Mittwoch, 30. April 2008

Tag zweihundertzwei

Mutter geht es nach wie vor gemischt, einerseits gut, andererseits die Rückenschmerzen. Aber sie ist mit sich sehr zufrieden. Sie wartet darauf, dass die Bestrahlung endlich ein Ende hat und sie wieder normal leben kann.

Dann folgen wieder alle möglichen Untersuchungen, aber man hat ihr schon Hoffnung gemacht, dass sie es schafft.

Wir hoffen da alle sehr.

Dienstag, 29. April 2008

Tag zweihunderteins

Mutter geht es bis auf die Rückenschmerzen gut. Sie ist ganz mit sich zufrieden und weiß, dass auch das vorbei gehen wird. Es gilt die Schmerzen auszuhalten, aber darin hat sie ja fast schon sowas wie Übung.

Montag, 28. April 2008

Tag zweihundert

Heute hat wieder eine neue Bestrahlungswoche angefangen. Die einstündige Fahrt zur Klinik nach Stendhal ist jedesmal wie ein kleiner Ausflug. Die Umgebung ist malerisch schön und so kommt Mutter wenigstens etwas vor die Tür. Zu Hause ist sie ja leider sehr isoliert.

Die Strahlentherapie ist aber zum Glück gut auszuhalten, auch wenn es immer ein wenig spührbarer wird. Dafür dauert sie jeddoch nur wenige Minuten, dann kann Mutter schon wieder nach Hause fahren. Mutter ist froh, dass es so gut klappt.

Sonntag, 27. April 2008

Tag einhundertneunundneunzig

Das Wetter ist schön und Mutter kann mit Vater auf der Terasse sitzen. Die frische Luft tut ihr gut. Sie sagt, sie muss mit sich zufrieden sein, aber ihre Rückenschmerzen nagen doch sehr an ihr. Sie kann nicht lange in der Küche stehen oder die Wäsche aufhängen, dann hält sie es vor Schmerzen nicht aus. Am besten geht es ihr immer noch, wenn sie sich ausruht und alles langsam angehen lässt. Morgen fängt eine neue Woche mit Bestrahlungen an, aber das geht jedes Mal sehr flott und die Ärzte und Schwestern seien so nett zu ihr. Es ist schon eine gewisse Routine und deshalb nicht mehr beängstigend. Aber es dauert halt alles seine Zeit.

Samstag, 26. April 2008

Tag einhundertachtundneunzig

Mutter kann schon wieder auf der Gartenterasse das Kaffeetrinken in der warmen Frühlingssonne geniessen. Solange sie nichts zum Frühstück essen muss, wird ihr auch nicht schlecht. Ab dem späten Vormittag bekommt ihr das Essen wieder und sie ist mit sich weiterhin sehr zufrieden, wenn nur ihre Rückenschmerzen endlich aufhören würden. Aber die sollen, laut Arzt, noch andauern, denn die Bestrahlungen greifen wohl auch etwas das Rückenmark an, was diese Schmerzen verursachen. Aber verglichen zur Chemotherapie geht es ihr richtig gut. Viele kleine Erholungspausen helfen ihr durch den Tag. Sie spührt wie es wieder bergauf geht. Wir hoffen immer mit ihr.

Freitag, 25. April 2008

Tag einhundertsiebenundneunzig

Mutter geht es viel besser. Sie kann schon wieder meckern ;-) Die Bestrahlung ist auszuhalten und auch ihre Verfassung wird immer besser. Wir hoffen sehr, dass sie es wirklich schafft.

Donnerstag, 24. April 2008

Tag einhundertsechsundneunzig

Mutter geht es unverändert gut, die Chemo liegt ja nun hinter ihr, sie kann sich davon erholen. Sie muss sich auch erholen, denn die Chemo war hammerhart. Jetzt muss sie nur noch die Bestrahlung durchstehen. Und dann hoffen wir, dass sie das alles gut übersteht.

Mittwoch, 23. April 2008

Tag einhundertfünfundneunzig

Mutter geht es recht gut. Heute hat ihr der Arzt gesagt, dass sie an der Chemo noch lange zu tragen hat. Die Bestrahlung jedenfalls wirkt gut, sie wird jeden Tag stärker, aber sie kann es gut ertragen.

Dienstag, 22. April 2008

Tag einhundertvierundneunzig

Heute hat Mutter frei, keine Bestrahlung, das Gerät muss gewartet werden. Wie schön, sie erholt sich. Außerdem kommt die Schneiderin, die alle ihre Hosen enger näht. Es geht Mutter soweit gut und sie ist frohen Mutes.

Montag, 21. April 2008

Tag einhundertdreiundneunzig

Mutter geht es wieder gut, man hat ihr im Krankenhaus gesagt, dass alles in Ordnung ist. Und es sieht auch bei der Bestrahlung gut aus, wahrscheinlich bleibt es bei den 33.

Jedenfalls geht es ihr wieder gut.

Sonntag, 20. April 2008

Tag einhundertzweiundneunzig

Mutter hat eine Horrornacht hinter sich, sie wurde wach, weil ihr die operierte Brust so schmerzte, fühlte nach und da war wieder eine harte Stelle. Sie brach sofort in Panik aus, weckte Vater und war am Ende. Das alles stehe sie nicht nochmal durch, selbst wenn der Krebs wieder da sei, nicht nochmal.

Sie hat kaum schlafen können, ist immer wieder hochgeschreckt und hat nachgefühlt und auf einmal war die Verdickung weg. Vater meinte, es sei eine geschwollene Ader gewesen, so hätte es sich jedenfalls angefühlt. Was immer es auch war, wahrscheinlich eine Nebenwirkung der Bestrahlung, sie wird am Montag mit dem Arzt darüber reden.

So ging es ihr dann heute ein klein wenig besser. Kein neuer Krebs. Nur einfach was Dickes, was wieder verschwand.

Samstag, 19. April 2008

Tag einhunderteinundneunzig

Mutter geht es weiterhin gut, sogar das mit dem Essen klappt ein wenig. Nur sie muss sich beschäftigen, sonst wird sie verrückt. Jetzt näht sie Vorhänge. Zu nähen gibt es ja immer was und außerdem quiltet sie gerne. Und heute ist Wochenende, d.h. keine Bestrahlung. Ausruhen ist angesagt und das kann sie gut gebrauchen.

Freitag, 18. April 2008

Tag einhundertneunzig

Mutter geht es immer noch recht gut, sie bekommt jetzt Astronautennahrung, weil ganz ohne Essen ist auch nicht gut hat ihr die Ärztin gesagt. Aber sie fühlt sich wohl, es wird jetzt entschieden, ob die Bestrahlung weiter geführt werden muss.

Doch solange es ihr so geht wie jetzt sind wir alle zufrieden mit Mutter!

Donnerstag, 17. April 2008

Tag einhundertneunundachzig

Mutter geht es unverändert gut. Also den Umständen entsprechend gut. Ihr tut der Rücken weh und sie hat morgens immer noch keinen Appetit. Aber sie kann den Tag gut leben und es geht ihr nicht mehr elend.

Morgen wird sie erneut untersucht.

Mittwoch, 16. April 2008

Tag einhundertachtundachzig

Heute geht es Mutter rundum gut. Von morgens früh an, alles ist ihr leicht gefallen, sie fühlt sich wohl. Wenn doch nur alle Tage so wären. Aber die Bestrahlung, die spürt sie jetzt deutlich, es ist ein Glühen von innen heraus.

Dienstag, 15. April 2008

Tag einhundertsiebenundachzig

Mutter geht es weiterhin unverändert, nicht richtig gut aber Gott sei Dank auch nicht schlecht. Die Strahlendosis ist erhöht worden, wenn sie den Arzt richtig verstanden hat. Ihre Erschöpfung hält weiterhin an. Sie möchte am liebsten nur liegen. Wie gut, dass es Fernsehen gibt.

Montag, 14. April 2008

Tag einhundertsechsundachzig

Mutter geht es unverändert gut. Morgens, nach dem Aufwachen, fühlt sie sich gar nich gut, dann geht es schnell besser. Sie ist sehr froh, dass die Chemo vorbei ist, die sie auch im nachhinein als sehr furchtbar empfindet. Jetzt wartet sie einfach, dass die Bestrahlung vorüber geht. Aber die ist ein Spaziergang gegen die Chemo!

Sonntag, 13. April 2008

Tag einhundertfünfundachzig

Mutter geht es eigentlich ganz ok. Sie ist nur so unzufrieden mit sich, so schlapp, und überall tut was weh. Ihr Arzt sagt, das sei ganz normal und ihre Nachbarin, die auch an Krebs erkrankt ist, bestätigt das. Dass sie so schlapp ist, das macht ihr zu schaffen. Und morgen geht die Bestrahlung wieder los. Mutter findet das alles sehr sehr mühseelig. Aber es muss ja sein.

Samstag, 12. April 2008

Tag einhundertvierundachtzig

Mutter hatte heute den ersten Tag ohne irgendwelche Komplikationen. Kein Schwindel, kein Schwächegefühl. Wie schön! Nur frühstücken mag sie nicht. Erst später kann sie was zu sich nehmen. Ab Mittag kann sie dann wieder essen. Aber sie hat sehr abgenommen und alle ihre Hosen sind ihr viel zu weit geworden. Jetzt hat sie eine Menge Kleider ausrangiert und sogar ihren Kleiderschrank aufräumen können ohne Schwierigkeiten. Wir hoffen, sie hat noch mehr solcher Tage.

Freitag, 11. April 2008

Tag einhundertdreiundachzig

Mutter geht es bescheiden, sie hat zwar keine Schmerzen, aber sie ist schrecklich reizbar, ebenso erschöpft, also gut geht es ihr irgendwie nicht. Das bringt eine solche Krankheit mit sich, es geht immer auf und ab. Wenigstens hat sie jetzt zwei Tage Ruhe und muss nirgendwo hin, Wochenende.

Donnerstag, 10. April 2008

Tag einhundertzweiundachzig

Heute geht es Mutter gut, sie ist mit sich sehr zufrieden. Sie hat so viel abgenommen in der letzten Zeit, jetzt braucht sie eine Änderungsschneiderei, damit ihr die Hosen nicht runterrutschen. Da Mutter sehr viel gewogen hat, ist sie natürlich nicht grad unglücklich darüber. Nur dass sie so gar nicht mehr essen mag, das macht ihr schon zu schaffen. Denn um bei Kräften zu bleiben, muss sie ja was zu sich nehmen.

Aber wenn es ihr so gut geht, dann sind wir alle sehr erleichtert. Sie hat doch unter der Chemo arg gelitten. Da ging es ihr so oft so furchtbar schlecht.

Dagegen ist die Bestrahlung ein Spaziergang, wirklich.

Wir hoffen alle so sehr, dass sie diese Strapazen gut übersteht und uns noch lange erhalten bleibt.

Mittwoch, 9. April 2008

Tag einhunderteinundachzig

Heute geht es Mutter gar nicht gut, ihr ist so schwindelig, sie fühlt sich sehr benommen. Der Arzt meinte, das seinen noch immer die Nachwirkungen der Chemo und das werde sie bestimmt noch öfters haben.

Die Bestrahlung war wieder ok, sie spürt sie aber jetzt mehr. Mit jedem Mal mehr. Aber auch das sei normal. Sie hofft, dass sie alles gut übersteht und wieder gesund wird.

Dienstag, 8. April 2008

Tag einhundertachtzig

Die zweite Bestrahlung heute hat Mutter auch gut vertragen. Sie spührte nur ein heisses Gefühl, wo sie bestrahlt wurde. Das ganze dauert ja nicht lange, vielleicht alles im allem nur sechs Minuten. Sie wird von vorne bestrahlt, aber spührt die Wärme auf der Rückseite. Der Arzt hat alles genaustens nachgesehen und es sieht alles sehr gut aus. Allerdings darf sie sich dort wo sie bestrahlt wird nicht waschen, weil sie ja diese Bemalungen auf dem Brustkorb und unter dem Arm hat, um die Bestrahlungsbereiche zu markieren.

Leider hat sie noch starke Rückenschmerzen, aber der Arzt meinte auch das sei normal. Die Chemo würde noch lange Wochen nachwirken, aber sie fühlt sich doch schon viel besser, jeden Tag ein wenig.

Montag, 7. April 2008

Tag einhundertneunundsiebzig

Heute war die erste Bestrahlung, die dauert nur 10 Minuten und es fühlt sich von innen warm an. Aber weh tut Mutter nix. 33 Mal muss sie das jetzt über sich ergehen lassen, danach wird besprochen, ob es noch weiter geht.

Und sie darf sich an den Stellen, die bestrahlt werden, nicht waschen, nicht in die Wanne, das findert sie eigentlich am schlimmsten.

Doch sonst geht es ihr gut.

Sonntag, 6. April 2008

Tag einhundertachtundsiebzig

Morgen geht Mutters Strahlentherapie los und sie hofft, dass die Vorhersagen ihres Arztes stimmen und es nicht so schlimm wird. Sie ist skeptisch, weil sie die Chemo doch schlimmer empfand, als es ihr beschrieben wurde. Aber Mutter versucht wenigstens, positiv zu denken. Sie merkt halt, dass es ihr nun von Tag zu Tag ein wenig besser geht, je länger sie sich von der Chemo erholt. Ab morgen muss sie halt jeden Wochentag zur Bestrahlung, auch wenn das nur wenige Minuten dauert, so muss sie allerdings je eine Stunde zur Klinik und wieder zurück fahren. Doch auch das will sie schaffen. Gemütlich durch das schöne Wendland gefahren zu werden, das hat ja auch was.

Samstag, 5. April 2008

Tag einhundertsiebenundsiebzig

Gestern war Mutter zur Voruntersuchung für ihre Strahlentherapie, die am Montag beginnt. Der Arzt hat ihr Mut gemacht, aber sie ist dennoch etwas niedergeschlagen. So eine Strahlentherapie kann den Patienten wie beim Sonnenbrand ziemlich verbrennen, besonders wenn man empfindliche Haut hat. Aber Mutter ist kein heller Typ, deshalb besteht Hoffnung, dass es nicht so schlimm wird.

Heute Morgen ging es ihr dann wieder mal nicht so gut, sie hatte so einen Kopfdruck und fühlte sich überhaupt nicht wohl. Aber nach ein paar Stunden war der Spuk vorbei und nun geht es ihr wieder sehr gut. Sie muss Geduld haben und ausserdem darf sie sich im Moment nur waschen und nicht duschen, weil sie ganz viele Bemalungen auf der Brust und unter dem Arm hat, wegen der Bestrahlungen. Der Arzt hat alles millimetergenau markiert. Sie sieht aus wie ein lebendes Kunstwerk, sagt sie.

Freitag, 4. April 2008

Tag einhundertsechsundsiebzig

Mutter geht es immer noch recht gut, wenn ihr auch oft noch schwindelig ist, aber ihr Geist ist wieder klar. Sie ist so froh, diese Chemotherapie überstanden zu haben und fürchtet sich doch vor der Bestrahlung. Es ist eben ein langer und ein harter Weg.

Donnerstag, 3. April 2008

Tag einhundertfünfundsiebzig

Heute geht es Mutter gut. Sie ist selbst überrascht, aber sie geniesst es sehr. Endlich mal wieder ein Tag, wo es ihr so rundum gut geht. Wo sie lachen kann und nach Lust und Laune Fernsehen. Lauter Krimis, je mehr, desto besser!

Sie wünscht sich viel mehr von solchen Tagen!

Mittwoch, 2. April 2008

Tag einhundertvierundsiebzig

Mutter geht es langsam besser, jeden Tag ein wenig mehr. Heute morgen war ihr sehr schwindelig, jetzt ist es besser. Nur ihr Kreuz tut ihr weh. doch es ist etwas besser geworden. Und sie liegt immer noch und immer wieder am liebsten. Und sie kann leider keine Milch mehr vertragen.

Dienstag, 1. April 2008

Tag einhundertdreiundsiebzig

Mutter geht es verhältnismässig wieder gut. Sie hört sich auch schon viel besser an. Allerdings wenn sie zu schnell aufsteht, dann schwankt sie zur Seite und muss sich festhalten. Zwischendurch ist ihr Urin auch noch sehr farbig, was von der Chemo herrührt. Aber Hauptsache sie ist wieder klar im Kopf und die Übelkeit ist auch weg, nur hat sie immer noch keinen richtigen Appetit. Es braucht eben seine Zeit, bis sie sich von der Chemo erholen kann.