Montag, 30. Juni 2008

Tag zweihundertdreiundsechzig

Mutter ist müde, sie hat den ganzen Tag gearbeitet, Wäsche gemacht, Handarbeit, das geht alles wieder. Was ist sie froh darüber. Und wir alle auch!

Sonntag, 29. Juni 2008

Tag zweihundertzweiundsechzig

Mutter ist mit sich zufrieden, wenn sie mit ihren Kräften haushaltet und sich regelmäßig hinlegt, dann kann sie sogar die Knochenschmerzen ertragen, auch wenn sie davon arg gebeutelt wird. Nun freut sie sich auf ihre Enkelkinder, die bald zu ihrer Goldenen Hochzeit kommen.

Samstag, 28. Juni 2008

Tag zweihunderteinundsechzig

Mutter geht es weiterhin gut, jedenfalls ist sie auf dem Weg der Besserung. Sie kann bei weiten noch nicht alles, so wie es früher war, aber sie macht große Vortschritte. Und wenn sie sich regelmäßig hinlegt und ausruht, dann bleibt sie auch bei Kräften.

Freitag, 27. Juni 2008

Tag zweihundertsechzig

Mutter geht es immer noch recht gut, bis auf die Knochenschmerzen halt, aber das muss sie ertragen und sie will es auch. Die Schmerztabletten helfen ihr. Sie freut sich so, dass sie so klar im Kopf ist, endlich wieder, dass sie Dinge erledigen kann, auch wenn sie sich immer wieder zwischendurch legen muss. Aber sie ist so froh, dass alles erstmal bis hierhin überstanden zu haben. Es war ein schwerer Weg und oft war sie sehr verzweifelt, aber sie hat es geschafft. Dann kommt sie auch mit den Knochenschmerzen klar, auch wenn sie nicht grad angenehm sind. Aber es gibt ja, wie gesagt, die Schmerztabletten, die ihr über das Schlimmste hinweghelfen.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Tag zweihundertneunundfünfzig

Heute hat Mutter sogar das Holz der Balkontüre abgeschliffen, so gut ging es ihr. Wenn da nur nicht diese entsetzlichen Knochenschmerzen wären, die heute wieder besonders schlimm waren. Dagegen helfen aber einfache Schmerzmittel, doch sie scheut sich, jeden Tag welche zu nehmen. Manchmal lassen es die Schmerzen aber leider nicht anders zu.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Tag zweihundertachtundfünfzig

Mutter geht es immer noch richtig gut, ok, die Knochenschmerzen, aber damit kann sie immer besser leben, auch wenn sie oft arg gebeutelt wird. Aber das ist nun leider nötig, damit der Krebs nicht wiederkehrt. Jedenfalls geht es ihr derzeit gut.

Dienstag, 24. Juni 2008

Tag zweihundertsiebenundfünfzig

Mutter fühlt sich in ihrem Garten so wohl, die Sonne scheint, die Blumen blühen, die Bäume sind schön geschnitten, alles ist so, wie sie es sich gewünscht hat. Sogar mit den Knochenschmerzen kann sie heute gut leben, weiß sie doch, dass die Tabletten ihr den Krebs vom Leib halten. Heute jedenfalls geht es ihr richtig gut.

Montag, 23. Juni 2008

Tag zweihundertsechsundfünfzig

Heute helle Aufregung, Mutter hat ihr Portemonaie verloren, alle Karten, Ausweise, alles drin. Sie hatte keine Zeit, um über irgendwas mit Krankheit nachzudenken, sie hatte alle Hände voll damit zu tun, die Karten sperren zu lassen, bei der Bank anzurufen, der Gemeinde Bescheid zu sagen, der Polizei...

Und nach all der Aufregung hat sie dann das vermeintlich verloren gegangene oder vielleicht sogar geklaute Portemonaie in einer anderen Tasche gefunden.

Jetzt ist sie froh, dass alles wieder da ist. Aber leider spürt sie doch ihre Knochenschmerzen, die Nebenwirkungen der Tabletten. Das wird wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben. Aber Hauptsache Geld und Papiere sind wieder da.

Sonntag, 22. Juni 2008

Tag zweihundertfuenfundfuenfzig

Mutter war zum ersten Mal ohne Kopfbedeckung einkaufen, denn ihre Haare sind schon wieder ein wenig nachgewachsen. Im Supermarkt sprachen sie die Verkaeuferinnen darauf an, wie gut ihr die Kurzhaarfrisur doch stehe. Ihre Perruecke juckt so und ist auch schon zu warm bei dem schoenen Wetter. Noch fuehlt sich Mutter nicht ganz wohl mit ihrem neuen Aussehen, aber die Komplimente machen ihr Mut. So ist es natuerlich viel einfacher und bequemer. Und sie wundert sich selbst, wie voll und dunkel ihre Haare doch noch sind.

Samstag, 21. Juni 2008

Tag zweihundertvierundfuenfzig

Mutters Alltag ist leider von ihren Kreuzschmerzen bestimmt. Sie lernt aber immer mehr damit zu leben, denn die Tabletten, die diese Schmerzen verursachen, muss sie halt nun mal einnehmen, damit die letzten Krebszellen absterben und sich keine neue mehr bilden. Wenn alles gut geht, werden sie ihr auch helfen und Mutters Zuversicht macht es ihr moeglich, die Schmerzen zu ertragen. Zum Glueck findet sie etwas Erleichterung, wenn sie sich hinlegt und Nachts wenn es sie gar zu sehr zwickt kann sie auch eine Schmerztablette nehmen.

Freitag, 20. Juni 2008

Tag zweihundertdreiundfünfzig

Mutter ist heute zufrieden mit sich, geht einkaufen, will kochen und natürlich Fußball gucken, aber im Liegen, weil dann kann sie die Knochenschmerzen besser aushalten. Der Arzt hat ihr schon gesagt, dass die Tabletten, die sie jetzt nehmen muss, diese Schmerzen verursachen. Es sind jetzt keine ganz dollen schlimmen Schmerzen, sie sind halt nur ständig da und gehen nicht weg. Doch davon ab geht es ihr gut. Sie ist so froh, dass alles hinter sich zu haben und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Tag zweihundertzweiundfünfzig

Mutter ist gut drauf, das Wetter ist schön und sie genießt immer mehr ihren wundervollen Garten, ständig begleitet von ihren Knochenschmerzen. Aber wenn sie sich öfters legt, ist es durchaus auszuhalten.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Tag zweihunderteinundfünfzig

Mutter ist etwas schlapp, aber es geht ihr nach wie vor recht gut. Die Knochenschmerzen sind ihr ständiger Begleiter, sie muss sich darum oft legen und ausruhen, denn das strengt doch alles sehr an.

Dienstag, 17. Juni 2008

Tag zweihundertfünfzig

Mutter geht es immer noch im Grunde gut, nur sie muss sich so schnell wieder legen, wenn sie etwas gemacht hat. Sie ist halt noch nicht so richtig belastbar, was ja nun wirklich kein Wunder ist. Die Knochenschmerzen sind nach wie vor da und werden es wohl auch noch eine Weile bleiben.

Montag, 16. Juni 2008

Tag zweihundertneunundvierzig

Mutter hat heute Morgen eingekauft, war in lauter Geschäften und dann kam sie müde nach Hause und musste sich sofort legen. Sie hat die Knochenschmerzen jetzt über der linken Schulter bis runter zur Hüfte. Und sie hofft, dass das bald vorbei ist.

Sonntag, 15. Juni 2008

Tag zweihundertachtundvierzig

Mutter geht es unverändert, also es geht ihr eigentlich gut, bis halt auf die Knochenschmerzen. Sie wartet sehnsüchtig, dass das endlich vorbei ist.

Samstag, 14. Juni 2008

Tag zweihunderrtsiebenundvierzig

Heute war Mutter einkaufen und es ging auch alles gut, doch als sie nach Hause kam, musste sie sich sofort legen und es ging ihr gar nicht gut. Jetzt schläft sie erst mal eine Weile und dann geht es ihr hoffentlich besser.

Freitag, 13. Juni 2008

Tag zweihundertsechsundvierzig

Mutter geht es weiterhin gut. Sie liebt ihren Garten. Und sie freut sich, dass sie nicht mehr jeden Tag ins Krankenhaus muss. Nun kann sie endlich entspannen, wenn auch die Knochenschmerzen nicht leicht zu ertragen sind.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Tag zweihundertfünfundvierzig

Mutter geht es gut. Die Knochenschmerzen machen ihr zu schaffen, aber mit Schmerztabletten lässt es sich aushalten. Sie ist so froh, dass alles durchgestanden zu haben und sie freut sich so sehr an ihrem Garten. Am 7. August muss sie wieder zu den Untersuchungen, dann stellt sich heraus, was wie gewirkt hat und was noch gemacht werden muss. Hoffentlich hat sie es geschafft!!!!

Tag zweihundertvierundvierzig

Mutter ist immer noch mit sich ganz zufrieden, bis auf diese Rückenschmerzen, aber die sind wohl "normal", d.h. eine Nebenwirkung ihrer Tabletten, die sie noch nehmen muss, um auch die letzten befallenen Lymphe abzutöten.

Und sie erfreut sich immer wieder an ihrem schönen Garten, den Vater für sie nach ihren Wünschen gestaltet, denn ausdauernd Arbeiten, daran ist noch nicht zu denken. Dafür näht sie alle ihre Sachen enger. Sitzen und nähen, das geht gut. Und dabei Krimi gucken ;-)

Dienstag, 10. Juni 2008

Tag zweihundertdreiundvierzig

Mutter geht es nach wie vor besser und nach wie vor nerven die elenden Knochenschmerzen, doch dank Panadol kann sie das gut aushalten. Sie freut sich so über ihren Garten und fragt jeden Tag, wann sie denn nun endlich "ihr Buch", also die Tagebucheintragungen hier, zu lesen bekommt ;-))

Montag, 9. Juni 2008

Tag zweihundertzweiundvierzig

Mutter geht es immer noch gut, sie hat nur so Kreuzschmerzen, das sind die Nebenwirungen von den Chemotabletten. Das hat ihr der Arzt schon gesagt, dass das nicht ausbleibt. Sie liegt, obwohl es so warm ist draußen, immer wieder auf einem Heizkissen. So kommt sie ohne Schmerzmittel aus. Doch sonst geht es ihr recht gut.

Sonntag, 8. Juni 2008

Tag zweihunderteinundvierzig

Mutter näht und näht und näht, das ist ein wenig Kurzweil, das tut ihr gut. Und sie genießt ihren Garten und den Wald dahinter. Dort kann sie sich von den Strapazen  der vergangenen Monaten erholen. Die Haut wird auch langsam besser, es dauert zwar noch, aber es lässt sich aushalten. Sie ist mit sich im Grunde sehr zufrieden.

Samstag, 7. Juni 2008

Tag zweihundertvierzig

Mutter war wieder einkaufen, diesmal in Baumärkten, es klappt alles sehr gut. Sie genießt das herrliche Wetter und ruht sich viel aus. So kann sie es gut aushalten.

Freitag, 6. Juni 2008

Tag zweihundertneununddreißig

Mutter geht es ganz gut, sie ist heute mit Vater überall herumgefahren und hat die Landschaft genossen. Sie waren einkaufen, das alles funktioniert wieder richtig gut. Es sind halt noch die Knochenschmerzen, die sie plagen, Gott sei Dank helfen ihr da die Schmerzmittel, die sie bekommen hat. Doch ansonsten fühlt sie sich recht wohl.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Tag zweihundertachtunddreißig

Mutter geht es nach wie vor gut, nur haben sie jetzt viele Mücken zerstochen, sie könnte sich wegjucken! Und sie näht fleißig ihre Kleiner enger, sie kann ja nicht mehr viel essen und wird also dünner. Und die Haare, die nun wieder wachsen, sind ganz dunkel.

Mutter ist quasi runderneuert ;-))

Mittwoch, 4. Juni 2008

Tag zweihundertsiebenunddreißig

Mutter geht es nach wie vor gut, halt bis auf ihre Haut, aber das wird auch noch. Sie fragt jetzt dauernd nach "ihrem Tagebuch im Internet", wann sie es denn zu sehen bekomme und ob das ein Buch wird. Sie wünscht es sich nach der Untersuchung im September und nun hoffen wir alle, dass sie dann eine Weile Ruhe hat, damit sie das alles noch mal Revue passieren lassen kann.

Dienstag, 3. Juni 2008

Tag zweihundertsechsunddreißig

Mutter geht es recht gut, halt nur die Haut macht ihr zu schaffen, sie cremt sie ständig ein und behandelt sie, aber es tut eben sehr weh. Doch sonst ist sie wohl auf, freut sich über das schöne Wetter, über ihren Garten und plant ihre bevorstehende Goldene Hochzeit.

Die soll sie ausgiebig mit lieben Menschen feiern, dann wird auch ihre Haut wieder besser sein.

Montag, 2. Juni 2008

Tag zweihundertfünfunddreißig

Jetzt ist Mutters Haut unter ihrem Arm, dort wo sie bestrahlt wurde und die Haut halt auch sehr verbrannt ist, leider auch aufgeplatzt, was natürlich sehr weh tut. Die Haut vorne ist aber schon fast abgeheilt, dank dem ständigen Eincremen. Sie erträgt es aber tapfer und hat auch richtig gute Laune. Sie geniesst das schöne Frühsommerwetter und freut sich darüber, dass es täglich bergauf geht. Nach den schweren Monaten blüht sie richtig auf, auch wenn sie noch sehr blass aussieht und zwischendurch auch abdriftet. Ihr Arzt lobt sie aber immer, weil sie die Behandlungen so konsequent mitmacht. Das sei nicht so leicht für Menschen über 70. Wir wünschen ihr so sehr, dass sie es bald ganz geschafft hat.

Sonntag, 1. Juni 2008

Tag zweihundertvierunddreißig

Heute geht es Mutter richtig gut! Sie war das erste Mal seit der Bestrahlung wieder in der Badewanne, sie durfte ja nicht, um das aufgezeichnte Muster auf der Haut nicht zu verwischen. Sie sitzt auf der Terasse unter der Markise und genießt ihren Garten und das schöne Wetter. Und sie freut sich so über diese Eintragungen hier in ihrem Tagebuch, im Krankenhaus sprach man sie darauf an, das müsse doch von ihr sein. Sie wusste von nichts, es sollte ja eine Überraschung sein, die wir ihr in schriftlicher Form geben wollten, wenn sie alles überstanden hat. Nun ist sie mächtig stolz, dass sie eine eigene Internetseite hat. Gesehen hat sie die zwar noch nicht, aber das macht ihr nichts. Zu wissen, dass ihre Töchter ein Krebstagebuch führen und dass es so viele Leute lesen, macht sie sehr glücklich!

Sie grüßt auf diesem Wege alle, die an ihrem Schicksal teilhaben!!