Donnerstag, 31. Juli 2008

Tag zweihundertvierundneunzig

Mutter hat keine Knochenschmerzen, das ist wunderbar. Nun kann sie ihre Enkel noch mehr genießen. Und das Wetter ist ebenso wunderbar. Sie kann ihren Garten genießen und einen fast normalen Alltag leben. Das gelingt ihr immer besser und sie kommt mit der Krankheit gut zurecht.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Tag zweihundertdreiundneunzig

Mutter geht es ganz gut eigentlich. Die Knochenschmerzen plagen sie ein wenig, aber es lässt sich aushalten. Ihre Enkelkinder sind da und das lässt sie aufleben. Sie unternehmen viel, auch wenn Mutter nicht alles mitmachen kann, aber es tut ihr dennoch gut.

Dienstag, 29. Juli 2008

Tag zweihundertzweiundneunzig

Mutter geht es immer noch gut, sie ist im Garten und genießt das schöne Wetter, sie hat sich also viel ausgeruht und brauchte sich darum nicht legen. Im Augenblick hat sie auch keine Knochenschmerzen, vielleicht liegt es an der Hitze, die derzeit herrscht. Was auch immer, sie fühlt sich wohl und kann also ihre Enkelkinder so richtig genießen.

Montag, 28. Juli 2008

Tag zweihunderteinundneunzig

Mutter ist mit sich recht zufrieden, sie hat sogar mal einen Tag keine Knochenschmerzen, nur sie muss sich regelmäßig hinlegen und ausruhen. Ohne geht es nicht mehr.

Sonntag, 27. Juli 2008

Tag zweihundertneunzig

Mutter geht es recht gut, sie leidet immer noch an ihren Knochenschmerzen, aber sie kann damit umgehen. Und sie reflektiert jetzt ihre Krankheit, also sie fängt an, nach dem warum zu fragen und die Hintergründe auszuleuchten. Das ist nicht immer einfach, aber es gehört dennoch dazu.

Samstag, 26. Juli 2008

Tag zweihundertneunundachzig

Mutter geht es recht gut. Sie genießt ihre Enkelkinder, schaut mit ihnen die Tour de France, geht einkaufen, ruht sich aus, genießt den schönen Garten und freut sich über die warme Sonne. Auch die Knochenschmerzen lassen sich so ertragen. Und wenn sie sich regelmäßig hinlegt, dann kommt sie mit allem gut zurecht.

Freitag, 25. Juli 2008

Tag zweihundertachtundachzig

Mutter geht es recht gut, das Wetter ist schön, die Kinder sind da, die Knochenschmerzen heute erträglich, sie fühlt sich wohl. So kann es bleiben.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Tag zweihundertsiebenundachzig

Heute sind die Kinder von morgens bis abends in einem Freizeitpark, Mutter kann sich ausruhen. Es ist auch nötig, da ihr die Knochen sehr weh tun und sie sich auf ihr Heizkissen ins Bett legen muss. Ruhe tut ihr gut, die hat sie heute Gott sei Dank.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Tag zweihundertsechsundachzig

Mutter geht es zufriedenstellend, sie ist doch sehr angestrengt und auch die Knochenschmerzen machen ihr zu schaffen. Und sie kann sich nicht mehr alles so merken, muss immer wieder nachfragen. Doch sie freut sich sehr, dass die Enkelkinder da sind!

Dienstag, 22. Juli 2008

Tag zweihundertfünfundachzig

Mutter wird belagert, die Enkelkinder nehmen sie völlig in Anspruch, aber Zeit für die Tour de France bleibt dennoch. Doch jetzt merkt sie auch, dass sie nicht mehr so belastbar ist, das bleibt ja auch nicht aus. Sie verliert leichter den Überblick, wenn so viele Menschen da sind. Aber die kümmern sich ja um sie und so geht es ihr gut.

Montag, 21. Juli 2008

Tag zweihundertvierundachzig

Hurra! Ihre Enkelkinder sind da!! Sie hat sie sogar mit abgeholt vom Bahnhof in Hannover, ging alles sehr gut. Jetzt liegt sie mit ihrem kleinen Enkelsohn im Bett, schaut fern und genießt das Leben und vergisst fast völlig ihre Knochenschmerzen. Sie ist immer noch sehr blass, aber nun ist sie abgelenkt und hat mit ihren Enkelkindern viel Freude!

Sonntag, 20. Juli 2008

Tag zweihundertdreiundachzig

Mutter geht das Regenwetter gewaltig auf den Keks. Aber dank Tour de France und ihren Handarbeiten kann sie es sich gemütlich machen und den Krebs vergessen. Manchmal sogar die Knochenschmerzen, die wohl jetzt ein ständiger Begleiter von ihr sind. Aber morgen ist es soweit, da kommen ihre Enkelkinder. Sie freut sich sehr.

Samstag, 19. Juli 2008

Tag zweihundertzweiundachzig

Mutter geht es eigentlich immer noch ganz gut. Sie ist halt oft schlapp, aber das ist ja wohl verständlich. Im Supermarkt haben sie ihr gesagt, sie sähe doch immer noch sehr blass aus. Aber auch das ist verständlich. Eigentlich quälen sie nur die Knochenschmerzen und ab und an hat sie entsetzliche Stiche an der Operationsnarbe, aber das sei normal, sagte der Arzt. Jedenfalls freut sie sich sehr auf ihre Enkelkinder.

Freitag, 18. Juli 2008

Tag zweihunderteinundachzig

Mutter geht es gut, bis halt auf die Knochenschmerzen, die mal mehr, mal weniger sind. Die sie aber im Großen und Ganzen ertragen kann. Mit Heizkissen geht es auch recht gut. Und wenn gar nichts hilft, dann halt die Schmerztabletten. Aber so lässt es sich doch leben.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Tag zweihundertachzig

Heute war es Mutter sehr schwindelig und sie war auch ganz weiß im Gesicht, das hat sie doch sehr erschrocken. Nach dem sie sich etwas gelegt hatte, ging es dann besser. Zum Glück läuft die Tour de France, da hat sie Ablenkung, denn den Sport im Fernsehen genießt sie sehr. Dabei kann sie Handarbeteiten und es sich gut gehen lassen. Sie braucht halt doch noch viele Ruhepausen.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Tag zweihundertneunundsiebzig

Mutter freut sich auf ihre Enkelkinder. Ihr geht es immer noch richtig gut und an die Knochenschmerzen hat sich sie fast gewöhnt. Sie hofft, dass sie mit ihren Enkelkindern viel unternehmen kann.

Dienstag, 15. Juli 2008

Tag zweihundertachtundsiebzig

Mutter hat schon wieder große Pläne, was sie alles machen möchte. Sie will auf jeden Fall nochmal nach Bahrain zu ihren Enkeln, wenn es auch bisher noch ein Traum ist. Aber es wäre so schön. Momentan ist es allerdings viel zu heiß, das täte ich wiederum auch nicht so gut. Aber nach Bahrain möchte sie so gerne noch einmal.

Montag, 14. Juli 2008

Tag zweihundertsiebenundsiebzig

Mutter ist gut drauf, das Wetter ist schön, die Tour de France läuft, sie kann "Sport treiben lassen", wie sie immer belustigt sagt, und es geht ihr gut. Bald kommen ihre Enkel und sie freut sich sehr.

Sonntag, 13. Juli 2008

Tag zweihundertsechsundsiebzig

Mutter ist mit sich sehr zufrieden, sie hat zwar diese Knochenschmerzen, doch sie hat entdeckt, dass ihr das Heizkissen sehr hilft. Dann kann sie auch weitestgehend auf Schmerzmittel verzichten. Sie arbeitet wieder gerne im Garten, wenn sie auch nur leichte Kleinigkeiten machen kann, aber das ist ja egal. Und sie friert auch nicht mehr so viel. Langsam normalisiert sich der Körper wieder, erklärte ihr auch die Krebsschwester. Sie ist jedenfalls mit sich sehr zufrieden. Und freut sich jetzt sehr auf ihre Enkelkinder.

Samstag, 12. Juli 2008

Tag zweihundertfünfundsiebzig

Mutter hat wieder viele Energie für ihre Handabeiten, sie erstellt grad kleine Patchworkgardienen für ihr Gartenhäuschen. Und sie leitet eine Nachbarin an, die sich freut, das jetzt auch zu lernen. Die ist leider auch an Krebs erkrankt, doch nun können sich die Beiden austauschen, was auch sein Gutes hat.

Freitag, 11. Juli 2008

Tag zweihundertvierundsiebzig

Mutter geht es immer noch recht gut, die Knochenschmerzen erträgt sie, die sind nunmal da. Aber ansonsten lebt sie ihr Leben und genießt es. Sie kann nähen, Sport gucken, den Garten pflegen. Es geht ihr also recht gut.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Tag zweihundertdreiundsiebzig

Mutter geht es heute etwas besser, sie war einkaufen, doch als sie nach Hause kam, konnte sie es vor Kreuzschmerzen kaum noch aushalten. Sie hat sich dann hingelegt und nicht lange danach ging es ihr auch schon wieder besser. Jetzt guckt sie wieder ihren geliebten Sport.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Tag zweihundertzweiundsiebzig

Mutter geht es so lala, nicht schlecht aber auch nicht so gut wie sie es aufgrund der letzten Tage gehofft hatte. Aber es wird schon wieder besser. Sie kennt dieses auf und ab ja nun wirklich gut.

Dienstag, 8. Juli 2008

Tag zweihunderteinundsiebzig

Heute geht es Mutter nicht ganz so gut, sie ist zwar froh über das, was sie alles wieder machen kann, doch die Knochenschmerzen machen ihr wieder mal sehr zu schaffen. Sie muss sich sehr ausruhen. Doch sonst ist sie ganz zufrieden mit sich. Sie kann einkaufen fahren, kann handarbeiten, sie guckt so gerne Sport. Doch die Schmerzen auf der linken Schulter sind wieder mal sehr arg. Aber sie versucht es auszuhalten, so gut es geht.

Montag, 7. Juli 2008

Tag zweihundertsiebzig

Mutter ist wieder richtig froh gelaunt. In zwei Wochen kommen ihre Enkelkinder, die endlich Sommerferien haben. Sie kann es kaum erwarten. Solche Lichtblicke verleihen ihr ungeahnte Kräfte, auch wenn sie sich noch viel schonen muss. Wir wünschen ihr so sehr, dass es weiter so bergauf geht.

Sonntag, 6. Juli 2008

Tag zweihundertneunundsechzig

Mutter guckt ihre geliebte Tour de France und näht dabei. Endlich kann sie das wieder geniessen. Die Knochenschmerzen halten sich in Grenzen wenn sie nicht zu viel steht und geht. Und ihre Haare wachsen jetzt immer mehr. Früher war sie brunett, hatte ihre Haare aber seit vielen Jahren blond gefärbt, jetzt hat sie ganz dunkle Haare mit einer grauen Strähne an der Schläfe. Das sieht so schick aus meint Vater.

Samstag, 5. Juli 2008

Tag zweihundertachtundsechzig

Ein Tag fast ohne Knochenschmerzen und Mutter geht es besonders gut, wie sie meint. Sie sitzt in ihrem Wintergarten und näht. Durch ihre Krankheit hat sie einiges abgenommen und muss sich ihre Sachen enger nähen. Aber Nähen ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Ausserdem liebt sie Sportübertragungen, besonders die Tour de France und Leichtathletik. Somit ist sie dieser Tage voll beschäftigt. Wir freuen uns, dass es ihr wieder besser geht.

Freitag, 4. Juli 2008

Tag zweihundertsiebenundsechzig

Mutter will nicht klagen, obwohl sie wieder diese Knochenschmerzen plagen. Über der linken Schulter. Es ist aber kein Vergleich zu dem, was sie in der Chemo hat durchmachen müssen. Außerdem helfen ihre Schmerztabletten, wenn es gar zu arg wird. Ansonsten ist sie wirklich sehr zufrieden. Und ihre Haare sind nachgewachsen, sie trägt keine Perücke mehr sondern eine hochmoderne Kurzhaarfrisur. Bei dieser Hitze ist es mit Perücke ja auch unerträglich.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Tag zweihundertsechsundsechzig

Mutter geht es nach wie vor gut, sie ist sehr mit sich zufrieden. Dass sie das alles so überstehen würde, das hat sie zuerst gar nicht glauben wollen. Vergessen sind die schlimmen Nebenwirkungen der Chemo, heute geht es ihr im Vergleich dazu richtig blendend.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Tag zweihundertfünfundsechzig

Heute hat Mutter begeistert von dem Kosmetikseminar für krebskranke Frauen erzählt. Dort gab es viele Produkte von bekannten Kosmetikherstellern, die sich jetzt auch auf solche Bedürfnisse eingestellt haben. Während und nach einer Chemotherapie zum Beispiel gibt es besonders geeignete Produkte, mit denen man sich noch besser schminken kann, um nicht so krank und blass auszusehen.

Ausserdem gab es eine Menge anderer Tips zur Haut und Kosmetikpflege, wobei sich die Patientinnen auch ausgetauscht haben. Meiner Mutter gefielen die liebevoll gedeckten Tische und die herzliche Atmosphäre. Es hat ihr wirklich gut getan, auch wenn sie denkt, dass sie schon etwas zu alt ist, um sich noch so stark zu schminken. Dennoch kann sie dieses Seminar wirklich nur empfehlen.

Dienstag, 1. Juli 2008

Tag zweihundertvierundsechzig

Heute geht Mutter zur Kosmetikberatung in ihr Krankenhaus. Ihre Krebsschwester hat sie zu diesem Seminar eingeladen. Sie ist noch unsicher, ob das was für sie ist. Aber es wäre auch mal ganz gut, dass sie wieder unter Leute kommt und zwar nicht nur beim Einkaufen. Dort kann sie andere Patientinnen treffen, die sicher auch eine Geschichte zu erzählen haben. Wie heisst es doch? Geteiltes Leid ist halbes Leid. Auch wenn man sich sehr einsam fühlt als Krebskranke, so teilt man sein Schicksal leider doch mit vielen anderen.