, besonders die Tour de France und Leichtathletik. Somit ist sie dieser Tage voll beschäftigt. Wir freuen uns, dass es ihr wieder besser geht.

Freitag, 4. Juli 2008

Tag zweihundertsiebenundsechzig

Mutter will nicht klagen, obwohl sie wieder diese Knochenschmerzen plagen. Über der linken Schulter. Es ist aber kein Vergleich zu dem, was sie in der Chemo hat durchmachen müssen. Außerdem helfen ihre Schmerztabletten, wenn es gar zu arg wird. Ansonsten ist sie wirklich sehr zufrieden. Und ihre Haare sind nachgewachsen, sie trägt keine Perücke mehr sondern eine hochmoderne Kurzhaarfrisur. Bei dieser Hitze ist es mit Perücke ja auch unerträglich.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Tag zweihundertsechsundsechzig

Mutter geht es nach wie vor gut, sie ist sehr mit sich zufrieden. Dass sie das alles so überstehen würde, das hat sie zuerst gar nicht glauben wollen. Vergessen sind die schlimmen Nebenwirkungen der Chemo, heute geht es ihr im Vergleich dazu richtig blendend.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Tag zweihundertfünfundsechzig

Heute hat Mutter begeistert von dem Kosmetikseminar für krebskranke Frauen erzählt. Dort gab es viele Produkte von bekannten Kosmetikherstellern, die sich jetzt auch auf solche Bedürfnisse eingestellt haben. Während und nach einer Chemotherapie zum Beispiel gibt es besonders geeignete Produkte, mit denen man sich noch besser schminken kann, um nicht so krank und blass auszusehen.

Ausserdem gab es eine Menge anderer Tips zur Haut und Kosmetikpflege, wobei sich die Patientinnen auch ausgetauscht haben. Meiner Mutter gefielen die liebevoll gedeckten Tische und die herzliche Atmosphäre. Es hat ihr wirklich gut getan, auch wenn sie denkt, dass sie schon etwas zu alt ist, um sich noch so stark zu schminken. Dennoch kann sie dieses Seminar wirklich nur empfehlen.

Dienstag, 1. Juli 2008

Tag zweihundertvierundsechzig

Heute geht Mutter zur Kosmetikberatung in ihr Krankenhaus. Ihre Krebsschwester hat sie zu diesem Seminar eingeladen. Sie ist noch unsicher, ob das was für sie ist. Aber es wäre auch mal ganz gut, dass sie wieder unter Leute kommt und zwar nicht nur beim Einkaufen. Dort kann sie andere Patientinnen treffen, die sicher auch eine Geschichte zu erzählen haben. Wie heisst es doch? Geteiltes Leid ist halbes Leid. Auch wenn man sich sehr einsam fühlt als Krebskranke, so teilt man sein Schicksal leider doch mit vielen anderen.

Montag, 30. Juni 2008

Tag zweihundertdreiundsechzig

Mutter ist müde, sie hat den ganzen Tag gearbeitet, Wäsche gemacht, Handarbeit, das geht alles wieder. Was ist sie froh darüber. Und wir alle auch!

Sonntag, 29. Juni 2008

Tag zweihundertzweiundsechzig

Mutter ist mit sich zufrieden, wenn sie mit ihren Kräften haushaltet und sich regelmäßig hinlegt, dann kann sie sogar die Knochenschmerzen ertragen, auch wenn sie davon arg gebeutelt wird. Nun freut sie sich auf ihre Enkelkinder, die bald zu ihrer Goldenen Hochzeit kommen.

Samstag, 28. Juni 2008

Tag zweihunderteinundsechzig

Mutter geht es weiterhin gut, jedenfalls ist sie auf dem Weg der Besserung. Sie kann bei weiten noch nicht alles, so wie es früher war, aber sie macht große Vortschritte. Und wenn sie sich regelmäßig hinlegt und ausruht, dann bleibt sie auch bei Kräften.

Freitag, 27. Juni 2008

Tag zweihundertsechzig

Mutter geht es immer noch recht gut, bis auf die Knochenschmerzen halt, aber das muss sie ertragen und sie will es auch. Die Schmerztabletten helfen ihr. Sie freut sich so, dass sie so klar im Kopf ist, endlich wieder, dass sie Dinge erledigen kann, auch wenn sie sich immer wieder zwischendurch legen muss. Aber sie ist so froh, dass alles erstmal bis hierhin überstanden zu haben. Es war ein schwerer Weg und oft war sie sehr verzweifelt, aber sie hat es geschafft. Dann kommt sie auch mit den Knochenschmerzen klar, auch wenn sie nicht grad angenehm sind. Aber es gibt ja, wie gesagt, die Schmerztabletten, die ihr über das Schlimmste hinweghelfen.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Tag zweihundertneunundfünfzig

Heute hat Mutter sogar das Holz der Balkontüre abgeschliffen, so gut ging es ihr. Wenn da nur nicht diese entsetzlichen Knochenschmerzen wären, die heute wieder besonders schlimm waren. Dagegen helfen aber einfache Schmerzmittel, doch sie scheut sich, jeden Tag welche zu nehmen. Manchmal lassen es die Schmerzen aber leider nicht anders zu.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Tag zweihundertachtundfünfzig

Mutter geht es immer noch richtig gut, ok, die Knochenschmerzen, aber damit kann sie immer besser leben, auch wenn sie oft arg gebeutelt wird. Aber das ist nun leider nötig, damit der Krebs nicht wiederkehrt. Jedenfalls geht es ihr derzeit gut.

Dienstag, 24. Juni 2008

Tag zweihundertsiebenundfünfzig

Mutter fühlt sich in ihrem Garten so wohl, die Sonne scheint, die Blumen blühen, die Bäume sind schön geschnitten, alles ist so, wie sie es sich gewünscht hat. Sogar mit den Knochenschmerzen kann sie heute gut leben, weiß sie doch, dass die Tabletten ihr den Krebs vom Leib halten. Heute jedenfalls geht es ihr richtig gut.

Montag, 23. Juni 2008

Tag zweihundertsechsundfünfzig

Heute helle Aufregung, Mutter hat ihr Portemonaie verloren, alle Karten, Ausweise, alles drin. Sie hatte keine Zeit, um über irgendwas mit Krankheit nachzudenken, sie hatte alle Hände voll damit zu tun, die Karten sperren zu lassen, bei der Bank anzurufen, der Gemeinde Bescheid zu sagen, der Polizei...

Und nach all der Aufregung hat sie dann das vermeintlich verloren gegangene oder vielleicht sogar geklaute Portemonaie in einer anderen Tasche gefunden.

Jetzt ist sie froh, dass alles wieder da ist. Aber leider spürt sie doch ihre Knochenschmerzen, die Nebenwirkungen der Tabletten. Das wird wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben. Aber Hauptsache Geld und Papiere sind wieder da.

Sonntag, 22. Juni 2008

Tag zweihundertfuenfundfuenfzig

Mutter war zum ersten Mal ohne Kopfbedeckung einkaufen, denn ihre Haare sind schon wieder ein wenig nachgewachsen. Im Supermarkt sprachen sie die Verkaeuferinnen darauf an, wie gut ihr die Kurzhaarfrisur doch stehe. Ihre Perruecke juckt so und ist auch schon zu warm bei dem schoenen Wetter. Noch fuehlt sich Mutter nicht ganz wohl mit ihrem neuen Aussehen, aber die Komplimente machen ihr Mut. So ist es natuerlich viel einfacher und bequemer. Und sie wundert sich selbst, wie voll und dunkel ihre Haare doch noch sind.

Samstag, 21. Juni 2008

Tag zweihundertvierundfuenfzig

Mutters Alltag ist leider von ihren Kreuzschmerzen bestimmt. Sie lernt aber immer mehr damit zu leben, denn die Tabletten, die diese Schmerzen verursachen, muss sie halt nun mal einnehmen, damit die letzten Krebszellen absterben und sich keine neue mehr bilden. Wenn alles gut geht, werden sie ihr auch helfen und Mutters Zuversicht macht es ihr moeglich, die Schmerzen zu ertragen. Zum Glueck findet sie etwas Erleichterung, wenn sie sich hinlegt und Nachts wenn es sie gar zu sehr zwickt kann sie auch eine Schmerztablette nehmen.

Freitag, 20. Juni 2008

Tag zweihundertdreiundfünfzig

Mutter ist heute zufrieden mit sich, geht einkaufen, will kochen und natürlich Fußball gucken, aber im Liegen, weil dann kann sie die Knochenschmerzen besser aushalten. Der Arzt hat ihr schon gesagt, dass die Tabletten, die sie jetzt nehmen muss, diese Schmerzen verursachen. Es sind jetzt keine ganz dollen schlimmen Schmerzen, sie sind halt nur ständig da und gehen nicht weg. Doch davon ab geht es ihr gut. Sie ist so froh, dass alles hinter sich zu haben und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Tag zweihundertzweiundfünfzig

Mutter ist gut drauf, das Wetter ist schön und sie genießt immer mehr ihren wundervollen Garten, ständig begleitet von ihren Knochenschmerzen. Aber wenn sie sich öfters legt, ist es durchaus auszuhalten.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Tag zweihunderteinundfünfzig

Mutter ist etwas schlapp, aber es geht ihr nach wie vor recht gut. Die Knochenschmerzen sind ihr ständiger Begleiter, sie muss sich darum oft legen und ausruhen, denn das strengt doch alles sehr an.

Dienstag, 17. Juni 2008

Tag zweihundertfünfzig

Mutter geht es immer noch im Grunde gut, nur sie muss sich so schnell wieder legen, wenn sie etwas gemacht hat. Sie ist halt noch nicht so richtig belastbar, was ja nun wirklich kein Wunder ist. Die Knochenschmerzen sind nach wie vor da und werden es wohl auch noch eine Weile bleiben.

Montag, 16. Juni 2008

Tag zweihundertneunundvierzig

Mutter hat heute Morgen eingekauft, war in lauter Geschäften und dann kam sie müde nach Hause und musste sich sofort legen. Sie hat die Knochenschmerzen jetzt über der linken Schulter bis runter zur Hüfte. Und sie hofft, dass das bald vorbei ist.

Sonntag, 15. Juni 2008

Tag zweihundertachtundvierzig

Mutter geht es unverändert, also es geht ihr eigentlich gut, bis halt auf die Knochenschmerzen. Sie wartet sehnsüchtig, dass das endlich vorbei ist.

Samstag, 14. Juni 2008

Tag zweihunderrtsiebenundvierzig

Heute war Mutter einkaufen und es ging auch alles gut, doch als sie nach Hause kam, musste sie sich sofort legen und es ging ihr gar nicht gut. Jetzt schläft sie erst mal eine Weile und dann geht es ihr hoffentlich besser.

Freitag, 13. Juni 2008

Tag zweihundertsechsundvierzig

Mutter geht es weiterhin gut. Sie liebt ihren Garten. Und sie freut sich, dass sie nicht mehr jeden Tag ins Krankenhaus muss. Nun kann sie endlich entspannen, wenn auch die Knochenschmerzen nicht leicht zu ertragen sind.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Tag zweihundertfünfundvierzig

Mutter geht es gut. Die Knochenschmerzen machen ihr zu schaffen, aber mit Schmerztabletten lässt es sich aushalten. Sie ist so froh, dass alles durchgestanden zu haben und sie freut sich so sehr an ihrem Garten. Am 7. August muss sie wieder zu den Untersuchungen, dann stellt sich heraus, was wie gewirkt hat und was noch gemacht werden muss. Hoffentlich hat sie es geschafft!!!!

Tag zweihundertvierundvierzig

Mutter ist immer noch mit sich ganz zufrieden, bis auf diese Rückenschmerzen, aber die sind wohl "normal", d.h. eine Nebenwirkung ihrer Tabletten, die sie noch nehmen muss, um auch die letzten befallenen Lymphe abzutöten.

Und sie erfreut sich immer wieder an ihrem schönen Garten, den Vater für sie nach ihren Wünschen gestaltet, denn ausdauernd Arbeiten, daran ist noch nicht zu denken. Dafür näht sie alle ihre Sachen enger. Sitzen und nähen, das geht gut. Und dabei Krimi gucken ;-)

Dienstag, 10. Juni 2008

Tag zweihundertdreiundvierzig

Mutter geht es nach wie vor besser und nach wie vor nerven die elenden Knochenschmerzen, doch dank Panadol kann sie das gut aushalten. Sie freut sich so über ihren Garten und fragt jeden Tag, wann sie denn nun endlich "ihr Buch", also die Tagebucheintragungen hier, zu lesen bekommt ;-))

Montag, 9. Juni 2008

Tag zweihundertzweiundvierzig

Mutter geht es immer noch gut, sie hat nur so Kreuzschmerzen, das sind die Nebenwirungen von den Chemotabletten. Das hat ihr der Arzt schon gesagt, dass das nicht ausbleibt. Sie liegt, obwohl es so warm ist draußen, immer wieder auf einem Heizkissen. So kommt sie ohne Schmerzmittel aus. Doch sonst geht es ihr recht gut.

Sonntag, 8. Juni 2008

Tag zweihunderteinundvierzig

Mutter näht und näht und näht, das ist ein wenig Kurzweil, das tut ihr gut. Und sie genießt ihren Garten und den Wald dahinter. Dort kann sie sich von den Strapazen  der vergangenen Monaten erholen. Die Haut wird auch langsam besser, es dauert zwar noch, aber es lässt sich aushalten. Sie ist mit sich im Grunde sehr zufrieden.

Samstag, 7. Juni 2008

Tag zweihundertvierzig

Mutter war wieder einkaufen, diesmal in Baumärkten, es klappt alles sehr gut. Sie genießt das herrliche Wetter und ruht sich viel aus. So kann sie es gut aushalten.

Freitag, 6. Juni 2008

Tag zweihundertneununddreißig

Mutter geht es ganz gut, sie ist heute mit Vater überall herumgefahren und hat die Landschaft genossen. Sie waren einkaufen, das alles funktioniert wieder richtig gut. Es sind halt noch die Knochenschmerzen, die sie plagen, Gott sei Dank helfen ihr da die Schmerzmittel, die sie bekommen hat. Doch ansonsten fühlt sie sich recht wohl.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Tag zweihundertachtunddreißig

Mutter geht es nach wie vor gut, nur haben sie jetzt viele Mücken zerstochen, sie könnte sich wegjucken! Und sie näht fleißig ihre Kleiner enger, sie kann ja nicht mehr viel essen und wird also dünner. Und die Haare, die nun wieder wachsen, sind ganz dunkel.

Mutter ist quasi runderneuert ;-))

Mittwoch, 4. Juni 2008

Tag zweihundertsiebenunddreißig

Mutter geht es nach wie vor gut, halt bis auf ihre Haut, aber das wird auch noch. Sie fragt jetzt dauernd nach "ihrem Tagebuch im Internet", wann sie es denn zu sehen bekomme und ob das ein Buch wird. Sie wünscht es sich nach der Untersuchung im September und nun hoffen wir alle, dass sie dann eine Weile Ruhe hat, damit sie das alles noch mal Revue passieren lassen kann.

Dienstag, 3. Juni 2008

Tag zweihundertsechsunddreißig

Mutter geht es recht gut, halt nur die Haut macht ihr zu schaffen, sie cremt sie ständig ein und behandelt sie, aber es tut eben sehr weh. Doch sonst ist sie wohl auf, freut sich über das schöne Wetter, über ihren Garten und plant ihre bevorstehende Goldene Hochzeit.

Die soll sie ausgiebig mit lieben Menschen feiern, dann wird auch ihre Haut wieder besser sein.

Montag, 2. Juni 2008

Tag zweihundertfünfunddreißig

Jetzt ist Mutters Haut unter ihrem Arm, dort wo sie bestrahlt wurde und die Haut halt auch sehr verbrannt ist, leider auch aufgeplatzt, was natürlich sehr weh tut. Die Haut vorne ist aber schon fast abgeheilt, dank dem ständigen Eincremen. Sie erträgt es aber tapfer und hat auch richtig gute Laune. Sie geniesst das schöne Frühsommerwetter und freut sich darüber, dass es täglich bergauf geht. Nach den schweren Monaten blüht sie richtig auf, auch wenn sie noch sehr blass aussieht und zwischendurch auch abdriftet. Ihr Arzt lobt sie aber immer, weil sie die Behandlungen so konsequent mitmacht. Das sei nicht so leicht für Menschen über 70. Wir wünschen ihr so sehr, dass sie es bald ganz geschafft hat.

Sonntag, 1. Juni 2008

Tag zweihundertvierunddreißig

Heute geht es Mutter richtig gut! Sie war das erste Mal seit der Bestrahlung wieder in der Badewanne, sie durfte ja nicht, um das aufgezeichnte Muster auf der Haut nicht zu verwischen. Sie sitzt auf der Terasse unter der Markise und genießt ihren Garten und das schöne Wetter. Und sie freut sich so über diese Eintragungen hier in ihrem Tagebuch, im Krankenhaus sprach man sie darauf an, das müsse doch von ihr sein. Sie wusste von nichts, es sollte ja eine Überraschung sein, die wir ihr in schriftlicher Form geben wollten, wenn sie alles überstanden hat. Nun ist sie mächtig stolz, dass sie eine eigene Internetseite hat. Gesehen hat sie die zwar noch nicht, aber das macht ihr nichts. Zu wissen, dass ihre Töchter ein Krebstagebuch führen und dass es so viele Leute lesen, macht sie sehr glücklich!

Sie grüßt auf diesem Wege alle, die an ihrem Schicksal teilhaben!!

Samstag, 31. Mai 2008

Tag zweihundertdreiunddreißig

Mutter ist mit sich ganz zufrieden. Sie sitzt mit Strohhut unter der Markise und genießt ihren Garten. Einzig die Knochenschmerzen sind ihr ständiger Begleiter, aber das lässt sich noch aushalten.

Freitag, 30. Mai 2008

Tag zweihundertzweiunddreißig

Trotz der starken Verbrennungen ist Mutter recht zufrieden mit sich. Die Schmerzen sind weitgehend ertragbar, auch wenn ihre Haut doch sehr in Mitleidenschaft gezogen ist. Sie ist einfach nur froh, dass ihr Allgemeinzustand viel besser ist und sie wieder mehr unternehmen und erledigen kann, auch wenn nur in kurzen Abständen. Sie muss sich einfach immer wieder ausruhen und kann nicht lange stehen oder laufen. Das wird auch noch eine Weile dauern, denn die Chemotabletten, die sie nun einnehmen muss verursachen halt leider auch Knochenschmerzen. Doch Mutter ist unheimlich tapfer. Sie will sich an alle ärztlichen Anweisungen halten, damit sie wieder gesund wird.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Tag zweihunderteinunddreißig

Mutter geht es soweit ganz gut. Ihr machen die Knochenschmerzen wie erwartet sehr zu schaffen, aber sie kann dennoch aufstehen und ein wenig erledigen, muss sich halt zwischendurch immer wieder hinlegen und ausruhen. Dann geht es. Sie fährt sogar einkaufen. Auch da muss sie sich dann immer wieder auf eine Bank setzen. Aber das lässt sich alles irgendwie aushalten, Hauptsache diese schwere Chemo und die entsetzliche Bestrahlung sind nun vorbei.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Tag zweihundertdreißig

Mutters Haut tut ihr so weh, es kommt das rohe Fleisch durch. Und die Haut, die abgeht, ist ganz schwarz. Und die Knochenschmerzen machen ihr zu schaffen, die durch die Tabletten kommen. Aber das muss sein, damit die letzten befallenen Lymphe endlich abgetötet werden.

Dienstag, 27. Mai 2008

Tag zweihundertneunundzwanzig

Mutter ist völlig genervt und gereizt, die verbrannte Haut tut ihr weh, ist teilweise aufgeplatzt, sie hat Angst vor den Nebenwirkungen der neuen Tabletten. Sie ist heute sehr ungeduldig und möchte am liebsten auf der Stelle alles los werden. Wenn es doch nur so einfach wäre. Aber gut schlafen kann sie, was für ein Glück!

Montag, 26. Mai 2008

Tag zweihundertachtundzwanzig

Jetzt ist es klar, 6 Lymphe sind noch befallen, dafür bekommt sie nun wahnsinnig teure Tabletten. Aber ansonsten ist alles gut verlaufen. Sie hört sich auch wieder richtig gut an! Es ist alles ein Auf und Ab und Mutter ist oft durcheinander. Aber das ist ja auch verständlich.

Sonntag, 25. Mai 2008

Tag zweihundertsiebenundzwanzig

Mutter geht es soweit gut, es ist gar nicht klar, ob sie wirklich Metastasen hat, sie war so durcheinander, die Ärztin hat gar nix von Metastasen gesagt, nur dass etwas noch befallen sei. Morgen weiß Mutter mehr, sie ist wirklich durch den Wind.

Und ihre Haut leidet, ist jetzt gerissen, es tut ihr höllisch weh. Und sie ist übersäht mit Leberflecken, das kommt von der Bestrahlung. Die Ärztin sagte, es werden noch mehr werden.

Jetzt wartet sie voller Angst auf Morgen, was denn nun wirklich ist.

Samstag, 24. Mai 2008

Tag zweihundertsechsundzwanzig

Mutter ist niedergeschlagen. Man hat bei der Abschlussuntersuchung in der Strahlenklinik etwas gefunden, was auf eine Metastase hindeuten könnte. Genaues muss aber nun ihr Arzt im Krankenhaus heraus finden. Morgen früh ruft die Brustschwester an und sagt ihr, wann sie kommen kann. Vielleicht sogar dann sofort. Sie hat natürlich jetzt lauter dunkle Gedanken und befürchtet das Schlimmste. Eventuell muss noch mal ein Chemo gemacht werden, ihr graut davor.

Freitag, 23. Mai 2008

Tag zweihundertfünfundzwanzig

Noch einmal, dann hat Mutter die Bestrahlung überstanden! Dann kann sich ihre Haut erholen und langsam wieder heile werden. Das alles hat sie doch mehr geschlaucht, als sie gedacht hat. Als wir alle gedacht haben. Einmal noch, dann ist auch das vorüber.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Tag zweihundertvierundzwanzig

Mutter fühlt sich sehr aufgeräumt, auch wenn sie darunter leidet, dass ihre Haut verbrannt ist. Zwei Mal noch Bestrahlung, dann ist auch das vorbei. Dann folgt eine Abschlussbesprechung bei dem Professor der Strahlenklinik, dann hat sie ein paar Tage Ruhe und dann kommen die ganzen Untersuchungen, ob und was es gebracht hat.

Wir hoffen das Beste für sie!!

Mittwoch, 21. Mai 2008

Tag zweihundertdreiundzwanzig

Heute geht es Mutter nicht ganz so gut, das zehrt doch alles an den Nerven, aber sie freut sich auf das Wochenende, denn dann ist alles vorbei. Ihre Haut ist arg verbrannt, doch jetzt werden nur noch die Narben bestrahlt. Ab Sonntag hat sie erstmal ein wenig Ruhe. Und schon ein schweres Stück Weg hinter sich.

Dienstag, 20. Mai 2008

Tag zweihundertzweiundzwanzig

Heute ist Mutter ganz umsonst in die Strahlenklinik gefahren, der Apparat war kaputt und sie wusste von nichts. Aber sie hat sich doch irgendwie gefreut, einfach mal nicht bestrahlt werden. Das ist wie ein krank gewordener Zahnarzt ;-)

Montag, 19. Mai 2008

Tag zweihunderteinundzwanzig

Die Bestrahlung der Lymphbahnen wurde ausgesetzt, weil die Haut doch zu sehr angegriffen ist. Jetzt wird die OP-Narbe bestrahlt, doch am Freitag ist erstmal Schluss mit allem, dann kommen die Untersuchungen. Es ist wirklich ein beschwerlicher Weg. Aber Mutter hält tapfer durch!

Sonntag, 18. Mai 2008

Tag zweihundertzwanzig

Heute kann Mutter schon wieder lachen, trotz ihrer Verbrennungsschmerzen. Sie cremt sich ständig ein und trägt den Puder auf, damit sie etwas Erleichterung hat. Sie probiert noch alle möglichen Hausmittelchen, wie z.B. kalte Umschläge, aber das hilft alles nicht so viel. Ihre Haut hat sich sehr vedunkelt und ist verschrumpelt an der Stelle, wo sie bestrahlt wird. Aber jetzt hat sie nur noch 5 Tage vor sich. Wir hoffen, dass sie dann alle Behandlungen überstanden hat. Das wird sich aber erst in der Woche danach herausstellen, wenn sie wieder gründlich untersucht wird. Wir hoffen das Beste für sie.

Samstag, 17. Mai 2008

Tag zweihundertneunzehn

Leider geht es Mutter nicht sehr gut. Ihre Verbrennungen schmerzen jetzt immer mehr. Sie hat einen neuen Puder verschrieben bekommen, der Linderung bringt. Der hilft zwar, aber trotzdem hat sie noch ziemlich dolle Schmerzen. Sie mag eigentlich nicht so gerne Schmerztabletten nehmen, aber sonst könnte sie es nicht aushalten.

Das Wetter ist leider auch nicht mehr so gut wie letzte Woche und das macht sie halt auch etwas betrübt. Aber zumindest geht es jetzt mit dem Essen besser, ganz langsam kommt der Appetit wieder und sie behält das Essen auch drinne. Wir freuen uns über jeden noch so kleinen Fortschritt.

Freitag, 16. Mai 2008

Tag zweihundertachtzehn

Mutters Haut wird immer verbrannter, sie leidet jetzt wirklich sehr, es wird von Tag zu Tag schlimmer. Nächste Woche ist die Bestahlung vorbei, hoffentlich kann ihre Haut das noch aushalten. Sie ist sehr niedergeschlagen, denn sie hatte gehofft, dass ihr das erspart bleibt.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Tag zweihundertsiebzehn

Mutter geht es soweit wirklich gut, nur die verbrannte Haut, die macht ihr sehr zu schaffen. Es sind aber nur noch 6 Tage, die sie durchhalten muss.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Tag zweihundertsechzehn

Mutter geht es heute richtig gut. Die Bestrahlung ist nicht leicht, ihre Haut leidet sehr, aber die Dosis kann nicht niedriger gestellt werden, weil sonst die befallenen Lymphe nicht abgetötet werden. Sie hat etwas mehr als die Hälfte schon hinter sich, den Rest schafft sie auch noch.

Und sie hat neue Bäume für den Garten gekauft. Vater hat sie gepflanzt, selber kann sie das im Moment nun wirklich nicht. Aber das war ihr wichtig, neue Bäume.

Dienstag, 13. Mai 2008

Tag zweihundertfünfzehn

Mutters Bestrahlung war heute erst am sehr späten Nachmittag, anstatt am Morgen wie üblich. Ältere Menschen haben es ja im Allgemeinen schwerer, wenn sie aus ihrer Routine herausgerissen werden. Aber in diesem Fall passte das ganz gut, damit Mutter noch in Ruhe mit meiner Schwester frühstücken konnte, bevor sie wieder nach Hause musste.

Obwohl Mutters Allgemeinzustand sich von Tag zu Tag ein wenig bessert, schwankt sie ab und an nochmal ganz plötzlich, wenn sie länger steht oder geht, wie z. B. im Supermarkt beim Einkaufen. Aber die Ärzte haben ihr gesagt, auch das ginge nach einer gewissen Zeit wieder vorbei. Dazu kommen leider auch noch die Nebenwirkungen der Bestrahlungen, aber die sind zu ertragen, meint Mutter, auch wenn die rote Haut nicht sehr angenehm ist.

Montag, 12. Mai 2008

Tag zweihundertvierzehn

Heute hatte Mutter noch einen Tag ohne Bestrahlung, Pfingstmontag, also Feiertag. Meine Schwester ist ja zu Besuch bei ihr und da hat sie dann jemanden, mit dem sie etwas plaudern kann. Leider ist sie doch ziemlich isoliert in dieser ländlichen Gegend. Aber sie geniesst trotzdem die wunderschöne Natur. Jetzt kann sie sie zum Glück wieder geniessen.

Sonntag, 11. Mai 2008

Tag zweihundertdreizehn

Mutter geht es weiterhin einigermassen gut. Die Rötungen ihrer Haut sind allerdings sehr unangenehm, wenn sie sie nicht andauernd eincremen würde. Dann ist es zum Aushalten. Doch zumindest kann sie wieder morgens etwas essen. Das sei auch wichtig, hätte die Ärztin ihr gesagt, damit sie wieder zu Kräften kommt. Heute geniesst sie auch noch das schöne Wochenendwetter, bevor es morgen wieder losgeht mit den Bestrahlungen.

Samstag, 10. Mai 2008

Tag zweihundertzwölf

Es geht weiter bergauf, trotz der unangenehmen Nebenwirkungen der Strahlentherapie. Mutter sagt, ihre Haut, dort wo sie jeden Wochentag Bestrahlungen bekommt, ist ganz rot und verschrumpelt. Mit der Creme, die sie täglich aufträgt, geht es aber ganz gut. Hin und wieder braucht sie zwar eine Schmerztablette für die Rückenschmerzen, dennoch kann sie immer mehr selber erledigen und unternehmen, wie z. B. einkaufen fahren oder ein paar Blumen pflanzen.

Den Schwestern in der Strahlenklinik hat sie gestern zu ihrem Geburtstag Kaffee und Kuchen mitgebracht und ihnen damit eine riesen Freude gemacht. Das geniesst Mutter und freut sich an der Freude der anderen. Wir freuen uns dann alle mit.

Freitag, 9. Mai 2008

Tag zweihundertelf

Heute hat Mutter Geburtstag. Es geht ihr gut. Sie hat wieder etwas Appetit zum Frühstück. Und die Creme, die sie gegen die Verbrennungen der Strahlentherapie bekommen hat, wirkt auch sehr gut. Wir wünschen ihr alles erdenklich Gute und natürlich Gesundheit zum Geburtstag!

Meine Schwester fährt sie ausserdem heute an ihrem Ehrentag besuchen und vielleicht darf sie zur Feier des Tages ja auch mal wieder ein Vollbad nehmen. Dann müssten nur die Markierungen für die täglichen Bestrahlungen wieder neu gemacht werden, aber das wäre trotzdem ein schönes Geburtstagsgeschenk.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Tag zweihundertzehn

Mutters Haut wird immer verbrannter. Die Schwester in der Strahlenklinik meinte, das sei völlig normal. So versucht sie es also einfach auszuhalten. Es ist eben wie es ist.

Schwer.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Tag zweihundertneun

Nun hat es Mutter doch erwischt, die Strahlung hat etwas ihre Haut verbrannt. Das bleibt wohl nicht aus, aber es ist doch unangenehm. Die Strahlung ist heftig. Der Arzt hat bei der OP nicht alle befallenen Lymphe erwischt, darum müssen diese jetzt mit Hilfe der Strahlung abgetötet werden. Und die Bestrahlung geht ja weiter, es wird als erstmal nicht besser, wahrscheinlich sogar schlechter werden.

Dienstag, 6. Mai 2008

Tag zweihundertacht

Mutter geht es unverändert gut, das strahlende Sonnenwetter trägt auch dazu bei, so kann sie die Fahrt zur Strahlenklinik richtig genießen, die Landschaft dort ist so schön.

Nicht mehr lange, dann hat sie das auch geschafft!

Montag, 5. Mai 2008

Tag zweihundertsieben

Mutter ist sehr mit sich zufrieden. Sie war bei der Ärztin und diese habe ihr gesagt, dass sie die Krankheit besiegen könne. Zwar müsse sie in regelmäßigen recht kurzen Abständen immer wieder untersucht werden, aber sie könne die Krankheit überstehen.

Das hat sie sehr froh gemacht. Nun ist sie zuversichtlich und fühlt sich recht wohl.

Sonntag, 4. Mai 2008

Tag zweihundertsechs

Mutter macht schon wieder Pläne für die Zukunft. Ihre älteste Enkeltochter möchte in England studieren und braucht für den Studiumanfang im September nächsten Jahres jemanden, der bei ihr bleibt für einen Monat bis sie volljährig ist, so wollen es die Univorschriften. Vielleicht helfen ihr diese Gedanken, wieder auf die Beine zu kommen und wirklich ganz gesund zu werden. Auch wenn sie das mit 72 dann nicht mehr schaffen sollte. Aber dieser Traum, der alleine ist wichtig. Wer weiss es denn.

Samstag, 3. Mai 2008

Tag zweihundertfünf

Heute geht es Mutter nicht so gut. Sie hat Schmerzen in der Schulter. Und sie kann nicht lange auf sein, muss sich schnell wieder legen, weil sie so erschöpft ist. Auch wenn die Bestrahlung nicht weh tut, sie strengt den Körper doch sehr an und das merkt Mutter jetzt.

Freitag, 2. Mai 2008

Tag zweihundertvier

Mutter geht es immer noch gut, sie genießt ihre Krimis und dass sie wieder ein wenig im Haushalt machen kann. Wir hoffen, dass es so bleibt.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Tag zweihundertdrei

Mutter geht es gut. Sie fühlt sich wohl, guckt Krimi und läßt es sich gut ergehen. Freitag in einer Woche hat sie Geburtstag und den wollen wir feiern!!

Mittwoch, 30. April 2008

Tag zweihundertzwei

Mutter geht es nach wie vor gemischt, einerseits gut, andererseits die Rückenschmerzen. Aber sie ist mit sich sehr zufrieden. Sie wartet darauf, dass die Bestrahlung endlich ein Ende hat und sie wieder normal leben kann.

Dann folgen wieder alle möglichen Untersuchungen, aber man hat ihr schon Hoffnung gemacht, dass sie es schafft.

Wir hoffen da alle sehr.

Dienstag, 29. April 2008

Tag zweihunderteins

Mutter geht es bis auf die Rückenschmerzen gut. Sie ist ganz mit sich zufrieden und weiß, dass auch das vorbei gehen wird. Es gilt die Schmerzen auszuhalten, aber darin hat sie ja fast schon sowas wie Übung.

Montag, 28. April 2008

Tag zweihundert

Heute hat wieder eine neue Bestrahlungswoche angefangen. Die einstündige Fahrt zur Klinik nach Stendhal ist jedesmal wie ein kleiner Ausflug. Die Umgebung ist malerisch schön und so kommt Mutter wenigstens etwas vor die Tür. Zu Hause ist sie ja leider sehr isoliert.

Die Strahlentherapie ist aber zum Glück gut auszuhalten, auch wenn es immer ein wenig spührbarer wird. Dafür dauert sie jeddoch nur wenige Minuten, dann kann Mutter schon wieder nach Hause fahren. Mutter ist froh, dass es so gut klappt.

Sonntag, 27. April 2008

Tag einhundertneunundneunzig

Das Wetter ist schön und Mutter kann mit Vater auf der Terasse sitzen. Die frische Luft tut ihr gut. Sie sagt, sie muss mit sich zufrieden sein, aber ihre Rückenschmerzen nagen doch sehr an ihr. Sie kann nicht lange in der Küche stehen oder die Wäsche aufhängen, dann hält sie es vor Schmerzen nicht aus. Am besten geht es ihr immer noch, wenn sie sich ausruht und alles langsam angehen lässt. Morgen fängt eine neue Woche mit Bestrahlungen an, aber das geht jedes Mal sehr flott und die Ärzte und Schwestern seien so nett zu ihr. Es ist schon eine gewisse Routine und deshalb nicht mehr beängstigend. Aber es dauert halt alles seine Zeit.

Samstag, 26. April 2008

Tag einhundertachtundneunzig

Mutter kann schon wieder auf der Gartenterasse das Kaffeetrinken in der warmen Frühlingssonne geniessen. Solange sie nichts zum Frühstück essen muss, wird ihr auch nicht schlecht. Ab dem späten Vormittag bekommt ihr das Essen wieder und sie ist mit sich weiterhin sehr zufrieden, wenn nur ihre Rückenschmerzen endlich aufhören würden. Aber die sollen, laut Arzt, noch andauern, denn die Bestrahlungen greifen wohl auch etwas das Rückenmark an, was diese Schmerzen verursachen. Aber verglichen zur Chemotherapie geht es ihr richtig gut. Viele kleine Erholungspausen helfen ihr durch den Tag. Sie spührt wie es wieder bergauf geht. Wir hoffen immer mit ihr.

Freitag, 25. April 2008

Tag einhundertsiebenundneunzig

Mutter geht es viel besser. Sie kann schon wieder meckern ;-) Die Bestrahlung ist auszuhalten und auch ihre Verfassung wird immer besser. Wir hoffen sehr, dass sie es wirklich schafft.

Donnerstag, 24. April 2008

Tag einhundertsechsundneunzig

Mutter geht es unverändert gut, die Chemo liegt ja nun hinter ihr, sie kann sich davon erholen. Sie muss sich auch erholen, denn die Chemo war hammerhart. Jetzt muss sie nur noch die Bestrahlung durchstehen. Und dann hoffen wir, dass sie das alles gut übersteht.

Mittwoch, 23. April 2008

Tag einhundertfünfundneunzig

Mutter geht es recht gut. Heute hat ihr der Arzt gesagt, dass sie an der Chemo noch lange zu tragen hat. Die Bestrahlung jedenfalls wirkt gut, sie wird jeden Tag stärker, aber sie kann es gut ertragen.

Dienstag, 22. April 2008

Tag einhundertvierundneunzig

Heute hat Mutter frei, keine Bestrahlung, das Gerät muss gewartet werden. Wie schön, sie erholt sich. Außerdem kommt die Schneiderin, die alle ihre Hosen enger näht. Es geht Mutter soweit gut und sie ist frohen Mutes.

Montag, 21. April 2008

Tag einhundertdreiundneunzig

Mutter geht es wieder gut, man hat ihr im Krankenhaus gesagt, dass alles in Ordnung ist. Und es sieht auch bei der Bestrahlung gut aus, wahrscheinlich bleibt es bei den 33.

Jedenfalls geht es ihr wieder gut.

Sonntag, 20. April 2008

Tag einhundertzweiundneunzig

Mutter hat eine Horrornacht hinter sich, sie wurde wach, weil ihr die operierte Brust so schmerzte, fühlte nach und da war wieder eine harte Stelle. Sie brach sofort in Panik aus, weckte Vater und war am Ende. Das alles stehe sie nicht nochmal durch, selbst wenn der Krebs wieder da sei, nicht nochmal.

Sie hat kaum schlafen können, ist immer wieder hochgeschreckt und hat nachgefühlt und auf einmal war die Verdickung weg. Vater meinte, es sei eine geschwollene Ader gewesen, so hätte es sich jedenfalls angefühlt. Was immer es auch war, wahrscheinlich eine Nebenwirkung der Bestrahlung, sie wird am Montag mit dem Arzt darüber reden.

So ging es ihr dann heute ein klein wenig besser. Kein neuer Krebs. Nur einfach was Dickes, was wieder verschwand.

Samstag, 19. April 2008

Tag einhunderteinundneunzig

Mutter geht es weiterhin gut, sogar das mit dem Essen klappt ein wenig. Nur sie muss sich beschäftigen, sonst wird sie verrückt. Jetzt näht sie Vorhänge. Zu nähen gibt es ja immer was und außerdem quiltet sie gerne. Und heute ist Wochenende, d.h. keine Bestrahlung. Ausruhen ist angesagt und das kann sie gut gebrauchen.

Freitag, 18. April 2008

Tag einhundertneunzig

Mutter geht es immer noch recht gut, sie bekommt jetzt Astronautennahrung, weil ganz ohne Essen ist auch nicht gut hat ihr die Ärztin gesagt. Aber sie fühlt sich wohl, es wird jetzt entschieden, ob die Bestrahlung weiter geführt werden muss.

Doch solange es ihr so geht wie jetzt sind wir alle zufrieden mit Mutter!

Donnerstag, 17. April 2008

Tag einhundertneunundachzig

Mutter geht es unverändert gut. Also den Umständen entsprechend gut. Ihr tut der Rücken weh und sie hat morgens immer noch keinen Appetit. Aber sie kann den Tag gut leben und es geht ihr nicht mehr elend.

Morgen wird sie erneut untersucht.

Mittwoch, 16. April 2008

Tag einhundertachtundachzig

Heute geht es Mutter rundum gut. Von morgens früh an, alles ist ihr leicht gefallen, sie fühlt sich wohl. Wenn doch nur alle Tage so wären. Aber die Bestrahlung, die spürt sie jetzt deutlich, es ist ein Glühen von innen heraus.

Dienstag, 15. April 2008

Tag einhundertsiebenundachzig

Mutter geht es weiterhin unverändert, nicht richtig gut aber Gott sei Dank auch nicht schlecht. Die Strahlendosis ist erhöht worden, wenn sie den Arzt richtig verstanden hat. Ihre Erschöpfung hält weiterhin an. Sie möchte am liebsten nur liegen. Wie gut, dass es Fernsehen gibt.

Montag, 14. April 2008

Tag einhundertsechsundachzig

Mutter geht es unverändert gut. Morgens, nach dem Aufwachen, fühlt sie sich gar nich gut, dann geht es schnell besser. Sie ist sehr froh, dass die Chemo vorbei ist, die sie auch im nachhinein als sehr furchtbar empfindet. Jetzt wartet sie einfach, dass die Bestrahlung vorüber geht. Aber die ist ein Spaziergang gegen die Chemo!

Sonntag, 13. April 2008

Tag einhundertfünfundachzig

Mutter geht es eigentlich ganz ok. Sie ist nur so unzufrieden mit sich, so schlapp, und überall tut was weh. Ihr Arzt sagt, das sei ganz normal und ihre Nachbarin, die auch an Krebs erkrankt ist, bestätigt das. Dass sie so schlapp ist, das macht ihr zu schaffen. Und morgen geht die Bestrahlung wieder los. Mutter findet das alles sehr sehr mühseelig. Aber es muss ja sein.

Samstag, 12. April 2008

Tag einhundertvierundachtzig

Mutter hatte heute den ersten Tag ohne irgendwelche Komplikationen. Kein Schwindel, kein Schwächegefühl. Wie schön! Nur frühstücken mag sie nicht. Erst später kann sie was zu sich nehmen. Ab Mittag kann sie dann wieder essen. Aber sie hat sehr abgenommen und alle ihre Hosen sind ihr viel zu weit geworden. Jetzt hat sie eine Menge Kleider ausrangiert und sogar ihren Kleiderschrank aufräumen können ohne Schwierigkeiten. Wir hoffen, sie hat noch mehr solcher Tage.

Freitag, 11. April 2008

Tag einhundertdreiundachzig

Mutter geht es bescheiden, sie hat zwar keine Schmerzen, aber sie ist schrecklich reizbar, ebenso erschöpft, also gut geht es ihr irgendwie nicht. Das bringt eine solche Krankheit mit sich, es geht immer auf und ab. Wenigstens hat sie jetzt zwei Tage Ruhe und muss nirgendwo hin, Wochenende.

Donnerstag, 10. April 2008

Tag einhundertzweiundachzig

Heute geht es Mutter gut, sie ist mit sich sehr zufrieden. Sie hat so viel abgenommen in der letzten Zeit, jetzt braucht sie eine Änderungsschneiderei, damit ihr die Hosen nicht runterrutschen. Da Mutter sehr viel gewogen hat, ist sie natürlich nicht grad unglücklich darüber. Nur dass sie so gar nicht mehr essen mag, das macht ihr schon zu schaffen. Denn um bei Kräften zu bleiben, muss sie ja was zu sich nehmen.

Aber wenn es ihr so gut geht, dann sind wir alle sehr erleichtert. Sie hat doch unter der Chemo arg gelitten. Da ging es ihr so oft so furchtbar schlecht.

Dagegen ist die Bestrahlung ein Spaziergang, wirklich.

Wir hoffen alle so sehr, dass sie diese Strapazen gut übersteht und uns noch lange erhalten bleibt.

Mittwoch, 9. April 2008

Tag einhunderteinundachzig

Heute geht es Mutter gar nicht gut, ihr ist so schwindelig, sie fühlt sich sehr benommen. Der Arzt meinte, das seinen noch immer die Nachwirkungen der Chemo und das werde sie bestimmt noch öfters haben.

Die Bestrahlung war wieder ok, sie spürt sie aber jetzt mehr. Mit jedem Mal mehr. Aber auch das sei normal. Sie hofft, dass sie alles gut übersteht und wieder gesund wird.

Dienstag, 8. April 2008

Tag einhundertachtzig

Die zweite Bestrahlung heute hat Mutter auch gut vertragen. Sie spührte nur ein heisses Gefühl, wo sie bestrahlt wurde. Das ganze dauert ja nicht lange, vielleicht alles im allem nur sechs Minuten. Sie wird von vorne bestrahlt, aber spührt die Wärme auf der Rückseite. Der Arzt hat alles genaustens nachgesehen und es sieht alles sehr gut aus. Allerdings darf sie sich dort wo sie bestrahlt wird nicht waschen, weil sie ja diese Bemalungen auf dem Brustkorb und unter dem Arm hat, um die Bestrahlungsbereiche zu markieren.

Leider hat sie noch starke Rückenschmerzen, aber der Arzt meinte auch das sei normal. Die Chemo würde noch lange Wochen nachwirken, aber sie fühlt sich doch schon viel besser, jeden Tag ein wenig.

Montag, 7. April 2008

Tag einhundertneunundsiebzig

Heute war die erste Bestrahlung, die dauert nur 10 Minuten und es fühlt sich von innen warm an. Aber weh tut Mutter nix. 33 Mal muss sie das jetzt über sich ergehen lassen, danach wird besprochen, ob es noch weiter geht.

Und sie darf sich an den Stellen, die bestrahlt werden, nicht waschen, nicht in die Wanne, das findert sie eigentlich am schlimmsten.

Doch sonst geht es ihr gut.

Sonntag, 6. April 2008

Tag einhundertachtundsiebzig

Morgen geht Mutters Strahlentherapie los und sie hofft, dass die Vorhersagen ihres Arztes stimmen und es nicht so schlimm wird. Sie ist skeptisch, weil sie die Chemo doch schlimmer empfand, als es ihr beschrieben wurde. Aber Mutter versucht wenigstens, positiv zu denken. Sie merkt halt, dass es ihr nun von Tag zu Tag ein wenig besser geht, je länger sie sich von der Chemo erholt. Ab morgen muss sie halt jeden Wochentag zur Bestrahlung, auch wenn das nur wenige Minuten dauert, so muss sie allerdings je eine Stunde zur Klinik und wieder zurück fahren. Doch auch das will sie schaffen. Gemütlich durch das schöne Wendland gefahren zu werden, das hat ja auch was.

Samstag, 5. April 2008

Tag einhundertsiebenundsiebzig

Gestern war Mutter zur Voruntersuchung für ihre Strahlentherapie, die am Montag beginnt. Der Arzt hat ihr Mut gemacht, aber sie ist dennoch etwas niedergeschlagen. So eine Strahlentherapie kann den Patienten wie beim Sonnenbrand ziemlich verbrennen, besonders wenn man empfindliche Haut hat. Aber Mutter ist kein heller Typ, deshalb besteht Hoffnung, dass es nicht so schlimm wird.

Heute Morgen ging es ihr dann wieder mal nicht so gut, sie hatte so einen Kopfdruck und fühlte sich überhaupt nicht wohl. Aber nach ein paar Stunden war der Spuk vorbei und nun geht es ihr wieder sehr gut. Sie muss Geduld haben und ausserdem darf sie sich im Moment nur waschen und nicht duschen, weil sie ganz viele Bemalungen auf der Brust und unter dem Arm hat, wegen der Bestrahlungen. Der Arzt hat alles millimetergenau markiert. Sie sieht aus wie ein lebendes Kunstwerk, sagt sie.

Freitag, 4. April 2008

Tag einhundertsechsundsiebzig

Mutter geht es immer noch recht gut, wenn ihr auch oft noch schwindelig ist, aber ihr Geist ist wieder klar. Sie ist so froh, diese Chemotherapie überstanden zu haben und fürchtet sich doch vor der Bestrahlung. Es ist eben ein langer und ein harter Weg.

Donnerstag, 3. April 2008

Tag einhundertfünfundsiebzig

Heute geht es Mutter gut. Sie ist selbst überrascht, aber sie geniesst es sehr. Endlich mal wieder ein Tag, wo es ihr so rundum gut geht. Wo sie lachen kann und nach Lust und Laune Fernsehen. Lauter Krimis, je mehr, desto besser!

Sie wünscht sich viel mehr von solchen Tagen!

Mittwoch, 2. April 2008

Tag einhundertvierundsiebzig

Mutter geht es langsam besser, jeden Tag ein wenig mehr. Heute morgen war ihr sehr schwindelig, jetzt ist es besser. Nur ihr Kreuz tut ihr weh. doch es ist etwas besser geworden. Und sie liegt immer noch und immer wieder am liebsten. Und sie kann leider keine Milch mehr vertragen.

Dienstag, 1. April 2008

Tag einhundertdreiundsiebzig

Mutter geht es verhältnismässig wieder gut. Sie hört sich auch schon viel besser an. Allerdings wenn sie zu schnell aufsteht, dann schwankt sie zur Seite und muss sich festhalten. Zwischendurch ist ihr Urin auch noch sehr farbig, was von der Chemo herrührt. Aber Hauptsache sie ist wieder klar im Kopf und die Übelkeit ist auch weg, nur hat sie immer noch keinen richtigen Appetit. Es braucht eben seine Zeit, bis sie sich von der Chemo erholen kann.

Montag, 31. März 2008

Tag einhundertzweiundsiebzig

Heute ging es Mutter leider nicht so gut, aber sie ist trotzdem guten Mutes. Sie hat sich übergeben müssen und ihr war auch etwas schwindelig. Letzte Nacht konnte sie nicht so gut schlafen wie gewöhnlich, aber sie war dennoch ziemlich lange auf heute. Ihr Rücken schmerzt weiterhin sehr und Appetit hat sie ebenfalls kaum. Jetzt will sie früh ins Bett und Krimi gucken, hoffentlich läuft auch einer. Wir wünschen ihr eine erholsame Ruhe.

Sonntag, 30. März 2008

Tag einhunderteinundsiebzig

Mutter geht es recht gut, sie konnte sogar wieder essen ohne Probleme. Sie ist nur so unglaublich müde, könnte ständig schlafen. Diese Müdigkeit macht ihr sehr zu schaffen, weil sie nichts tun kann, ein wenig kochen, vielleicht mal kurz einkaufen fahren. Aber alles immer nur kurz, weil sie sofort erschöpft ist. Und sie kann auch richtig schlafen, sobald sie sich in ihr Bett legt dauert es nicht lange und sie schläft tief und fest. Man sollte glauben, sie könnte dann des Nachts nicht schlafen. Doch da schläft sie auch tief und fest bis in den späten Morgen. Sie ist immerzu müde.

Und in der nächsten Woche geht die Bestrahlung los. Jeden Tag mit dem Taxi 30 Kilometer hin und wieder zurück, alleine der Gedanke erschöpft sie schon.

Samstag, 29. März 2008

Tag einhundertsiebzig

Mutter ist so froh, dass sie wieder weiss, wo ihre Sachen sind. Ihr Kopf ist zumindest klar. Aber sie fühlt sich immer noch ziemlich abgekämpft. Wenn sie etwas im Haushalt tut, dann ist sie ganz schnell wieder erschöpft. Doch von Tag zu Tag wird es besser. Manchmal wird ihr noch schwindelig, aber es belastet sie nicht mehr so. Appetit hat sie allerdings immer noch nicht, dafür trinkt sie momentan unheimlich gerne Milch. Langsam kehrt sie wieder zu sich selber zurück.

Freitag, 28. März 2008

Tag einhundertneunundsechzig

In kleinen Schritten geht es Mutter besser. Diese elendige Zeit der Chemo ist endlich vorbei. Jetzt gilt es noch die Bestrahlung auszuhalten, sie hat natürlich Furcht, aber so schlimm wie die Chemo, das hat man ihr schon gesagt, wird es auf keinen Fall. Es ist ihr wirklich sehr oft sehr elendig gegangen, doch jetzt kann sie sich erstmal ein paar Tage erholen. Sie hat es sich so vedient!!

Donnerstag, 27. März 2008

Tag einhundertachtundsechzig

Mutter schleppt sich durch den Tag, es geht ihr mal gut, mal schlecht. Ganz langsam geht es ihr besser. Einzig der Schwindel ist noch da, der sie leider oft torkeln läßt. Aber auch das wird langsam besser.

Mittwoch, 26. März 2008

Tag einhundertsiebenundsechzig

Langsam weicht das Gift aus Mutters Körper. Sie sagt, sie kann es richtig spüren. Sie ist immer noch unendlich erschöpft, aber das sei völlig normal, wie man ihr im Krankenhaus sagte. Aber am meisten freut sie sich auf die paar Tage Ruhe, die sie jetzt hat.

Dienstag, 25. März 2008

Tag einhundertsechsundsechzig

Mutter ist guter Dinge, sie war zur Untersuchung und es sieht recht gut aus. Jetzt wird entschieden, wie die Bestrahlung genau erfolgen soll. Aber man hat ihr Mut gemacht. Nun hat sie erstmal ein paar Tage Ruhe. Darüber ist sie unglaublich froh.

Montag, 24. März 2008

Tag einhundertfünfundsechzig - Ostermontag

Mutter geht es wieder etwas besser. Die Nebenwirkungen werden diesmal wirklich nicht ohne. Aber sie hat es überstanden. Nun kommt noch das CT, sie hofft so sehr, dass es ok ist. Danach dann die Strahlentherapie. Hoffentlich sind da die Nebenwirkungen nicht gar so furchtbar.

Sonntag, 23. März 2008

Tag einhundertvierundsechzig - Ostersonntag

Mutter geht es etwas besser, sie kann sogar wieder kochen. Nur das Essen selber fällt ihr schwer, sie hat Angst, sie kann es nicht bei sich behalten. Aber die Schmerzen sind weniger geworden, Gott sei es gedankt!! Dienstag muss sie in die Röhre, hoffentlich ist das Ergebnis ein gutes!!

Samstag, 22. März 2008

Tag einhundertdreiundsechzig

Heute geht es Mutter ein ganz wenig besser. Sie war sogar schon mal einkaufen, aber danach war sie fix und fertig. Jede Anstrengung tut ihr gar nicht gut. Selbst das Anziehen ist ihr schon zu viel. Nachdem sie sich etwas ausgeruht hat, geht es wohl besser. Aber diesmal dauern die Nebenwirkung der letzten Chemo länger an als sonst, so kommt es ihr zumindest vor. Am liebsten liegt sie in ihrem Bett, da geht es ihr am besten.

Freitag, 21. März 2008

Tag einhundertzweiundsechzig

Mutter geht es unverändert, vielleicht ein wenig besser. Aber nur ein wenig. Sie will nichts essen, weil sie befürchtet, es kommt ihr sofort wieder hoch. Und sie ist unendlich schlapp. Unendlich.

Donnerstag, 20. März 2008

Tag einhunderteinundsechzig

Mutter geht es zwar besser, aber sie fühlt sich immer noch schrecklich. Ist so durcheinander, kann kaum Essen bei sich behalten, hat auf dem Kopf lauter Knubbel, ihre Haut fühlt sich so dünn an, jetzt gehen auch ihre Fingernägel ab, alles tut ihr weh, sie fühlt sich so furchtbar unwohl.

Und sie fragt sich, ob die Chemo so richtig war, ob sie es nicht besser gelassen hätte.

Sie fühlt sich gar nicht wohl in ihrer Haut.

Mittwoch, 19. März 2008

Tag einhundertsechzig

Die Nebenwirkungen sind voll da. Mutter ist furchtbar übel, es wird und wird nicht besser. Sie hat das Gefühl, es nimmt kein Ende, sie fühlt sich sich so elend. Und sie sieht so furchtbar blass aus.

Dienstag, 18. März 2008

Tag einhundertneunundfünfzig

Mutter geht es bescheiden, sie konnte heute nicht zur Blutkontrolle fahren, ihr Kreislauf machte einfach nicht mit. Jetzt hoffen wir alle, dass das bald vorüber geht und sie endlich aufatmen kann.

Montag, 17. März 2008

Tag einhundertachtundfünfzig

Alles ist wie immer, die Nebenwirkungen müssen durchlitten werden und es ist hoffentlich das letzte Mal. Mutter kämpft, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Sonntag, 16. März 2008

Tag einhundertsiebenundfünfzig

Mutter hat wieder so schlimme Kreuzschmerzen, es geht ihr gar nicht gut. Alles tut weh, aber schlecht ist ihr nicht. Immerhin. Jetzt wartet sie nur darauf, dass diese Nebenwirkungen endlich verschwinden. Und dass es ihr endlich wieder besser geht.

Samstag, 15. März 2008

Tag einhundertsechsundfünfzig

Mutter geht es soweit ganz gut, bis auf die Knochenschmerzen. Das ist ja jedesmal so, die Chemo greift das Knochenmark an, was sie ja auch soll, was aber eben auch diese entsetzlichen Schmernzen verursacht. Einfache Schmerztabletten helfen ihr aber ein wenig.

Wenn das überstanden ist, dann ist die erste Etappe geschafft. Dann kommen die Untersuchungen und wir hoffen alle das Beste!!

Freitag, 14. März 2008

Tag einhundertfünfundfünfzig

Einen Tag nach der letzten Chemo sind leider die Rückenschmerzen wieder da. Aber sonst geht es Mutter noch gut. Sie ist ziemlich guter Dinge, auch wenn sie sich nicht so richtig wohl fühlt. Eigentlich kennt sie das ja auch, aber sie hatte doch gehofft, dass es diesmal besser wird. Wenn es so bleibt, dann ist es noch zu ertragen. Wir wünschen es ihr.

Donnerstag, 13. März 2008

Tag einhundertvierundfünfzig

Mutter hat die letzte Chemo erstaunlich gut vertragen. Die Ärztin meinte zu ihr, sie hätten das ein oder andere Mal richtig Angst um sie gehabt, aber nun seien sie zuversichtlich. Sie habe alles wirklich gut vertragen, trotz der Nebenwirkungen, es sehe ziemlich gut aus.

Das hoffen wir alle!!

Mittwoch, 12. März 2008

Tag einhundetdreiundfünfzig

Mutter ging es heute so gut wie lange nicht mehr, aber alles ist überschattet von der letzten Chemo morgen. Sie hat heute schon Medikamente gegen die Nebenwirkungen nehmen müssen. Denn die sollen diesmal besonders schlimm sein.

Dienstag, 11. März 2008

Tag einhundertzweiundfünfzig

Mutters Blutwerte sind gut, sie hat auch keine Schmerzen, aber sie fühlt sich, als sei sie nicht in ihrem Körper. Außerdem fühlt sie sich arg durcheinander, sie vergisst so vieles, sie fühlt sich einfach nicht so wohl. Nur im Bett, da geht es ihr gut, und sie könnte schlafen und schlafen und schlafen. Immerzu schlafen.

Noch eine Chemo, dann hört das hoffentlich auf.

Montag, 10. März 2008

Tag einhunderteinundfünfzig

Mutter geht es gut, sie ist nur sehr blass. Das hat sogar der Bäcker im Dorf festgestellt. Sie sei so furchtbar blass. Das ist einfach so. Damit versucht sie jetzt zu leben. Es geht ganz gut. Noch eine Chemo, dann hat sie es geschafft.

Sonntag, 9. März 2008

Tag einhundertfünfzig

Mutter geht es gut, heute kam ganz spontan ein Ehepaar zu Besuch, mit der Frau war sie in der Reha. Das hat ihr so gut getan, sie hatten einen wunderschönen Nachmittag. Danach ging es ihr dann gleich noch besser. Einmal noch Chemo, ihr graut davor, aber das steht sie auch noch durch. Und dann die ganzen Untersuchungen und dann die Bestrahlung.

Aber der Besuch, der hat sie richtig aufleben lassen.

Samstag, 8. März 2008

Tag einhundertneunundvierzig

Mutter geht es weiterhin gut, die Nebenwirkungen der Chemo sind verschwunden, sie lebt auf. Noch eine, dann hat sie es geschafft.

Heute hat sie ein leckeres Essen zubereitet, es ging ihr richtig gut dabei. Sie ist sehr zuversichtlich, nur wenn sie unter den Nebenwirkungen leidet, dann geht es ihr einfach nur schlecht.

Aber heute geht es ihr gut.

Freitag, 7. März 2008

Tag einhundertachtundvierzig

Es geht Mutter immer noch gut heute. Aber am wohlsten fühlt sie sich trotzdem immer noch im Bett. Wenn sie geschlafen hat, dann wacht sie erholt auf und fühlt sich besser. Sie darf sich nicht anstrengen, dann wird ihr sofort schwindelig und sie hat Angst umzukippen. Jetzt heisst es warten bis zur nächsten, hoffentlich letzten Chemo. Wir hoffen mit ihr.

Donnerstag, 6. März 2008

Tag einhundersiebenundvierzig

Mutter geht es heute Gott sei Dank gut. Ihre vorherige Chemo ist ja nun schon zwei Wochen her und ihr Körper hat sich wieder ein wenig erholt. Sie hat auch letzte Nacht sehr gut geschlafen. Nur essen mag sie immer noch nicht richtig. Der Appetit fehlt ihr einfach. Hoffentlich bleibt es so. Bis zur letzten Chemo, die sie hoffentlich wenigstens einigermassen gut überstehen wird.

Mittwoch, 5. März 2008

Tag einhundertsechsundvierzig

Mutter geht es eigentlich recht gut, bis auf die Kreislaufbeschwerden, sie ist so schnell müde und muss sich legen.
Jede Kleinigkeit strengt sie sehr an. Dafür ist das Blutbild in Ordnung, allerdings kann sie immer noch nicht richtig essen. Sie mag einfach nicht. Und sie liegt immer noch am liebsten im Bett.

Dienstag, 4. März 2008

Tag einhundertfünfundvierzig

Mutter hört sich schon wieder viel besser an, obwohl sie am liebsten immer noch im Bett liegen bleiben würde, da geht es ihr am besten. Einmal muss sie die Chemo noch überstehen, dann hört das endlich auf.

Montag, 3. März 2008

Tag einhundertvierundvierzig

Mutters Blutbild ins in Ordnung, sie kommt grad aus dem Krankenhaus. Doch leider geht es ihr immer noch nicht gut, sie ist so schlapp, ihr ist so schwindelig, sie kann teilweise kaum laufen, muss sich überall aufstüten und die Treppe zu Hause kommt sie kaum mehr rauf.

Im Krankenhaus sagte man jedoch, das sei alles "normal", dies seien bekannte Nebenwirkungen. Mutter muss es einfach nur aushalten. Wenn es nur nicht so schwer wäre.

Sonntag, 2. März 2008

Tag einhundertdreiundvierzig

Heute geht es Mutter wieder etwas besser. Sie konnte wieder was essen und hat auch alles drin behalten. Aber schwach ist sie immer noch und kann nur wenige Minuten aufbleiben. Wenn sie zu lange sitzt, dann schmerzt ihr der Rücken zu sehr. Sie kann sich auch so schlecht an Dinge erinnern. Aber Hauptsache es geht ihr wieder besser. Wir hoffen es bleibt so. Bis zur nächsten Chemo.

Samstag, 1. März 2008

Tag einhundertzweiundvierzig

Mutters Zustand ist unverändert. Sie will fast nichts essen und möchte nur ihre Ruhe haben. Knochenschmerzen hat sie auch wieder, aber da helfen zum Glück ihre Tabletten. Zur Blutwertkontrolle gestern konnte sie auch nicht, weil sie einfach zu schwach war. Sie will bis Montag abwarten. Jeder Tag ist ein neuer Berg, den sie erklimmen muss.

Freitag, 29. Februar 2008

Tag einhunderteinundvierzig

Mutter geht es immer noch nicht besser, sie kann kaum was bei sich behalten und will nur in ihrem Bett liegen und möglichst schlafen. Wir hoffen alle, dass diese schreckliche Zeit bald vorbei ist.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Tag einhundertvierzig

Mutter ist erschöpft und müde, sie hat keine Knochenschmerzen mehr, aber es geht ihr dennoch nicht gut. Am wohlsten fühlte sie sich im Bett, sie will am liebsten gar nicht mehr aufstehen, nur liegen und schlafen. Solange sie liegt, geht es ihr gut. Sie hatte so einen Appetit auf Käsekuchen, doch leider hat sie ihn nicht bei sich behalten können. Jetzt möchte sie sich einfach nur legen und schlafen.

Mittwoch, 27. Februar 2008

Tag einhundertneununddreißig

Mutter geht es erneut schlecht, wieder Knochenschmerzen, wieder Kopfschmerzen, wieder ein elendiges Gefühl.
Sie liegt im Bett und versucht zu schlafen. Wir hoffen, dass es bald vorbei ist. Und dann noch eine Chemo und dann Bestrahlung. Es ist ein harter Weg.

Dienstag, 26. Februar 2008

Tag einhundertachtunddreißig

Mutter geht es wieder besser, sogar ihr Blutbild ist in Ordnung. Sie ist wieder zuversichtlich. Es ist ein auf und ab. Aber so ist es nunmal. Nur noch eine Chemo.

Montag, 25. Februar 2008

Tag einhundertsiebenunddreißig

Mutter geht es gar nicht gut, sie hat Angst, sobald sie alleine ist, wenn Vater mal einkaufen fährt, sie hat starke Knochenschmerzen und ist auch völlig durcheinander. Der einzige Gedanke, der sie aufrecht hält ist, dass es bald vorbei geht. Sie will es nur überstehen. Es soll endlich vorüber gehen.

Sonntag, 24. Februar 2008

Tag einhundertsechsunddreißg

Die Nebenwirkungen der Chemo haben wieder voll zugeschlagen, Mutter hat Knochenschmerzen und weiß nicht wohin mit sich selber. Sie liegt im Bett und leidet und hofft einfach nur, es möge vorüber gehen.

Samstag, 23. Februar 2008

Tag einhundertfünfunddreißig

Mutter geht es noch immer recht gut nach der letzten Chemo, obwohl sie sich heute übergeben mußte. Sie hatte solchen Appetit auf Käsekuchen gehabt, da hat sie sich welchen gekauft. Der kam aber leider schnurstracks wieder hoch. Ihr ist aber zum Glück nicht schlecht, sie ist nur wieder unheimlich schlapp, als ob sie im Steinbruch geschuftet hätte.

Freitag, 22. Februar 2008

Tag einhundertvierunddreißig

Mutter geht es erstaunlich gut, sie ist froh, dass die Nebenwirkungen nicht so schrecklich sind, wie die Ärzte sie als durchaus möglich geschildert haben. Sie war heute sogar einkaufen, hat aber merklich geschwankt, was zwei Männer im Supermarkt zu der Bemerkung veranlasste, so alt und dann Morgens schon betrunken. Mutter hat aber so schlagfertig reagiert, dass die Bedienung hinter der Theke laut lachen musste, sie ist eingeweiht in ihre Krankheit. Das funktioniert also noch bestens!!

Donnerstag, 21. Februar 2008

Tag einhundertdreiunddreißig

Mutters Blutwerte waren wieder in Ordnung, sie hat diese neue Art der Chemo gut vertragen, war schon recht früh aus dem Krankenhaus wieder zu Hause. Es geht ihr Recht gut und sie hofft, dass dies noch lange anhält und die letzte Chemo auch so ist.

Jedenfalls hört sie sich recht gut an und die Ärztinnen heute seien auch sehr zuversichtlich gewesen, das alles macht ihr Hoffnung. Uns uns natürlich auch. Wir hoffen sehr.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Tag einhundertzweiunddreißig

Einen Tag vor der Chemo, sie hat furchtbare Kopfschmerzen wegen der Medikamente gegen die Nebenwirkungen. Ach wäre doch alles schon vorbei, sie möchte nur, dass endlich alles vorbei ist.

Dienstag, 19. Februar 2008

Tag einhunderteinunddreißig

Mutter geht es etwas besser. Aber nur etwas. Sie ist so erschöpft, so furchtbar erschöpft. Jetzt geht sie einkaufen, sie freut sich, dass sie es wieder kann.

Montag, 18. Februar 2008

Tag einhundertdreißig

Mutter geht es unverändert. Ihr Blut ist etwas besser geworden, wenn es so bleibt, kann am Donnerstag die vierte Chemo folgen. Sie ist sehr erschöpft und niedergeschlagen. Hoffentlich wird die kommende Chemo nicht so furchtbar schlimm.

Sonntag, 17. Februar 2008

Tag einhundertneunundzwanzig

Mutter hörte sich ziemlich gut an heute. Körperlich ist alles unverändert aber man merkt ihr deutlich an, wie schwer ihr diese Krankheit auch seelisch zur Last fällt. Als Rentnerin hat sie nicht viel Abwechslung durch Arbeit oder andere Termine. Aber zumindest war heute ihre Krankheit zum ersten Mal kein Thema am Telefon.

Samstag, 16. Februar 2008

Tag einhundertachtundzwanzig

Mutter geht es gar nicht gut. Sie hat nichts körperliches, es geht ihr einfach nicht gut. Sie schleppt sich durch den Tag und versucht, damit klar zu kommen. Es ist wirklich nicht leicht. Mutter hat es nicht leicht.

Freitag, 15. Februar 2008

Tag einhundertsiebenundzwanzig

Mutter geht es eigentlich ganz gut. Die Chemo ist ja aufgeschoben, so kann sie sich noch weiter erholen. Und die vielen Tabletten, die sie nehmen soll, die will sie nicht. Sie will so da durch kommen. Ohne die Pillen. Und zur Blutuntersuchung heute will sie auch nicht.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Tag einhundertsechsundzwanzig

Die Chemo musste verschoben werden, das Blutbild ist zu schlecht. Jetzt findet sie erst nächsten Donnerstag statt, so das Blut wieder besser ist. Mutter ist das gar nicht unrecht, so hat sie noch eine weitere Verschnaufpause. Denn heute kommt Ski und sie guckt doch so gerne Wintersport.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Tag einhundertfünfundzwanzig

Mutter ist unendlich müde, sie schafft fast gar nichts mehr, das macht ihr schwer zu schaffen, damit mag sie sich nicht abfinden. Die Schwestern im Krankenhaus, bei der Blutkontrolle, trösten sie immer. Das ginge fast allen so. Aber sie hadert dennoch damit. Morgen die vierte Chemo, heute abend muss sie schon Medikamente gegen die Nebenwirkungen nehmen. Hätte sie diese Chemo doch nur schon hinter sich!

Dienstag, 12. Februar 2008

Tag einhundertvierundzwanzig

Mutter geht es eigentlich recht gut. Die Chemo ist um einen Tag verschoben, so kann sie sich noch etwas ausruhen.

Montag, 11. Februar 2008

Tag einhundertdreiundzwanzig

Heute Morgen ging es Mutter noch immer nicht gut, aber das legte sich gegen Mittag und am Nachmittag war sie sogar mit Vater und den Hunden in der Heide spazieren.

Es ist alles mehr oder weniger ein Auf und Ab. Mutter kämpft tapfer. Mittwoch geht es weiter.

Sonntag, 10. Februar 2008

Tag einhundertzweiundzwanzig

Heute geht es wieder schlechter, Mutter ist traurig, gestern war sie doch so gut drauf und nun das. Es ist ein ständiges auf und ab. Sie fühlt sich durcheinander, kriegt schlecht Luft, ist ständig müde. Und nun noch die nächste Chemo. Aber Mutter will es schaffen.

Samstag, 9. Februar 2008

Tag einhunderteinundzwanzig

Mutter ist glücklich. Wirklich. Sie war heute sogar alleine einkaufen, am Morgen, ohne Vater, ganz langsam, hat alles gefunden, ihr ging es gut dabei. Und nun ist sie glücklich. Es geht alles noch. Zweimal diese entsetzliche Chemo noch überstehen, dann kann sie so viel einkaufen, wie sie will.

Daran hält sie sich jetzt fest. Das macht sie richtig glücklich.

Freitag, 8. Februar 2008

Tag einhundertzwanzig

Was sind wir froh!! Mutter geht es wieder besser!! Noch zweimal Chemo und sie hat diesen Teil der Behandlung überstanden. Dann folgt die Bestrahlung. Heute im Wartezimmer, sie war zur Blutkontrolle, haben ihr die anderen Patientinnen gesagt, als sie sie Anfang der Woche gesehen hätten, hätten sie keinen Pfifferling mehr auf sie gegeben, so erbärmlich habe sie ausgesehen, heute sei sie ja wieder wie neu!!

Was sind wir alle froh!!

Donnerstag, 7. Februar 2008

Tag einhundertneunzehn

Heute ist Mutter zum Glück ziemlich zufrieden mit sich. Ihr war nicht schwindelig und sie konnte klar gucken. Sie hat es morgens noch langsamer angehen lassen und sich fast nur Ruhe gegönnt. Beim Essenmachen setzt sie sich hin und versucht eben alle kleinsten Anstrengungen zu vermeiden. Wenn es so besser geht, dann freuen wir uns mit ihr. Aber sie hat eine Heidenangst vor der nächsten Chemo in einer Woche.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Tag einhundertachtzehn

Nein, Mutter geht es gar nicht gut. Die Nebenwirkungen sind so schrecklich und sie leidet sehr darunter. Nasenbluten, Durchfall, ständig muss sie auf die Toilette, alles fällt ihr schwer. Es geht ihr wirklich nicht gut. Wenn doch schon alles vorbei wäre.

Dienstag, 5. Februar 2008

Tag einhundertsiebzehn

Mutter hatte heute Morgen ganz furchtbares Nasenbluten gehabt, es hörte nicht auf und so sind sie ins Krankenhaus gefahren. Dort bekam Mutter schlimme Gleichgewichtsstörungen, sah alles schief und musste sich legen.

Nun ist sie wieder zu Hause, fühlt sich ein wenig besser. Und sie hat festgestellt, dass ihre Haut metallisch riecht. Das sei aber normal, hat man ihr gesagt. Doch Mutter kann sich nicht mehr riechen.

Sie hofft nur, dass es bald vorbei ist.

Montag, 4. Februar 2008

Tag einhundertsechzehn

Mutter ist erschöpft, müde, aber es geht ihr langsam langsam etwas besser. Diese Knochenschmerzen sind so entsetzlich, sie muss so viele Medikamente nehmen. Aber wenigstens kann sie jetzt Nachts ohne Schmerzen schlafen. Die nächsten beiden Chemos sollen noch etwas heftiger sein, man hat die Zusammensetzung geändert. Sie wünschte, das läge alles schon hinter ihr.

Sonntag, 3. Februar 2008

Tag einhundertfünfzehn

Wenn Mutter denkt, es ginge ihr besser und sie hoffnungsvoll aufsteht, um nur wenige alltägliche Dinge zu erledigen, dann ist sie leider nach kürzester Zeit schon wieder total daneben und erschöpft. Erst wenn sie sich ausgeruht und geschlafen hat, dann geht es ihr wieder etwas besser. Doch trotz der starken Einschränkungen ist sie heute guter Dinge. Post von lieben Bekannten tut ihr besonders gut, dann hört sie sich gleich viel besser an. Und so geht es weiter, Schrittchen für Schrittchen.

Samstag, 2. Februar 2008

Tag einhundertvierzehn

Heute sind die Enkelkinder wieder abgefahren. Mutter hat den Abschied ziemlich gut überstanden. Sie hat die meiste Zeit geschlafen. Die Nachbarin hat nach ihr geschaut, während Vater die Kinder zum Flughafen gebracht hat. Aber Mutter fühlt sich leider immer noch nicht besser. Sie kann im Moment auch nicht kochen oder wenigstens Kleinigkeiten im Haushalt erledigen. Am liebsten liegt sie nur im Bett. Es geht halt nicht anders.

Freitag, 1. Februar 2008

Tag einhundertdreizehn

Mutter fühlt sich als ob ihr Körper nicht zu ihr gehören würde. Sie steht immer neben sich und ist leider auch ziemlich durcheinander. Sie merkt auch wie sie zunehmend an Kraft verliert, aber auch das sei normal hat man ihr heute nochmals im Krankenhaus bei der Blutwertkontrolle gesagt. Sie brauchte auch wieder eine Spritze, um die Blutwerte zu verbessern.

Leider fliegen ihre Enkelkinder morgen wieder nach Hause und das macht sie nochmal so traurig. Wir werden sehen wie es weiter geht. Es gibt keinen anderen Weg für Mutter.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Tag einhundertzwölf

Es geht nur in ganz ganz kleinen Schritten voran. Mutter geht es insgesamt nicht gut. Der zweite Teil der Chemo, also Nr. 4 bis 6, ist auch härter, hat man ihr gesagt, also eine andere, schlimmerere Substanz. Diesmal kein Cocktail, sondern nur eine.

Sie hat es wirklich nicht leicht. Wären ihre Enkelinnen nicht da, ginge es ihr noch schlimmer.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Tag einhundertelf

Langsam, ganz langsam bessert sich der Zustand. Die schlimmsten Nebenwirkungen sind die Knochenschmerzen. Zwei Mal noch, dann hat Mutter diese Tortour überstanden.

Dienstag, 29. Januar 2008

Tag einhundertzehn

Heute Morgen ging es Mutter sehr schlecht. Dank der Tabletten, die sie mitbekommen hat, geht es nun etwas besser. Sie hofft einfach nur, dass das bald vorbei ist. Wir hoffen es ebenso.

Montag, 28. Januar 2008

Tag einhundertneun

Mutter geht es gar nicht gut, sie hat arge Knochenschmerzen. Sie liegt im Bett und hofft nur eins, es möge bald vorbei gehen.

Sonntag, 27. Januar 2008

Tag einhundertacht

Heute geht es wieder etwas besser. Mutter hat Schmerztabletten genommen, die sie mitbekommen hatte nach der letzten Chemo, aber sie sagt, nachdem sie die Risiken der Tabletten gelesen hätte, wollte sie erst keine nehmen. Erst als sie die Knochenschmerzen nicht mehr aushalten konnte war ihr das dann doch egal.

Sie hat aber dennoch viel Freude an ihren Enkelinnen, die sich ganz lieb um sie kümmern und sie viel in den Arm nehmen. Das ist wohl mit die beste Medizin. Die Anwesenheit der Kinder hält sie ziemlich aufrecht und das gibt ihr Kraft zum Weiterkämpfen.

Samstag, 26. Januar 2008

Tag einhundertsieben

Die Nebenwirkungen haben angefangen, elendige Knochenschmerzen. Aber Mutter hält sich aber tapfer, alleine schon weil ihre Enkelinnen da sind. Aber sie leidet doch sehr, zwei Mal noch, dann hat sie diese Phase erstmal überstanden.

Freitag, 25. Januar 2008

Tag einhundertsechs

Mutter geht es gut. Ihr scheint die Fernsehkur mit der jüngeren Enkelin gut zu tun, die beiden schauen den Fernseher leer. Bald hat sie die Chemo überstanden, nur noch zwei mal. Aber jetzt sind ja erstmal ihre Enkelinnen da. Ein großer Trost!

Donnerstag, 24. Januar 2008

Tag einhundertfünf

Mutter geht es gut, ihre Enkelinnen sind da. Sie hat die 4. Chemo gut überstanden und Dank der neuen Medikamente die Nebenwirkungen ebenso. Wir hoffen alle, das hält noch ein wenig an.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Tag einhundertvier

Heute war Mutters 4. Chemo. Sie hat ein spezielles Mittel bekommen, damit die Nebenwirkungen nicht so schlimm werden. Sie ist sehr zuversichtlich und unendlich glücklich, ihre Enkeltöchter da zu haben. Sie fühlt sich sogar sehr wohl, alle Blutwerte sind gut und sie hat selbst noch die Engerie zu kochen. Glücksgefühle verleihen bekanntlich so etwas wie Flügel. Wir gönnen es ihr von ganzem Herzen.

Dienstag, 22. Januar 2008

Tag einhundertdrei

Mutter geht es hervorragend, ihre Enkeltöchter sind da, sie schaut mit einer von ihnen Krimi und das tut ihr nur gut! Morgen muss sie zur 4. Chemo, das hat sie schon fast vergessen, so froh ist sie darüber, das ihre Enkelinnen aus Bahrain da sind.

Montag, 21. Januar 2008

Tag einhundertzwei

Mutter geht es nach wie vor gut, das ist sehr erfreulich. Sie wartet sehnlichst darauf, alles hinter sich zu haben.

Sonntag, 20. Januar 2008

Tag einhunderteins

Mutter geht es richtiggehend gut. Die Blutwerte sind in Ordnung, ihr ist nicht schlecht, sie fühlt sich wohl, hat ihr Zimmer umgeräumt und freut sich nun auf ihre Enkeltöchter. Mittwoch ist die nächste Chemo und sie hofft, dass sie die gut übersteht.

Samstag, 19. Januar 2008

Tag einhundert

Mutter geht es gut, sie wartet auf ihre Enkeltöchter, leider ist dann aber auch die nächste Chemo. Aber das wird schon, ihre Blutwerte sind so gut, dass sie hofft, dass es diesmal leichter wird.

Freitag, 18. Januar 2008

Tag neunundneunzig

Mutter geht es gut! Ihre Blutwerte sind gut, ihr Befinden ist gut. Sie fühlt sich wohl. Trotz der Nebenwirkungen verträgt sie die Chemo gut. Noch drei Mal, dann hat sie diese Phase überstanden.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Tag achtundneunzig

Die Lage ist unverändert, Mutter wartet auf die nächste Chemo und hofft, sie gut zu überstehen.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Tag siebenundneunzig

Mutter ist gut drauf, ihre Blutwertre sind nicht so berauschend, abrer es geht ihr ganz gut.

Dienstag kommen ihre Enkeltöchter. Wir werden sehen, was es gibt.

Dienstag, 15. Januar 2008

Tag sechsundneunzig

Mutter fühlt sich gut, doch die Blutwerte sind schlecht. Sie bekommt Spritzen und muss morgen früh schon wieder zur Kontrolle. Das passt ihr natürlich gar nicht, diese elendige Fahrerei. Aber es geht nicht anderes, sie muss ihr Blut untersuchen lassen.

Nächste Woche ist die vierte Chemo, sie denkt mit Schrecken daran.

Montag, 14. Januar 2008

Tag fünfundneunzig

Mutter ist furchbar schlapp und müde. Sie hat das Gefühl, sie wird immer schlapper. Doch das sei normal, sagt die Brustschwester. Wie gut, dass es Fernsehen gibt, so kann sie sich ein wenig die Zeit vertreiben.

Sonntag, 13. Januar 2008

Tag vierundneunzig

Mutter ist mit sich zufrieden, sie hat keine Schmerzen, ist guter Dinge und guckt Biathlon, das gefällt ihr doch so gut. Drei Chemos hat sie noch vor sich, daran muss sie immer wieder denken. Und an die Nebenwirkungen, die so schrecklich sind. Aber sie hörte sich richtig gut an, aufgeräumt. Nur dass sie so schlapp ist, das macht ihr zu schaffen. Aber so ist es nun mal. Sie kämpft gegen eine schwere Krankheit an. Da soll sie wohl schlapp sein.

Samstag, 12. Januar 2008

Tag dreiundneunzig

Es geht langsam besser, je länger die Chemo zurück liegt, so ist es ja immer. Drei mal hat sie noch vor sich, drei mal dieses furchtbare auf und ab. Auch wenn sie es jetzt kennt, so fürchtet sie sich doch sehr. Jedesmal wieder.

Aber sie will es durchstehen. Heute jedenfalls ging es ihr recht gut.

Freitag, 11. Januar 2008

Tag zweiundneunzig

Mutter geht es so lala, dafür ist ihr Blutbild gut. Sie erholt sich langsam von dieser Chemo, es ist ja jedesmal das gleiche, sie weiß selber, sie muss da durch, es hilft ja nix. Sie will es auch schaffen, es ist nur jedesmal so furchtbar beschwerlich und auch entmutigend, wenn sie mitten in den Nebenwirkungen ist.

Bald jedoch kommen ihre Enkeltöchter zu Besuch, das lenkt sie sehr ab und sie freut sich riesig. Dass genau dann ihre 4. Chemo ist macht ihr Sorgen, aber vielleicht hilft es ihr ja auch.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Tag einundneunzig

Mutter geht es langsam besser, sie ist nur so unendlich schlapp, sie könnte nur eins, schlafen, schlafen und nochmal schlafen. Die Brustschwester, so heißt eine speziell ausgebildete Krankenschwester, die die Krebspatientinnen individuell betreut, hat ihr gesagt, sie solle es einfach zulassen. Das fällt ihr aber so schwer, einsehen, dass sie sehr krank ist, auch wenn sie es an den Nebenwirkungen der Chemo nun wahrlich zu spüren bekommt.

Aber wenigstens geht es ihr jetzt besser. Nur essen kann sie noch nicht, aber das ist ihr egal.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Tag neunzig

Der Schwindel hält unvermindert an. Doch sonst ist alles in Ordnung, sie war beim Arzt und hat die Blutwerte kontrollieren lassen, alles im grünen Bereich. Der Arzt sagt ihr auch, dass die Nebenwirkungen etwas zunehmen könnten und länger anhalten, aber sie habe ja nur noch drei vor sich, das sei zu schaffen. Diesmal bekomme sie ein neues Präparat, wieder mit so unausprechlichen Namen.

Drei Mal noch, dann ist diese Etappe geschafft.

Dienstag, 8. Januar 2008

Tag neunundachtzig

Mutter geht es sehr schlecht. Diese Nebenwirkungen sind doch furchtbar schlimm für sie, extreme Schwindelgefühle, Übelkeit, sie liegt nur im Bett, sieht alles verschwommen, es geht ihr gar nicht gut.

Und wir sind so weit weg und können ihr gar nicht richtig helfen, das ist schon manchmal wirklich nicht leicht zu ertragen.

Montag, 7. Januar 2008

Tag achtundachtzig

Mutter ist furchtbar schwindelig, also das sind immer noch diese Nebenwirkungen. Sie kann gar nicht lange telefonieren, muss sich gleich wieder legen. Sie hofft, dass das bald vorbei ist.

Aber wenigstens hat sie keine Rückenschmerzen mehr.

Sonntag, 6. Januar 2008

Tag siebenundachtzig

Nach zwei sehr schlechten Tagen wegen den Chemo Nebenwirkungen geht es Mutter heute zum Glück ein wenig besser. Diese Übelkeit und der Schwindel werfen sie immer ganz aus der Bahn. Dann möchte sie nur in ihrem Zimmer ganz in Ruhe gelassen werden und sich unter der Decke verkriechen, um darauf zu warten bis es vorbei geht. Schlimmer wird es, wenn sie dabei auch noch grübelt, denn es ist unmöglich, an was Positives zu denken. Jetzt hoffen wir, daß es wieder bergauf geht. Bis zur nächsten Chemo halt.

Samstag, 5. Januar 2008

Tag sechsundachtzig

Leider fühlt sich Mutter gar nicht gut. Die Chemo schlägt gerade richtig an. Sie ist selbst zu schwach, um ihren geliebten Langlaufwettkampf im Fernsehen zu gucken. Meine Schwester mußte auch wieder nach Hause fahren. Wir Kinder wohnen einfach zu weit weg, um mal eben vorbei zu fahren oder sie für ein paar Stunden zu besuchen. Sie will eigentlich auch nur ihre Ruhe haben. Obwohl die Blutwerte ganz gut waren bei der gestrigen Kontrolle, fühlt sie sich unendlich schlapp und hundeelend. Hinzu kommt, daß man so gar nichts für Mutter tun kann. Das ist alles unendlich traurig.

Freitag, 4. Januar 2008

Tag fünfundachtzig

Gestern Nacht hatte Mutter eine schlimme Panikattacke mit Angstzuständen und es ging ihr wirklich gar nicht gut. Auch solche Nebenwirkungen sind neben den Schmerzen leider nicht ungewönlich nach einer Chemo. Zum Glück konnte sie meine Schwester wieder schnell beruhigen und am Morgen ging es ihr dann wieder etwas besser. Aber sie darf natürlich nicht alleine bleiben. Nach nicht ganz 48 Stunden nach jeder Chemo geht es ihr leider immer schlecht, aber auch daran gewöhnt man sich, denn nach zwei weiteren Tagen geht es dann wieder besser. Es bleibt ein ständiges Auf und Ab.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Tag vierundachtzig

Dank der Medikamente, die Mutter nach der gestrigen Chemo erhalten hat, geht es ihr ziemlich gut. Keine Übelkeit und keine Schmerzen bis jetzt. Die Krankenschwester war sehr zuversichtlich, daß Mutter die Chemos gut überstehen wird und vor allem, daß sie ihr helfen werden, die krebsbefallenen Lymphknoten zu befreien. Jetzt muss sie nur alle zwei Tage zur Blutwertkontrolle.

Wenn die Blutwerte nicht gut genug sind, bekommt sie Spritzen, die nachhelfen sollen, dies zu beheben. Und wenn das nicht klappt, dann bekommt der Patient eine Blutinfusion. All diese Informationen verwirren Mutter etwas, was passiert wenn und wieso, aber langsam reagiert sie nicht mehr so geschockt darauf. Sie ist nicht mehr so verzweifelt. Das ist gut, denn sie ist mittlerweile etwas beruhigter und wir auch.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Tag dreiundachtzig

Mutter hat ihre dritte Chemo zum Glück wieder gut überstanden. Die Krankenschwester in der Tagesklinik ist ganz begeistert, wie gut das bei Mutter klappt während der Behandlung. Keine Übelkeit oder Schmerzen. Ihre Blutwerte sind aber leider nicht so berauschend, jedoch noch im Grenzbereich. Das bedeutet, Mutter ist immer sehr schlapp und ständig müde. Doch auch das sei normal. Die Nebenwirkungen werden aber leider auch nach dieser Chemo kommen. Besonders die Rückenschmerzen machen ihr so zu schaffen. Dafür hat Mutter aber Medikamente mitbekommen, denn diese Chemo hat sie ja ambulant machen lassen. Nachmittags konnte sie schon wieder nach Hause.

Meine Schwester, die ihre Hunde über Neujahr zu den Eltern gebracht hatte, ist heute auch zu Besuch gekommen. Sie wird für ein paar Tage bleiben, damit Mutter etwas Ablenkung hat und mal wieder jemanden, der sich um sie kümmert, besonders nach der Chemo. Das tut aber eigentlich auch beiden Eltern sehr gut.

Dienstag, 1. Januar 2008

Tag zweiundachtzig

Am Morgen ging es Mutter nicht so gut. Übelkeit und Schwindel, aber nachdem sie sich hingelegt hatte hörte sie sich schon viel besser an. Für das neue Jahr wünscht sie sich nur Gesundheit. Das wünschen wir ihr auch alle von Herzen.

Morgen ist der Termin für ihre dritte Chemo. Aber zuerst wird das Blutbild überprüft. Danach wird es ihr aber leider erst mal wieder schlechter gehen. So eine Behandlung kostet viel Kraft. Auch das wünschen wir ihr sehr. Viel Kraft.

Montag, 31. Dezember 2007

Tag einundachtzig

Heute bringt meine Schwester ihre zwei lieben Hunde für ein paar Tage zu den Eltern. Beide sind absolute Schmuser und schlafen am liebsten bei Mutter unter der Decke. Dann hat Mutter viel anhängliche Wärme, das wird ihr gut tun. Muxi, ein Schnautzermischling, weicht ihr dann am liebsten nicht mehr von der Seite und somit hat sie immer jemanden bei sich. Ihre eigenen zwei Hunde sind viel zu groß dafür und machen am liebsten lange Spaziergänge im Wald. Doch da ist Mutter leider schon lange nicht mehr mitgegangen. Und das wird wohl auch noch eine lange Zeit dauern, bis sie das hoffentlich irgendwann wieder einmal kann.

Sonntag, 30. Dezember 2007

Tag achtzig

Heute hatte Mutter Besuch von einer lieben Freundin, die sie etwas aufrichten konnte. Sie bekommt nicht oft Besuch. Aber wenn sie Besuch bekommt von jemanden, den sie sehr mag, dann tut ihr das richtig gut. Sie wohnt aber erst seit fünf Jahren an diesem Ort und hat nicht viele Freunde machen können. Die alten Freunde können nur anrufen, denn die wohnen 6 Autostunden weit weg. Manchmal grübelt Mutter nun auch, ob es eine weise Entscheidung war, im Alter noch an einen ganz anderen Ort zu ziehen, auch wenn der sehr malerisch ist.

Am frühen Abend hat sie dann noch Kartoffelsalat mit Würstchen gemacht und danach war sie ziemlich erschöpft. An einen normalen Tag wie früher ist noch lange nicht zu denken. Hauptsache es geht weiter, irgendwie.

Samstag, 29. Dezember 2007

Tag neunundsiebzig

Mutter geht es nicht so besonders. Sie hat das Gefühl, als ob sie immerzu sehr schlapp sei. Sie hat gar keine Energie und möchte am liebsten immer wieder schlafen. Aber sie zwingt sich aufzustehen, damit sie ein wenig Bewegung hat.

Heute guckt sie Skilaufen im Fernsehen. Mutter schaut sich gerne Sport an, besonders Ski- und Radrennen. Dann kommt sie endlich auf andere Gedanken.

Freitag, 28. Dezember 2007

Tag achtundsiebzig

Mutter ist immer noch so schlapp. Nach jeder kleinsten Arbeit muss sie sich hinlegen und dann schläft sie tief und fest. Auf der einen Seite ist sie froh darüber und auf der anderen Seite deprimiert es sie auch weil sie nicht mehr selber alleine zurecht kommen kann. Auch der Schwindel ist zwischendurch immer mal wieder da. Das seien die Nebenwirkungen von der letzten Chemo und die nächste Behandlung ist auch nicht mehr so lange hin. Hoffentlich wird das nicht schlimmer. Wir hoffen mit Mutter.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Tag siebenundsiebzig

Mutter hat zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein richtiges Essen gekocht. Sie muss nur dazwischen öfter Pausen einlegen, dann geht es schon. Besuch hatte sie auch, von einer Nachbarin. Aber das strengt sie etwas an, denn sie interessiert sich im Moment nicht viel für neue Themen. Ihre Krankheit bestimmt eben auch ihre Gedanken und Interessen. Was sie früher vielleicht interessiert hätte, ist heute gar nicht mehr so wichtig. Themen des Lebens bekommen ein anderes Gewicht. Alles ändert sich. Aber es geht weiter. Schritt für Schritt ein wenig Normalität, das ist schon viel bei so einer Krankheit.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Tag sechsundsiebzig

Mutter ist mit sich ganz zufrieden, sagt sie. Nur ein wenig Knochenschmerzen. Aber sonst geht es. Sie hofft so sehr, dass sie die Krankheit übersteht. Am 2. Januar ist die nächste Chemo, ihr ist nicht mehr bange davor, aber sie weiß doch, es wird wieder hart. Aber sie will kämpfen.

Heute hat sie sogar gekocht und mit Vaters Hilfe die Betten gemacht. Danach war sie aber wieder sehr müde. Sie ist immer sofort müde. Doch damit hat sie sich abgefunden, der Arzt hat gesagt, sie solle nur noch das machen, was ihr gut tut. Das will sie jetzt tun.

Sie braucht viel Kraft für diesen Kampf.

Dienstag, 25. Dezember 2007

Tag fünfundsiebzig

Mutter geht es gar nicht gut, Schwester ist wieder geflogen, sie ist so traurig. Schwester war so eine Hilfe, die fehlt ihr so. Jetzt fallen ihr die Kreuzschmerzen so schwer.

Alles fällt ihr schwer, so schwer. Jetzt will sie nur noch durchhalten.

Montag, 24. Dezember 2007

Tag vierundsiebzig

Mutter hat Knochenschmerzen, diese Spritze, die dafür sorgen soll, dass ihre Leukos wieder wachsen, verursacht nun mal Knochenschmerzen. Es geht ihr deswegen mehr so durchwachsen, sie muss es einfach aushalten. Heute wird Weihnachten gefeiert, meine Schwester kocht. Mutter denkt mit Schrecken daran, wenn Schwester morgen wieder nach Hause fliegt. Sie ist eben doch eine große Hilfe. Aber ich fahre ja am 2. Januar hin und bleibe auch ein paar Tage.

Vater ist oft überfordert, er ist nunmal auch schon 71.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Tag dreiundsiebzig

Mutters Blutwerte sind wieder ok, sie fühlt sich auch gut. Im Krankenhaus hat sich der Arzt eine halbe Stunde Zeit für sie genommen und ihr das mit den Leukos erklärt. Jedenfalls ist sie guter Dinge und genießt die Winterlandschaft in Gartow, dort ist alles voller Rauhreif und es sieht wunderbar aus. Auch Schwester genießt es, mal was anderes als Palmen.

Samstag, 22. Dezember 2007

Tag zweiundsiebzig

Blutkontrolle, wie jeden Tag, und wie jeden Tag durch die Winterlandschaft nach Salzwedel, 30 Kilometer, die Leukos viel zu niedrig, also eine Spritze, die irgendwas künstlich macht, wahrscheinlich Leukos, oder was auch immer, jedenfalls geht es Mutter nun gut. Sie waren auf dem Rückweg sogar noch auf einem Weihnachtsmarkt in Lüchow.

Morgen aber wieder Blutkontrolle. Wie gut, dass meine Schwester da ist, wie gut.

Freitag, 21. Dezember 2007

Tag einundsiebzig

Mutter geht es wieder ein wenig besser. So eine Chemo ist halt ein regelmäßiges auf und ab. Aber sie hört sich recht gut an, meine Schwester kümmert sich um alles, schmeißt den Haushalt und Mutter lässt sich ein wenig verwöhnen. Bis zum neuen Jahr hat sie erstmal Ruhe. Dann geht es wieder los.

Sechs Mal, dann hat sie es geschafft. Also diesen Teil. Sie ist zuversichtlich. Wir auch.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Tag siebzig

Mutter geht es so lala. Meine Schwester war heute mit ihr zur Blutuntersuchung. Die Leukos sind auf dem niedrigsten noch akzeptablen Stand. Aber soweit alles normal, wie es eben bei einer Chemo normal genannt wird. Sie ist sehr atemlos. Aber ansonsten geht es ihr recht gut. Den Umständen entsprechend.

Und ohne Haare, sagt meine Schwester, sieht sie gar nicht aus wie ein Monster, sondern wie ihr Bruder unser Onkel Manfred. Aber vielleicht findet sie das ja grad monsterhaft ;-))))

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Tag neunundsechzig

Was ist Mutter froh, dass sie zu Hause ist!! Und dass Schwester da ist. Sie hat kaum noch Nebenwirkungen, nur noch ein wenig schwindelig ist ihr. Es wird von Tag zu Tag besser. Jetzt wird erstmal Weihnachten gefeiert, mit meiner Schwester, die 20 Jahre kein Weihnachten mehr gefeiert hat. Sogar ein Bäumchen gibt es. Das schaue ich mir am 2. Januar an, wenn ich hinfahre.

Dann hat Mutter allerdings ihre dritte Chemo und dann ist erstmal mit der Herrlichkeit vorbei.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Tag achtundsechzig

Mutter ist so froh, endlich wieder zu Hause!! Meine Schwester kocht für sie, Vater ist also auch entlastet, und er ist nicht mehr so alleine zu Hause. Es geht alles seine geordneten Bahnen, was er so sehr braucht.

Am 2. Januar bekommt Mutter die 3. Chemo und ich werde da sein und kann mich um sie kümmern. Im April ist dann chemomäßig alles überstanden.

Und meine Schwester hat sogar weihnachtlich dekoriert, sie ist ja an Heilig Abend noch dort. Das ist wirklich gut, Mutter ist umsorgt, das ist uns allen wichtig.

Montag, 17. Dezember 2007

Tag siebenundsechzig

Heute ist Mutter nur schwindelig, das kommt immer nach den Knochenschmerzen und der Übelkeit. Zuerst schmerzen die Knochen ganz fürchterlich, dann ist ihr übel, aber ohne dass sie brechen müsste. Und dann ist das wie von Geisterhand weg und der Schwindel kommt.

Meine Schwester ist gelandet, morgen holt sie mit Vater unsere Mutter aus der Reha ab. Mutter ist so froh, dass diese Zeit endlich vorbei ist. Sie glaubt, dass sie die Chemo jetzt zu Hause aushalten kann. Denn nun hat sie keine Angst mehr davor, sie weiß, was sie erwartet.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Tag sechsundsechzig

Mutter geht es wieder besser, die Nebenwirkungen der Chemo lassen wieder nach und sie ist guter Dinge. Morgen kommt meine Schwester angeflogen, die sie über Weihnachten besucht, Mutter freut sich sehr. Sie fühlt sich von ihrer Familie gut bekümmert und dort gut aufgehoben und das merkt man ihr auch an. Sie wird jeden Tag von uns angerufen, sie kann sich austauschen, alles erzählen und das tut ihr auch sehr gut.

Am Dienstag wird sie entlassen. Jetzt weiß sie, wie die Chemo wirkt und kann es bestimmt auch zu Hause ertragen. Vier Mal hat sie noch vor sich, dann ist diese Etappe auch geschaft. Dann kommt die nächste, Schrittchen für Schrittchen.

Doch erstmal geht es ihr wieder besser.

Samstag, 15. Dezember 2007

Tag fünfundsechzig

Mutter geht es schlecht, Übelkeit, große Übelkeit, und jeder einzelne Knochen tut ihr weh. Aber die Übelkeit überwiegt.

Sie will in Ruhe gelassen werden. Es geht ihr nicht gut. Wirklich nicht .

Freitag, 14. Dezember 2007

Tag vierundsechzig

Mutter geht es entschieden besser, sie verträgt die Chemo recht gut, bis auf die zwei Tage danach, wo sie arge Knochenschmerzen hat. Und sie träumt schon wieder von ihrer Badewanne. Und ihrem Bett. Sie will es schaffen, sie hat sich fest vorgenommen es zu schaffen.

Dienstag kommt sie erstmal nach Hause.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Tag dreiundsechzig

Langsam, ganz ganz langsam geht es Mutter wieder besser. Sie kennt nun die Nebenwirkungen einer Chemo und weiß, was die nächsten vier Male auf sie zukommt. Essen kann sie nicht, allein der Gedanke an Essen verursacht ihr übelkeit. Und die Knochenschmerzen sind wieder da. Aber sie will kämpfen und durchhalten und den Krebs besiegen.

Jetzt wartet sie, dass diese Nebenwirkungen endlich wieder vorbeigehen. Das bedeutet dann ein paar Tage Ruhe, bis zur nächsten Chemo. Vier Mal noch, dann hat sie diesen Weg erstmal überstanden. Dann folgt der nächste.

Schrittchen für Schrittchen. Und es kommt ihr wirklich manchmal so vor, als seien es winzig kleine Schrittchen.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Tag zweiundsechzig

Heute hat Mutter leider wieder Knochenschmerzen. Und auch Verstopfung. Nebenwirkungen der Chemo. Zwei Tage ging es ihr trotz aller Befürchtungen sehr gut. Nun geht es ihr nicht so besonders, aber sie weiss, es wird vergehen. Doch wenn es ihr nicht so gut geht, hat sie natürlich mehr Angst, dass vielleicht doch nicht alles gut werden wird.

Sie möchte eigentlich einfach nur nach Hause, denn in der Reha gefällt es ihr immer weniger. An den Ärzten und Schwestern liegt es nicht, auch die Einrichtung sei sehr schön, aber sie hatte es sich anders vorgestellt. Sie ist froh, wenn sie endlich entlassen wird.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Tag einundsechzig

Heute hat Vater Geburtstag und war den ganzen Tag bei Mutter und es gab Kuchen und Pralinen und es geht ihr immer noch gut. Die Ärzte sind ganz angetan, dass sie die Chemo so gut verträgt. Sie ist auch sehr froh, denn sie hatte so eine Furcht vor Schmerzen.

Allwahrscheinlich kommt sie am 18. Dezember nach Hause. Auch darüber ist sie sehr froh.

Montag, 10. Dezember 2007

Tag sechzig

Mutter ist richtiggehend fröhlich, sie hat die Chemo so gut vertragen, die Ärztin hat sie über alles gelobt, wie gut sie doch mitmacht bei der Behandlung und dass sie sich keine Sorgen mache, das werde sie schon schaffen, alle sind guten Mutes.

Heute ist wieder ein Krimitag, sie liegt schon im Bett und wird sich nun alles anschauen, was nach Krimi aussieht. Und morgen früh, da geht sie ganz alleine schwimmen. Das Schwimmbad wird extra für sie und nur für alleine geöffnet.

Es geht ihr wirklich besser.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Tag neunundfünfzig

Morgen beginnt nun die zweite Chemo, sie ist recht zuversichtlich, es geht ihr auch ganz gut. Am meisten regt sie sich darüber auf, dass so viele alte Leute dort so hilflos sind. Und die Organisation dort, die läßt ihrer Meinung nach sehr zu wünschen übrig.

Aber es geht ihr nun doch langsam besser. Sie ist wirklich zuversichtlich.

Samstag, 8. Dezember 2007

Tag achtundfünfzig

Mutter geht es wieder gut genug, um die nächste Chemo zu starten. Anfang der Woche bekommt sie also die zweite Behandlung. Das sei wichtig, damit der Abstand nicht zu gross wird, sonst wirkt das nicht. Aber mittlerweile hat sie sich auch mental etwas erholt. Nur ihr schlechtes Aussehen und der kahlgeschorene Kopf jagen ihr noch selber einen Schrecken ein. Ihre Stimme hört sich dennoch recht gut an am Telefon und man kann sich gar nicht vorstellen, dass sie doch so krank ist.

Wenn das ganze nur nicht so lange dauern würde. Bis alle Behandlungen beendet sein werden, wird es fast schon wieder Sommer sein. Ein langer Weg mit Bangen und Hoffen.

Freitag, 7. Dezember 2007

Tag siebenundfünfzig

Mutter scheint sich ein wenig mehr eingelebt zu haben in der Reha. Sie hilft immer den älteren Patienten im Rollstuhl aus dem Fahrstuhl oder an ihre Essenstische. Doch angeblich solle sie das nicht tun, weil wenn etwas dabei passiert, dann könnte sie die Schuld dafür bekommen. Das kann sie nun gar nicht verstehen, weil sie doch so gerne hilft und bei dem Personalmangel auch bei solchen einfachen Dingen helfen könnte. Ausserdem scheint es sie auch aufzubauen, wenn sie sich ein wenig nützlich machen kann. So gibt es immer was zu erzählen und sie kann ihre eigene Krankheit gedanklich etwas in den Hintergrund schieben.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Tag sechsundfünfzig

Mutter ist hundemüde, sie hatte heute viele Anwendungen, sie ist von einer zur anderen gerannt, so kam es ihr vor. Jetzt liegt sie im Bett und ruht sich aus. Aber es geht ihr ein wenig besser. Gestern war sie bei einem Vortrag über die Entstehung von Krebs, der ihr sehr gut gefallen hat. Und heute kamen die "Neuen", es war ein Gewusel und sie hat geholfen. Sie gehört schon fast zum Personal!

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Tag fünfundfünfzig

Heute geht alles wieder ein wenig besser. Die Monstergefühle sind verblasst. Außerdem hat man ihr mitgeteilt, dass sie bis zum 18. Dezember bleiben muss. Tief atmend hat Mutter es akzeptiert.

Heute hat sie den Schwestern einen Kuchen geschenkt, weil sie so lieb waren, als sie fast durchdrehte nach dem Frisörbesuch.

Und jetzt geht sie einen Cappuchino trinken, weil sie keine Lust mehr hat alleine auf dem Zimmer zu sein.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Tag vierundfünfzig

Mutter war beim Frisör und hat sich alle Haare, die noch da waren, abrasieren lassen. Und war völlig entsetzt über sich selber und total am Ende und ließ sich kaum noch beruhigen. Sie schluchzte in einer Tour und nun geht es ihr langsam besser.

Und sie sieht so gut aus mit den "neuen" Haaren. Das findet sie ja auch selber, aber als die Haare dann ab waren, da war es dann doch ein Schock.

Montag, 3. Dezember 2007

Tag dreiundfünfzig

Heute ist kein schöner Tag, Mutter geht es nicht gut. Ihre Blutwerte sind im Keller und so wie es aussieht, kann die 2. Chemo erstmal nicht stattfinden. Sie ist niedergeschlagen. Sie will nach Hause. Sie hat massive Kreislaufprobleme. Heute hat sie hyperventiliert und ist umgekippt.

Ihr fällt alles so schwer. Und es ist auch schwer. Furchtbar schwer.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Tag zweiundfünfzig

Mutter hat eine furchtbare Erkältung, sie liegt im Bett und kann nix dagegen tun. Und langsam fallen ihr die Haare aus. Sie trägt schon die schöne Perücke, die sieht so gut aus, dass sie heute Morgen am Frühstückstisch gefragt worden ist, warum sie sich ihre Haare gefärbt hätte!

Doch sonst geht es ihr nicht grad gut. Nächste Woche kommt die zweite Chemo, sie fürchtet sich davor. Und sie fürchtet sich vor der Strahlentherapie. Und sie hofft, dass sie all das durchsteht.

Samstag, 1. Dezember 2007

Tag einundfünfzig

Mutters Handytelefonrechnung ist gekommen und sie ist sehr hoch. Ein paar längere Gespräche mit meiner Schwester im Ausland kosten doch mehr als erwartet. Mit dem zimmertelefon in der Reha und im Krankenhaus kann man nicht ins Ausland anrufen. In der Reha kann man sogar noch nicht mal vom Ausland angerufen werden. Also bleibt nur das Handy. Vielleicht noch billiger als Tickets, aber auf die Dauer zu teuer. Doch die Gespräche mit der Familie sind so wichtig und im Moment das Einzige, was Mutter aufrecht erhält. Besonders, wenn die Familie nicht die Möglichkeit hat, sie regelmäßig zu besuchen. Mutter fühlt sich nähmlich oft so alleine. Kontakt zu anderen Patienten mag sie nicht pflegen. Das ist ihr alles zu viel.

Wenn sie alleine ist hat sie auch mehr Zeit zum Grübeln. Aber Ablenkung wäre viel besser.

Freitag, 30. November 2007

Tag fünfzig

Heute geht es wieder so einigermaßen, Mutter sagt, sie muss sich damit abfinden, dass es an einem Tag gut ist, am nächsten schlecht. Es ist einfach so. Sie ist nun in ihrem Zimmer und guckt Ski, das gefällt ihr sehr. Dann fühlt sie sich fast wohl. Nur Essen kann sie immer noch nicht richtig, es will einfach nichts hinein. Eine Scheibe Brot und dann kann sie schon nicht mehr.

Aber jetzt guckt sie erstmal Skirennen. Das lenkt ab und tut ihr gut.

Donnerstag, 29. November 2007

Tag neunundvierzig

Heute geht es Mutter wieder etwas besser, die Nebenwirkungen der Chemo haben ein wenig nachgelassen. Es ist ein ständiges auf und ab. Und nun bleibt sie doch länger in der Reha, weil es so zu Hause ohne sofortige ärztliche Hilfe wirklich keinen Sinn hat, das hat sie jetzt akzeptiert.

Heute ist wieder Krimitag. Ihr Zimmer gefällt ihr gut, sie liegt im Bett und schaut fern. Ein wenig Ablenkung. Denn die Gedanken an den Krebs kommen ja nun immer wieder. Aber sie kann schon Scherze darüber machen.

Ihren Humor hat sie nicht verloren.

Mittwoch, 28. November 2007

Tag achtundvierzig

Das Warten auf den nächsten Chemotermin ist nicht leicht. Mutter sagt immer wieder, daß jetzt die nächste Chemo los ginge, die ein "härterer Hammer" werden soll. Auch wenn sie noch ein paar Tage Zeit hat, scheint die Wartezeit und die Angst vor schlimmeren Nebenwirkungen viel Kraft zu kosten und der Psyche ziemlich zuzusetzen.

Mein Vater fährt sie jeden zweiten Tag in der Reha besuchen und wir Kinder rufen sie jeden Tag an und reden lange mit ihr. Dann erzählt sie alles was passiert ist bis ins kleinste Detail. Erfahrungen teilen und reden sind jetzt so wichtig. Das Gefühl nicht alleine gelassen zu werden macht ihr Mut. Wir wollen hoffen, daß der reicht für die kommende Chemo.

Dienstag, 27. November 2007

Tag siebenundvierzig

Heute hatte Mutter ihren ersten Schwächeanfall, bedingt durch die Chemo, wie ihr die Ärztin sagte. Aber es geht ihr wieder gut, sie ist in ihrem schönen Zimmer und guckt fern. Und träumt davon, endlich nach Hause zu können, oder aber in das Krankenhaus in Salzwedel, dort hat es ihr viel viel besser gefallen. Aber es läßt sich aushalten, vor allem, wo sie so sehr umsorgt wird. Das tut ihrer Seele gut.

Montag, 26. November 2007

Tag sechsundvierzig

Mutter denkt schon an das Ende der Reha. Am 11.12. soll sie entlassen werden, wenn es ihr denn dann gut geht, dann am 7.12. ist die nächste Chemo. Sie ist aber sehr zuversichtlich, doch das werden wir sehen. Denn wer weiss, was noch alles kommt.

Jedenfalls hört sie sich wirklich irgendwie gut an.

Sonntag, 25. November 2007

Tag fünfundvierzig

Es ist Wochenende und Anwendungspause, aber es werden verschiedene Aktivitäten in der Reha angeboten, wie zum Beispiel Basteln. Aber als professionelle Berufsbastlerin ist das natürlich nicht anspruchsvoll genug für Mutter. Früher hätte sie dort das Ruder übernommen und alle Teilnehmer mit ihrer Kreativität verzaubert. Heute ist ihr das zu viel. Sie möchte eigentlich nur ihre Ruhe haben und sich zurückziehen, so oft es geht. Doch das geht nicht immer. Zum Glück, denn sich verkriechen ist bei Krebs keine gute Idee, hat ihr der Arzt gesagt, auch wenn man sich oft danach fühlt.

Samstag, 24. November 2007

Tag vierundvierzig

Heute hat die Schwester zu Mutter gesagt, sie habe den Krebs wohl angenommen. Ja, meinte sie, das stimmt. Sie hat ihn angenommen. Nun kann sie kämpfen. Sie hörte sich auch richtig gut an, irgendwie. Nun wirklich nicht fröhlich und glücklich, aber gut. Die Reha tut ihr doch gut. Sie sagt es selber. So sehr sie auch Anfangs gehadert hat, jetzt geht es ihr dort gut.

Das Essen ist abwechslungsreich und auf Krebspatienten abgestellt. Kein Schweinefleisch als Beispiel. Viel Gemüse. Viel Obst. Mutter gefällt es. Die Ernährungsberaterin gibt sich mit ihr solche Mühe, stellt ihr immer was zusammen. So liebevoll. "Ich werde hier richtiggehend verwöhnt!" sagte sie mir eben am Telefon.

Wie schön. Mutter, das hast Du auch verdient!!

Freitag, 23. November 2007

Tag dreiundvierzig

Mutter geht es zunehmend besser, sie fühlt sich wohl in ihrem Zimmer dort. Es ist ihr zwar alles zu viel Hektik und zu viel Stress und ständig diese Anwendungen, eine nach der anderen und man weiß gar nicht, wie man das alles unter einen Hut kriegen soll. Aber es tut ihr doch irgendwo gut.

Und die Schlacht am kalten Buffet, die lässt sich auch langsam ertragen.

Donnerstag, 22. November 2007

Tag zweiundvierzig

Mutter sagte heute, sie sei endlich psychisch besser drauf. Endlich. Als habe man sie aus einem Loch befreit. Vieles da in der Reha gefalle ihr nicht, aber sie müsse es ja mitmachen, sonst kriege die Krankenkasse Bescheid und abbrechen könne sie das auch nicht und irgendwie sei das alles nix für sie aber es gehe ihr trotzdem besser.

Sogar das Essen schmeckt.

Mittwoch, 21. November 2007

Tag einundvierzig

Es geht Mutter etwas besser, sie hat die doppelte Dosis von einem Medikament bekommen, was ihr den Schwindel nimmt, und sie hat sich ein wenig mit den Umständen dort versöhnt. Aber die Schlacht am Buffet, die dort jeden Tag dreimal statt findet, die findet sie so gräßlich wie zuvor.

Ihr gefällt das alles nicht. Dort gefällt es ihr nicht. Das Krankenhaus war schöner. Viel schöner. Wenn, dann möchte sie lieber ins Krankenhaus.

Diese Reha jedenfalls ist nicht ihr Ding.

Dienstag, 20. November 2007

Tag vierzig

Mutter ist in der Reha. Sie ist unglücklich. Es gefällt ihr gar nicht. So viele Menschen, und am Buffet schlagen sie sich ums Essen. Das ist nicht das, was sie sich vorgestellt hat. Am Tisch sitzt sie mit drei alten Frauen, die nur über Krankheiten reden.

Sie will dort weg. Eigentlich will sie dort nur weg.

Montag, 19. November 2007

Tag neununddreißig

Mutter geht es etwas besser. Sie hat immer noch Knochenschmerzen, aber es läßt sich aushalten. Sie ist auch nicht mehr so schlecht drauf, gestern war sie ja in einem tiefen dunklen Loch. Heute nicht mehr so.

Morgen geht es in die chemobegleitende Reha. Sie ist guter Dinge, hat schon die Koffer und Taschen gepackt, ihre wunderschöne Perücke kommt natürlich auch mit. Und eine Badekappe hat sie sich gekauft, weil dort ein Schwimmbad ist. Sie geht doch so gerne Schwimmen.

Ach und ihr Blut wurde untersucht, sie musste extra ins Krankenhaus. Die Leukozyten oder wie die Dinger heißen sind in Ordnung. Das muss jeden Tag kontrolliert werden.

Es ist schon viel, sehr viel, was sie jetzt alles auszuhalten hat.

Sonntag, 18. November 2007

Tag achtunddreißig

Mutter geht es sehr schlecht. Übel ist ihr immer noch nicht, aber sie fühlt sich elend wie noch nie in ihrem Leben. Kann nichts mehr essen, nur noch liegen, mag nicht Fernseh gucken, nicht lesen, nix, einfach nur liegen. Der Körper schmerzt, der Kopf dröhnt. Sie will nicht in die Reha, sie will nirgendwo hin. Sie will ihre Ruhe haben, aber die hat sie nicht.

Da ist der Krebs, der ihr die Ruhe nimmt.

Samstag, 17. November 2007

Tag siebenunddreißig

Die erste Nacht hat Mutter ohne Nebenwirkungen überstanden. Heute Morgen fingen dann aber die Knochenschmerzen an, wogegen sie aber Schmerztabletten bekommen hat. Sie mußte aber nicht brechen, keine Übelkeit, nur Rückenschmerzen. Auch ist ihr noch kein Haarbüschel ausgefallen. Das sei ein gutes Zeichen hätten die Ärzte gesagt.

Jetzt packt sie schon mal die Koffer für die Reha Klinik. In drei Tagen geht es dorthin und dort bekommt sie erst die nächste Chemo. Manchmal zeigt sie wieder etwas Kraft zum Kämpfen, wir wünschen es ihr so sehr.

Freitag, 16. November 2007

Tag sechsunddreißig

Heute war Mutters erste Chemobehandlung, ambulant. Noch hat sie keine Nebenwirkungen, die können aber schon bald kommen. Das Wichtigste ist aber erst einmal, daß sie ziemlich guter Dinge ist. Mutter war erleichtert, daß die Behandlung in einem gemütlichen Raum stattfindet auf bequemen Sesseln mit Fußstützen, Fernseher und genug Zeitschriften zum Lesen. Sie fühlte sich sehr nett umsorgt und den Umständen entsprechend gut. Hoffentlich werden die Nebenwirkungen nicht so schlimm, zumindest beim ersten Mal. Jede Komplikation zieht sie leider sehr runter. Wenn aber alles klappt, dann fühlt sie sich so viel besser. Also wieder Daumen drücken und beten.

Donnerstag, 15. November 2007

Tag fünfunddreißig

Mutter war im Perrückenladen, um sich schon mal ein schönes Model anfertigen zu lassen. Sie war erstaunt wie toll diese doch aussehen und wie praktisch die heutzutage sind. Sie will vorbereitet sein. So gut es eben geht. Auch wenn sie sich zumindest über dieses Thema ziemlich gefasst anhört, es bleibt ein auf und ab, seelisch wie körperlich. Die Chemo fängt möglicherweise schon heute an, ansonsten morgen. Dann muss man abwarten, wie Mutter die verträgt.

Mittwoch, 14. November 2007

Tag vierunddreißig

Mutter ist leider wieder sehr niedergeschlagen. Eigentlich war alles ganz ok. Sie war mit meiner Schwester in der Bestrahlungsklinik zur Vorbesprechung. Nach der Chemo kommt die Bestrahlung. Dafür muß sie nach dem Reha Aufenthalt 33 Tage hintereinander jeden Tag in diese Klinik fahren. Meine Schwester hat alles für sie aufgeschrieben, den Papierkram für sie erledigt. Danach waren beide sogar noch einen Kaffee trinken.

Doch jede Vorbesprechung birgt auch neue, angstmachende Informationen über mögliche Nebenwirkungen. Zu Hause fing dann das Grübeln wieder an und in der Nacht überkam Mutter wieder das Elend. Alle Behandlungen bedeuten, Mutter muss sich jeden Tag aufraffen und weiter kämpfen. Doch sie zweifelt, daß sie noch die Kraft dazu hat. Ihr Leben lang mußte sie kämpfen. Jetzt mit 70 ist sie müde, erschöpft und würde sich lieber einfach nur in ihren Sessel vor dem Fernseher zurückziehen. Es ist alles so schwer.

Dienstag, 13. November 2007

Tag dreiunddreißig

Mutter muß doch erst am Freitag zur ersten Chemo. Die vielen Termine und Untersuchungen bringen sie meist sehr durcheinander. Heute mußte sie noch mal zu einer weiteren Untersuchung nach Stendal. Da war sie schon einmal und es hat ihr gar nicht gefallen. Sie mußte dort so lange warten bis sie dran kam und die Krankenschwestern seien so unfreundlich zu ihr gewesen. Daraufhin hat sie mit ihrem Arzt gesprochen, der sich wohl auch selbst von den negativen Umständen dort überzeugt hat. Eigentlich hat er ihr danach versprochen, nicht mehr dorthin zu müssen, aber gewisse Untersuchungen kann man eben nur in bestimmten Kliniken machen. Diesmal muß sie aber nicht alleine hingehen, meine Schwester ist ja bei ihr.

Es ist ein schwerer und ermüdender Weg. Aber immerhin gibt es Hoffnung.

Montag, 12. November 2007

Tag zweiunddreißig

Noch drei Tage bis zum Chemotherapiebeginn und man hört meiner Mutter sehr deutlich an, daß sie große Angst davor hat. Natürlich kennt sie die möglichen Nebenwirkungen. Allein das Wenige, was sie darüber weiß, reicht dafür schon aus. Sie denkt anscheinend an nichts anderes mehr. Zum Glück ist meine Schwester bei ihr, damit sie jemanden hat, mit dem sie über ihre Ängste reden kann. Von Vater würde sie nicht die nötige Unterstützung bekommen, damit wäre er völlig überfordert.

Sie hat auch schon eine Perrücke bei der Kankenkasse beantragt. Sie erzählte mir, daß der Sachbearbeiter dort gesagt hätte, man solle das so früh wie möglich machen. Die Angst vor dem, was da noch so alles kommen mag, scheint im Moment die schlimmste Angst zu sein.

Sonntag, 11. November 2007

Tag einunddreißig

Mutter hat zum ersten Mal ihre Krebsschwester angerufen, weil sie immer noch Schmerzen in der Achselhöhle hat, an der Seite, wo der Port eingesetzt wurde. Die konnte sie auch ziemlich schnell wieder aufmuntern. Sie sei so nett und freundlich gewesen. Das tat Muttern richtig gut. Eine Krebsschwester ist eine Beratungs- und Beistandshilfe für die Krebspatientin, die sie jeder Zeit anrufen kann, rund um die Uhr. Ihre Krebsschwester hat ihr dann auch gesagt, daß die Schmerzen nicht ungewöhnlich seien und sie keine Angst deswegen zu haben brauche. Ein kurzes aufmunterndes Gespräch kann so viel ausmachen. Reden ist so wichtig. Das ist auch im Moment das Einzige, was sie tun kann, außer hoffen und beten.

Ausserdem ist meine Schwester ab heute für ein paar Tage bei ihr. Zum Mut machen, einfach nur zusammen sein, und vorallem kann sie unsere Mutter zu ihrer allerersten Chemo begleiten. Hoffentlich gibt ihr das etwas mehr Kraft.

Samstag, 10. November 2007

Tag dreißig

Es ist ein auf und ab. Aber eigentlich geht es Mutter recht gut. Oder sagen wir einigermaßen gut. Immerhin. Nicht ganz schlecht. Morgen fährt meine Schwester hin, dann hat sie ein wenig Ablenkung und Zuwendung. Das braucht sie auch, genauso wie Vater. Denn es ist eine schwere Zeit.

Eine wirklich schwere Zeit.

Freitag, 9. November 2007

Tag neunundzwanzig

Es geht wieder besser. Sie waren im Krankenhaus und nun wird die Chemo erstmal für eine Woche verschoben und beginnt auch mit einer Kanüle im Arm, weil die Stelle um den Port noch zu entzündet ist. Raus muss er nicht, nur die Entzündung muss weg. Und die Aussage stümperhafte Arbeit bezog sich auf den Verband, auf diese Entzündung hätte niemals so ein Verband gedurft, weil dadurch wurde es noch schlimmer.

Jedenfalls muss sie jetzt erst wieder nächsten Donnertag hin und kann sich ausruhen nach all den Strapazen.

Donnerstag, 8. November 2007

Tag achtundzwanzig

Mutter ist am Ende, war vor lauter Schmerzen beim Hausarzt, die Stelle um den Port hat sich entzündet, der Hausarzt sei völlig entsetzt gewesen, so eine stümperhafte Arbeit habe er noch nie gesehen.

Nun wartet sie auf den Anruf aus dem Krankenhaus, wahrscheinlich muss der Port wieder raus.

Mittwoch, 7. November 2007

Tag siebenundzwanzig

Heute war das Knochensowieso, Mutter ist wieder besser drauf. Ich rief sie gestern abend noch mal an, da war sie kämpferisch, sie lässt sich das jetzt nicht mehr gefallen, also solche Schmerzen, nein, nicht mit ihr. Diese Wut hat sie ein wenig gerettet, sie kam heute von der Untersuchung zurück und hörte sich eigentlich richtig gut an.

Nun beginnt die Chemo.

Dienstag, 6. November 2007

Tag sechsundzwanzig

Mutter ist völlig am Ende. Das Einsetzen des Ports war die Hölle, sie hat starke Schmerzen, kann sich kaum bewegen, alles war und ist furchtbar und sie weiß, dass sie da durch muss aber es ist so grausam alles, diese Schmerzen, sie will einfach nicht mehr, sie ist total am Boden zerstört.

Heute Nachmittag Zahnarzt, wieder bewegen, anziehen, Schmerzen aushalten, denn die Schulter schmerzt, morgen in die Röhre, all diese Termine, ihr ist das alles zu viel, ihr ist einfach alles zu viel.

Und die Chemo hat noch gar nicht angefangen.

Montag, 5. November 2007

Tag fünfundzwanzig

Mutter ist den ganzen Tag in der Klinik, kriegt diesen Port gelegt. Vater erledigt Schriftkram für die Versicherung, das Krankenhaus, den Arzt, das Taxiunternehmen, jeder sagt ihm was anders, man schickt ihn von hott nach hüh und er war eben am Telefon recht verzweifelt.

Schriftkram war noch nie sein Ding und nun hängt alles an ihm.

Sonntag, 4. November 2007

Tag vierundzwanzig

Mutter hat sich in ihr Bett zurückgezogen. Hat sich verkrochen. Will nichts mehr hören, nichts mehr sehen. Vor ihr liegt ein so schwerer Weg, ein so hoher Berg, den sie noch besteigen muss. Nächste Woche geht es los.

Sie braucht jetzt alle Kraft zum kämpfen.

Samstag, 3. November 2007

Tag dreiundzwanzig

Mutter ist sehr niedergeschlagen. Der Weg, der vor ihr liegt, sie geht ihn so ungerne. Und lauter Gedanken an Früher kommen hoch. Ob sich das alles gelohnt habe, wofür sie kämpfe, wie es ihr gehen wird, was alles noch zu erwarten ist.

Ich lasse sie reden, texte sie nicht zu mit irgendwelchen guten Ratschlägen, ich höre mir ihre Sorgen an und versuche ihr Hoffnung zu machen. So gut wie es geht.

Sie will nicht in die Reha, sie will zu Hause bleiben. Vater ist verzweifelt, er sähe sie lieber gut aufgehoben in einer Klinik, traut sich das zu Hause nicht zu.

Sie haben es derzeit wahrlich nicht leicht.

Freitag, 2. November 2007

Tag zweiundzwanzig

Mutter ist nun zu Hause. Sie ist sehr niedergeschlagen. Und unendlich müde. Alles ist ihr zu viel, sie möchte sich am liebsten verkriechen. Montag bekommt sie dieses Ding in den Hals hineinoperiert. Dann muss sie noch zum Zahnarzt, weil während der Chemo kann was mit den Zähnen sein, sie wusste nicht mehr was, nur dass Zahnstein weggemacht werden muss und eben alles in Ordnung sein muss.

Sie hört sich so erschöpft an.

Donnerstag, 1. November 2007

Tag einundzwanzig

Nein, nicht heute sondern Montag wird dieses Ding eingepflanzt. Heute war das Gespräch mit dem Chefarzt. Es sieht nicht gut aus. Gar nicht gut. Vater hat mit ihm noch alleine reden können und gesagt, er solle bitte ehrlich sein, wie die Chancen stünden. 50:50 hat er gesagt. Sie muss jetzt in die Reha, dort wird man die Chemo machen. Sollten sich Metastasen in den Knochen befinden, dann wird alles umgeschmissen.

Was soll ich sonst noch sagen. Nichts. Wir hoffen.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Tag zwanzig

Der Chefarzt ist aus dem Urlaub zurück. Jetzt wird einiges anders gemacht, oder Mutter kann ihm besser folgen, was auch immer, sie wird entlassen. Vielleicht sogar diese Woche schon. Morgen wird dieses Ding in ihre Schulter operiert, über das die Chemo gemacht wird. Wenn alles gut geht, ist sie bald zu Hause und wird dann mit dem Taxi jedesmal zur Chemo gefahren. Ob sie Bestrahlung bekommt konnte sie mir nicht mehr sagen.

Wenn sie alles richtig verstanden hat, dann hat der Chefarzt zu ihr gesagt, er mache sie wieder heile. Und selbst wenn sie es nur so verstanden hat, es geht ihr jedenfalls viel viel besser, sie ist sehr zuversichtlich.

Und das alleine zählt erstmal. Mutter braucht Kraft und Zuversicht um das alles durchzustehen.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Tag neunzehn

Mutter ist durcheinander. Sie braucht eine Überweisung und nun hat ihr Hausarzt gesagt, das ginge so nicht, und obwohl Vater sich drum kümmert, ist sie aufgeregt. "Ich schnackel das nicht mehr", sagte sie mir eben am Telefon. Es überfordert sie. Morgen bekommt sie irgendwas wegen der Chemo eingepflanzt, eine Kanüle, ein Gefächer, auch das wusste sie nicht mehr. Es ist ja auch völlig egal. Sie hat sich eh entschlossen, den Ärzten blind zu vertrauen, also spielt es keine Rolle, wie sie was nennen.

Die Chemo und die Bestrahlung werden sehr hart, so sagte sie es mir, so habe ihr es der Arzt erklärt. Es werde die vermutlich schwerste Zeit ihres Lebens.

Donnerstag soll es los gehen.

Montag, 29. Oktober 2007

Tag achtzehn

Mutter hat ein starkes Herz. Man hat es heute untersucht. Sei war so froh. Nun steht der Chemo nichts mehr im Wege. In der kommenden Woche wollen sie beginnen, einen Tag Chemo (über Kanüle) einen Tag Bestrahlung im Wechsel. Ich finde, das hört sich unglaublich hart an. Sie ist bisher noch frohen Mutes.

Und wir hoffen alle, dass es nicht so schlimm wird wie wir insgeheim befürchten.

Bestrahlung und Chemo. Sie muss aber noch im Krankenhaus bleiben, hatte je erst gehofft, man kann es ambulant machen. Vielleicht später, wir werden sehen.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Tag siebzehn

Es ist Sonntag, d.h. keine Untersuchungen, keine Ergebnisse, Ruhe vor allem. Eine Bekannte aus dem Internet, die eine ebensolche Erfahrung hinter sich hat mit ihrer Mutter, spricht uns immer so lieben Mut zu. Von ihr habe ich viele Informationen, sie ist wie ein Strohhalm. Sie hilft mir sehr. Von ihr weiß ich, was Mutter noch alles an Untersuchungen zu erwarten hat, denn Mutter bringt so viel durcheinander. Was wohl verständlich ist in ihrem Zustand.

Mutter und ich gucken immer Krimis, sie dort oben, ich hier unten. Und dann erzählen wir uns über die Krimis. Das ist schön. Das lenkt sie ab. Heute abend gucken wir Tatort und dann den Krimi im ZDF mit der Helen Mirren, oder wie die heißt, die jetzt auch den Oscar bekommen hat für ihre Darstellung der Queen. Von dem Krimi wusste Mutter noch nichts, den schaut sie sich jetzt auch an. Der Abend ist also gerettet.

Ansonsten warten wir nun auf die nächsten Untersuchungen und was diese bringen.

One step on the way oder wie das heißt. Schritt für Schritt. Und dann immer weiter sehen.

Aber es ist sehr belastend. Es ist einfach so. Alles wird in Frage gestellt, einfach alles. Und vieles, was vorher so wichtig war, wird auf einmal so furchtbar unwichtig.

One step on the way.

Samstag, 27. Oktober 2007

Tag sechzehn

Heute hörte sich Mutter doch schon wieder etwas besser an. Eine Chefärztin war bei ihr und sprach noch mal mit ihr, ja, es sehe nicht sonderlich gut aus, aber es gäbe viele Therapien und nun müssten sie die finden, die bei ihr wirke.

Sie hat Gott sei Dank keine Probleme mit dem Schlaf. Sie schläft gut und erholsam. Wenigstens das. Allerdings wachte sie heute Nacht um vier auf und da kam das ganze Elend über sie. Sie war so alleine, sagte sie mir, aber sie müsse ja auch alleine da durch.

Heute Abend wollen wir Bella Block gucken, denn die lieben wir beide. Sie dort oben im Norden, ich hier unten.

Mir ist so schwer ums Herz.

Freitag, 26. Oktober 2007

Tag fünfzehn

Leider keine gute Nachrichten. Mutters Krebs hat schon lange gewirkt und ihre Lymphdrüsen sind befallen. Jetzt kommt es auf die Chemo an. Die wird sehr heftig sein. Und wir hoffen, sie hält das auch durch.

Mehr kann ich grad nicht schreiben.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Tag vierzehn

Mutter klingt wieder wie neu!! Wunderbar!! Sie ist richtig aufgeräumt, hat keine Schmerzen, die OP ist gut verlaufen, die Schwestern sind alle so nett, der Arzt so geduldig, es geht ihr offensichtlich gut dort in der Klinik.

Das genaue Ergebnis bekommt sie nicht vor heute Nachmittag. Also ob sie nochmal operiert werden muss. Ich weiss auch nicht, ob alles so in der Reihenfolge stimmt, wie sie es sagt, sie ist immer noch ein wenig durcheinander.

Aber sie hört sich gut an. Mutter, die erste schwere Hürde ist genommen!!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Tag dreizehn

Mutter hat die OP überstanden, mehr weiß ich noch nicht. Sie sieht elendig aus, sagt mein Vater, aber das soll wohl. Eine Vollnarkose ist nicht von Pappe. Jedenfalls hat sie alles soweit gut überstanden, morgen wird Vater mehr erfahren. Dann geht es ihr wohl auch wieder besser.

Anrufen kann ich nicht, sie kann noch nicht telefonieren.

Meine arme Mutter!

Dienstag, 23. Oktober 2007

Tag zwölf

Kommando zurück, morgen wird Mutter operiert, sie hat alles durcheinander gewürfelt, doch egal, es geht nun seinen Gang. Den Krebsgang.
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Heute Morgen hat Vater Mutter also in die Klinik gebracht. Sei sei arg durcheinander gewesen meinte er. Aber sie habe ein sehr schönes Zimmer, Einzelzimmer, die Telefonnummer könne er mir leider nicht sagen, da sie in der Aufregung keinen Stift gefunden hätten um sie aufzuschreiben.

Von da aus wurde sie jedenfalls in eine Spezialpraxis gefahren, mit dem Taxi, wo man ihr blaues Zeug spritzte. Und dann mit dem Taxi zurück und zur OP. Das wird wohl gleich der Fall sein.

Meine arme Mutter.

Es könne lange dauern, bis er anriefe, sagte Vater. Denn vor fünf Uhr brauche er nicht in der Klinik sein.

Montag, 22. Oktober 2007

Tag elf

So, Mutter wird morgen operiert. Erst kommt sie in eine Klinik in Stade, dort wird ihr diese blaue Flüssigkeit gespritzt, dann mit dem Taxi zurück in ihre Klinik und ab in den OP. Und dort entscheidet sich dann so einiges.

Sie ist müde, durchaus gefasst, aber ihr ist kalt und sie ist müde. Und wir hoffen alle, dass es wieder gut wird. Wir hoffen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Tag zehn

Mutter ist sehr aufgeräumt. Sie weiß jetzt, was auf sie zukommt, was sie eventuell zu erwarten hat und das beruhigt sie doch sehr. Wir haben lange telefoniert, ich höre ihr nur zu, meine Schwester macht es genauso, das tut ihr gut. Ich glaube, das ist auch das einzige, was, wenn überhaupt, helfen kann.

Nun warten wir einfach ab, was die ganzen Untersuchungen ergeben und dann wird sie operiert. Sogar Vater gibt sich alle Mühe, der ja sonst ein rechter Haudegen ist. Er putzt jetzt sogar das ganze Haus nach Mutters Anweisungen, staubsaugen und sowas alles. Nur staubwischen nicht, weil da verteilt er bloß den Staub ;-))

Wir sind ganz vorsichtig zuversichtlich. Ganz vorsichtig, aber doch.

Samstag, 20. Oktober 2007

Tag neun

Es kehrt wieder so etwas wie Normalität ein. Mutter weiß jetzt, wann was gemacht wird und warum und wir sind alle irgendwie gelöster. An ihr wird eine neue Behandlungsmethode durchgeführt, die 5 Jahre an der Klinik getestet wurde und seit Anfang des Jahres regulär angeboten werden darf. Das ist erstmal ohne Chemo. Geht nicht bei allen Krebsarten, bei Mutter anscheinend doch. Hört sich gut an.

Wir werden sehen, jetzt erstmal ein ruhiges Wochenende.

Freitag, 19. Oktober 2007

Tag acht

Mutter ist vom Kliniktermin zurück. Das Ergebnis der Stanzbiopsie war wie vermutet, dann wurde ihr erklärt, was nun wann gemacht wird und ihr wurde Mut gemacht. Nach allem, was der Arzt bisher beurteilen könne, sehe es nicht schlecht aus. Also sie könne den Krebs durchaus besiegen.

Wieviele Tagebucheinträge muss ich noch machen, bis wir an diesem Ziel angekommen sind?

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Tag sieben

Das Ergebnis der Stanzbiopsie ist da. Mutter hat es telefonisch erfahren. Sie soll morgen um 9 Uhr vorbeikommen. Sie soll ihren Ehemann mitbringen. Mehr wollte der Arzt nicht sagen. Was hat das nun zu bedeuten?

Wir machen uns verrückt. Zu Recht?

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Tag sechs

Diese Ungewissheit ist fürchterlich. Nein, wir wissen, dass es Krebs ist, aber was genau, welche Behandlung, wie, wann, womit, welcher Weg, wie schlimm, was genau... alle diese Fragen. Mutter ist auch ziemlich down. Sie wartet zu Hause auf den Anruf, der ihr den nächsten Termin mitteilt. Auf dem wird dann die weitere Vorgehensweise besprochen.

Sie hat mit allem gerechnet, aber damit nicht. Nicht mehr mit 70.

Aber das war dem Krebs egal.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Tag fünf

Nicht Montag, sondern Donnerstag ist der nächste Termin im Krebszentrum, wo das weitere Vorgehen besprochen wird. Sie solle sich sofort einer Selbsthilfegruppe anschließen. Ich habe ihr zwei Telefonnummern besorgt. Reden sei so wichtig, meinte ihr Arzt, mit Betroffenen reden.

Ich hoffe, sie ruft da auch an.

Sie hörte sich heute durchmischt an, mal gut, mal nicht so gut.

Der kommende Weg werde jetzt schwer werden, er sei fest vorgegeben und da müsse sie durch, so sagte man ihr in der Klinik. Es sei aber ein gangbarer Weg.

Als sie mir das erzählte, hörte sie sich schon besser an. Gangbarer Weg.

Dann werden wir ihn nun gehen, jeder auf seine Art.

Mutter, ich wünsche Dir Glück!!

Montag, 15. Oktober 2007

Tag vier

Mutter hat die Untersuchung hinter sich und ist wieder niedergeschlagen. Sie sagt ständig, es sehe schlecht aus. Dabei sagt ihr das keiner. Es ist wie ein Mantra. Ein Katastrophenmantra. Ihr Katastrophenmantra. Ich versuche sie aufzurichten so gut es geht, Vater gibt sich auch alle Mühe.

Nun ist dieser Tag geschafft. Jetzt ist erstmal ein paar Tage Ruhe, am kommenden Montag wird die weitere Vorgehensweise besprochen.

Es belastet uns alle sehr.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Tag drei

Unser Thema heute: Stanzbiopsie, d.h. mit einem Stanzgerät wird unter Ultraschallsicht eine Stanz-Nadel mit hoher Geschwindigkeit durch den Tumor "geschossen". Durch die hohe Geschwindigkeit kann kein Schmerz entstehen. Belastung durch die Untersuchung: Schmerzen geringer als bei Blutentnahme aus der Vene.

Mutter ging es nicht gut, morgen soll diese Untersuchung gemacht werden und das Wort "Stanz" hat sie verrückt gemacht. Ich bin dann ins Internet und habe genaue Berichte gefunden. Und ihr vorgelesen. Da fiel laut hörbar vom Wendland bis ins Neanderthal ein Stein von ihrem Herzen und sie konnte wieder lachen. Ich habe sie beruhigt, habe ihr immer und immer wieder die Berichte vorgelesen und es ging ihr zunehmend besser.

Jetzt hat sie keineAngst mehr vor Morgen. Das ist wichtig, sehr wichtig, weil es ihr doch sehr zu schaffen machte, das stanzen ;-))

Samstag, 13. Oktober 2007

Tag zwei

Ernährungsumstellung. Milchprodukte sind Gift, also gibt es ab heute keine solchen Sachen mehr. Mutter ist konsequent. Und beim Frisör, sie will ordentlich ins Krankenhaus. Jetzt wird gekämpft! Mutter, Du hast zwei Kinder auf die Welt gebracht, dann wirst Du doch diesen verdammten Krebs in seine Schranken weisen!



Dort gibt es einige interessante Informationen, ich düse auch gleich ins Reformhaus, Käse, Yoghurt, Quark, Milch gehören auch für mich ab heute der Geschichte an.

Ohne Mutters Erkrankung wäre ich da nicht drauf gekommen.

Freitag, 12. Oktober 2007

Tag eins

Mutter hat Krebs. Gestern erfahren. Schlimm. 70 Jahre und Krebs. Brustkrebs. Wie kann das kommen? Sie ist fertig, Mamographie und eindeutig. Montag dann mehr. Dann sehen wir weiter.