Donnerstag, 24. Dezember 2009

Mutters Weihnachtsfest

Die Enkeltochter, die in London studiert, ist zu Besuch. Der Weihnachtsbaum steht, Mutter hat sich für einen künstlichen entschieden, der täuschend echt aussieht. Leider geht es ihr nicht so gut. Sie wird immer durcheinanderer, leichte Demenz macht sich bemerkbar. Sie läßt immer öfter die Herdplatten an und kauft alles doppelt und dreifach, weil sie vergisst, was sie schon gekauft hat. Mit ihrem Geld, das klappt auch nicht mehr so. Vater hat alle Hände voll zu tun, um das wieder gerade zu biegen.

Es ist nicht leicht, sie hat es nicht leicht, Vater hat es auch verdammt schwer. Aber so ist es.

Der Krebs hat sich nicht mehr gemeldet, das ist gut. Nur leider wird sie immer dementer, was für alle wirklich nicht leicht ist.

Sie fängt an, Geld zu verstecken und vergisst es dann. Hat keinen Überblick mehr. Das Kochen fällt ihr auch immer schwerer. Manchmal merkt sie es und ist verzweifelt. Oft aber geht es ihr unter.

Vater hat seine liebe Mühe, damit klar zu kommen. Der lange Abschied vom Ich. Es ist wirklich nicht leicht.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Mutter in ihrem Element

Hier ist Mutter auf der für damalige Verhältnisse legendären Karnevalssitzung in unserem Dorf, das erste Mal von ihr organisiert und sie ging natürlich auch in die Bütt. Man sprach noch Jahre später davon, solch ein Erfolg war das gewesen. Mutter war halt ein Multitalent!!