Donnerstag, 31. Januar 2008

Tag einhundertzwölf

Es geht nur in ganz ganz kleinen Schritten voran. Mutter geht es insgesamt nicht gut. Der zweite Teil der Chemo, also Nr. 4 bis 6, ist auch härter, hat man ihr gesagt, also eine andere, schlimmerere Substanz. Diesmal kein Cocktail, sondern nur eine.

Sie hat es wirklich nicht leicht. Wären ihre Enkelinnen nicht da, ginge es ihr noch schlimmer.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Tag einhundertelf

Langsam, ganz langsam bessert sich der Zustand. Die schlimmsten Nebenwirkungen sind die Knochenschmerzen. Zwei Mal noch, dann hat Mutter diese Tortour überstanden.

Dienstag, 29. Januar 2008

Tag einhundertzehn

Heute Morgen ging es Mutter sehr schlecht. Dank der Tabletten, die sie mitbekommen hat, geht es nun etwas besser. Sie hofft einfach nur, dass das bald vorbei ist. Wir hoffen es ebenso.

Montag, 28. Januar 2008

Tag einhundertneun

Mutter geht es gar nicht gut, sie hat arge Knochenschmerzen. Sie liegt im Bett und hofft nur eins, es möge bald vorbei gehen.

Sonntag, 27. Januar 2008

Tag einhundertacht

Heute geht es wieder etwas besser. Mutter hat Schmerztabletten genommen, die sie mitbekommen hatte nach der letzten Chemo, aber sie sagt, nachdem sie die Risiken der Tabletten gelesen hätte, wollte sie erst keine nehmen. Erst als sie die Knochenschmerzen nicht mehr aushalten konnte war ihr das dann doch egal.

Sie hat aber dennoch viel Freude an ihren Enkelinnen, die sich ganz lieb um sie kümmern und sie viel in den Arm nehmen. Das ist wohl mit die beste Medizin. Die Anwesenheit der Kinder hält sie ziemlich aufrecht und das gibt ihr Kraft zum Weiterkämpfen.

Samstag, 26. Januar 2008

Tag einhundertsieben

Die Nebenwirkungen haben angefangen, elendige Knochenschmerzen. Aber Mutter hält sich aber tapfer, alleine schon weil ihre Enkelinnen da sind. Aber sie leidet doch sehr, zwei Mal noch, dann hat sie diese Phase erstmal überstanden.

Freitag, 25. Januar 2008

Tag einhundertsechs

Mutter geht es gut. Ihr scheint die Fernsehkur mit der jüngeren Enkelin gut zu tun, die beiden schauen den Fernseher leer. Bald hat sie die Chemo überstanden, nur noch zwei mal. Aber jetzt sind ja erstmal ihre Enkelinnen da. Ein großer Trost!

Donnerstag, 24. Januar 2008

Tag einhundertfünf

Mutter geht es gut, ihre Enkelinnen sind da. Sie hat die 4. Chemo gut überstanden und Dank der neuen Medikamente die Nebenwirkungen ebenso. Wir hoffen alle, das hält noch ein wenig an.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Tag einhundertvier

Heute war Mutters 4. Chemo. Sie hat ein spezielles Mittel bekommen, damit die Nebenwirkungen nicht so schlimm werden. Sie ist sehr zuversichtlich und unendlich glücklich, ihre Enkeltöchter da zu haben. Sie fühlt sich sogar sehr wohl, alle Blutwerte sind gut und sie hat selbst noch die Engerie zu kochen. Glücksgefühle verleihen bekanntlich so etwas wie Flügel. Wir gönnen es ihr von ganzem Herzen.

Dienstag, 22. Januar 2008

Tag einhundertdrei

Mutter geht es hervorragend, ihre Enkeltöchter sind da, sie schaut mit einer von ihnen Krimi und das tut ihr nur gut! Morgen muss sie zur 4. Chemo, das hat sie schon fast vergessen, so froh ist sie darüber, das ihre Enkelinnen aus Bahrain da sind.

Montag, 21. Januar 2008

Tag einhundertzwei

Mutter geht es nach wie vor gut, das ist sehr erfreulich. Sie wartet sehnlichst darauf, alles hinter sich zu haben.

Sonntag, 20. Januar 2008

Tag einhunderteins

Mutter geht es richtiggehend gut. Die Blutwerte sind in Ordnung, ihr ist nicht schlecht, sie fühlt sich wohl, hat ihr Zimmer umgeräumt und freut sich nun auf ihre Enkeltöchter. Mittwoch ist die nächste Chemo und sie hofft, dass sie die gut übersteht.

Samstag, 19. Januar 2008

Tag einhundert

Mutter geht es gut, sie wartet auf ihre Enkeltöchter, leider ist dann aber auch die nächste Chemo. Aber das wird schon, ihre Blutwerte sind so gut, dass sie hofft, dass es diesmal leichter wird.

Freitag, 18. Januar 2008

Tag neunundneunzig

Mutter geht es gut! Ihre Blutwerte sind gut, ihr Befinden ist gut. Sie fühlt sich wohl. Trotz der Nebenwirkungen verträgt sie die Chemo gut. Noch drei Mal, dann hat sie diese Phase überstanden.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Tag achtundneunzig

Die Lage ist unverändert, Mutter wartet auf die nächste Chemo und hofft, sie gut zu überstehen.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Tag siebenundneunzig

Mutter ist gut drauf, ihre Blutwertre sind nicht so berauschend, abrer es geht ihr ganz gut.

Dienstag kommen ihre Enkeltöchter. Wir werden sehen, was es gibt.

Dienstag, 15. Januar 2008

Tag sechsundneunzig

Mutter fühlt sich gut, doch die Blutwerte sind schlecht. Sie bekommt Spritzen und muss morgen früh schon wieder zur Kontrolle. Das passt ihr natürlich gar nicht, diese elendige Fahrerei. Aber es geht nicht anderes, sie muss ihr Blut untersuchen lassen.

Nächste Woche ist die vierte Chemo, sie denkt mit Schrecken daran.

Montag, 14. Januar 2008

Tag fünfundneunzig

Mutter ist furchbar schlapp und müde. Sie hat das Gefühl, sie wird immer schlapper. Doch das sei normal, sagt die Brustschwester. Wie gut, dass es Fernsehen gibt, so kann sie sich ein wenig die Zeit vertreiben.

Sonntag, 13. Januar 2008

Tag vierundneunzig

Mutter ist mit sich zufrieden, sie hat keine Schmerzen, ist guter Dinge und guckt Biathlon, das gefällt ihr doch so gut. Drei Chemos hat sie noch vor sich, daran muss sie immer wieder denken. Und an die Nebenwirkungen, die so schrecklich sind. Aber sie hörte sich richtig gut an, aufgeräumt. Nur dass sie so schlapp ist, das macht ihr zu schaffen. Aber so ist es nun mal. Sie kämpft gegen eine schwere Krankheit an. Da soll sie wohl schlapp sein.

Samstag, 12. Januar 2008

Tag dreiundneunzig

Es geht langsam besser, je länger die Chemo zurück liegt, so ist es ja immer. Drei mal hat sie noch vor sich, drei mal dieses furchtbare auf und ab. Auch wenn sie es jetzt kennt, so fürchtet sie sich doch sehr. Jedesmal wieder.

Aber sie will es durchstehen. Heute jedenfalls ging es ihr recht gut.

Freitag, 11. Januar 2008

Tag zweiundneunzig

Mutter geht es so lala, dafür ist ihr Blutbild gut. Sie erholt sich langsam von dieser Chemo, es ist ja jedesmal das gleiche, sie weiß selber, sie muss da durch, es hilft ja nix. Sie will es auch schaffen, es ist nur jedesmal so furchtbar beschwerlich und auch entmutigend, wenn sie mitten in den Nebenwirkungen ist.

Bald jedoch kommen ihre Enkeltöchter zu Besuch, das lenkt sie sehr ab und sie freut sich riesig. Dass genau dann ihre 4. Chemo ist macht ihr Sorgen, aber vielleicht hilft es ihr ja auch.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Tag einundneunzig

Mutter geht es langsam besser, sie ist nur so unendlich schlapp, sie könnte nur eins, schlafen, schlafen und nochmal schlafen. Die Brustschwester, so heißt eine speziell ausgebildete Krankenschwester, die die Krebspatientinnen individuell betreut, hat ihr gesagt, sie solle es einfach zulassen. Das fällt ihr aber so schwer, einsehen, dass sie sehr krank ist, auch wenn sie es an den Nebenwirkungen der Chemo nun wahrlich zu spüren bekommt.

Aber wenigstens geht es ihr jetzt besser. Nur essen kann sie noch nicht, aber das ist ihr egal.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Tag neunzig

Der Schwindel hält unvermindert an. Doch sonst ist alles in Ordnung, sie war beim Arzt und hat die Blutwerte kontrollieren lassen, alles im grünen Bereich. Der Arzt sagt ihr auch, dass die Nebenwirkungen etwas zunehmen könnten und länger anhalten, aber sie habe ja nur noch drei vor sich, das sei zu schaffen. Diesmal bekomme sie ein neues Präparat, wieder mit so unausprechlichen Namen.

Drei Mal noch, dann ist diese Etappe geschafft.

Dienstag, 8. Januar 2008

Tag neunundachtzig

Mutter geht es sehr schlecht. Diese Nebenwirkungen sind doch furchtbar schlimm für sie, extreme Schwindelgefühle, Übelkeit, sie liegt nur im Bett, sieht alles verschwommen, es geht ihr gar nicht gut.

Und wir sind so weit weg und können ihr gar nicht richtig helfen, das ist schon manchmal wirklich nicht leicht zu ertragen.

Montag, 7. Januar 2008

Tag achtundachtzig

Mutter ist furchtbar schwindelig, also das sind immer noch diese Nebenwirkungen. Sie kann gar nicht lange telefonieren, muss sich gleich wieder legen. Sie hofft, dass das bald vorbei ist.

Aber wenigstens hat sie keine Rückenschmerzen mehr.

Sonntag, 6. Januar 2008

Tag siebenundachtzig

Nach zwei sehr schlechten Tagen wegen den Chemo Nebenwirkungen geht es Mutter heute zum Glück ein wenig besser. Diese Übelkeit und der Schwindel werfen sie immer ganz aus der Bahn. Dann möchte sie nur in ihrem Zimmer ganz in Ruhe gelassen werden und sich unter der Decke verkriechen, um darauf zu warten bis es vorbei geht. Schlimmer wird es, wenn sie dabei auch noch grübelt, denn es ist unmöglich, an was Positives zu denken. Jetzt hoffen wir, daß es wieder bergauf geht. Bis zur nächsten Chemo halt.

Samstag, 5. Januar 2008

Tag sechsundachtzig

Leider fühlt sich Mutter gar nicht gut. Die Chemo schlägt gerade richtig an. Sie ist selbst zu schwach, um ihren geliebten Langlaufwettkampf im Fernsehen zu gucken. Meine Schwester mußte auch wieder nach Hause fahren. Wir Kinder wohnen einfach zu weit weg, um mal eben vorbei zu fahren oder sie für ein paar Stunden zu besuchen. Sie will eigentlich auch nur ihre Ruhe haben. Obwohl die Blutwerte ganz gut waren bei der gestrigen Kontrolle, fühlt sie sich unendlich schlapp und hundeelend. Hinzu kommt, daß man so gar nichts für Mutter tun kann. Das ist alles unendlich traurig.

Freitag, 4. Januar 2008

Tag fünfundachtzig

Gestern Nacht hatte Mutter eine schlimme Panikattacke mit Angstzuständen und es ging ihr wirklich gar nicht gut. Auch solche Nebenwirkungen sind neben den Schmerzen leider nicht ungewönlich nach einer Chemo. Zum Glück konnte sie meine Schwester wieder schnell beruhigen und am Morgen ging es ihr dann wieder etwas besser. Aber sie darf natürlich nicht alleine bleiben. Nach nicht ganz 48 Stunden nach jeder Chemo geht es ihr leider immer schlecht, aber auch daran gewöhnt man sich, denn nach zwei weiteren Tagen geht es dann wieder besser. Es bleibt ein ständiges Auf und Ab.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Tag vierundachtzig

Dank der Medikamente, die Mutter nach der gestrigen Chemo erhalten hat, geht es ihr ziemlich gut. Keine Übelkeit und keine Schmerzen bis jetzt. Die Krankenschwester war sehr zuversichtlich, daß Mutter die Chemos gut überstehen wird und vor allem, daß sie ihr helfen werden, die krebsbefallenen Lymphknoten zu befreien. Jetzt muss sie nur alle zwei Tage zur Blutwertkontrolle.

Wenn die Blutwerte nicht gut genug sind, bekommt sie Spritzen, die nachhelfen sollen, dies zu beheben. Und wenn das nicht klappt, dann bekommt der Patient eine Blutinfusion. All diese Informationen verwirren Mutter etwas, was passiert wenn und wieso, aber langsam reagiert sie nicht mehr so geschockt darauf. Sie ist nicht mehr so verzweifelt. Das ist gut, denn sie ist mittlerweile etwas beruhigter und wir auch.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Tag dreiundachtzig

Mutter hat ihre dritte Chemo zum Glück wieder gut überstanden. Die Krankenschwester in der Tagesklinik ist ganz begeistert, wie gut das bei Mutter klappt während der Behandlung. Keine Übelkeit oder Schmerzen. Ihre Blutwerte sind aber leider nicht so berauschend, jedoch noch im Grenzbereich. Das bedeutet, Mutter ist immer sehr schlapp und ständig müde. Doch auch das sei normal. Die Nebenwirkungen werden aber leider auch nach dieser Chemo kommen. Besonders die Rückenschmerzen machen ihr so zu schaffen. Dafür hat Mutter aber Medikamente mitbekommen, denn diese Chemo hat sie ja ambulant machen lassen. Nachmittags konnte sie schon wieder nach Hause.

Meine Schwester, die ihre Hunde über Neujahr zu den Eltern gebracht hatte, ist heute auch zu Besuch gekommen. Sie wird für ein paar Tage bleiben, damit Mutter etwas Ablenkung hat und mal wieder jemanden, der sich um sie kümmert, besonders nach der Chemo. Das tut aber eigentlich auch beiden Eltern sehr gut.

Dienstag, 1. Januar 2008

Tag zweiundachtzig

Am Morgen ging es Mutter nicht so gut. Übelkeit und Schwindel, aber nachdem sie sich hingelegt hatte hörte sie sich schon viel besser an. Für das neue Jahr wünscht sie sich nur Gesundheit. Das wünschen wir ihr auch alle von Herzen.

Morgen ist der Termin für ihre dritte Chemo. Aber zuerst wird das Blutbild überprüft. Danach wird es ihr aber leider erst mal wieder schlechter gehen. So eine Behandlung kostet viel Kraft. Auch das wünschen wir ihr sehr. Viel Kraft.