Donnerstag, 1. März 2012

Festessen

Das war das Geburtstagsessen von Mutters ältester Tochter, die mal die Eltern so richtig lecker bekochen wollte. Weggehen können wir mit Mutter ja nicht mehr. Sie wird zusehends weniger, ihre Sprache verschwindet, jeden Tag ist ein Sack voll Worte hinfort, oft versteht sie uns auch nicht, weil sie einfach nicht mehr weiß, was die Worte bedeuten. Und am späten Nachmittag eines jeden Tages wird Mutter traurig, dann weint sie und will nach Hause und lässt sich kaum beruhigen. Diese Verzweifelung hält ungefähr zwei Stunden an, dann ist sie genauso schnell weg, wie sie gekommen ist.

Der Alltag mit Mutter wird immer schwieriger. Und wenn die Tochter bald wieder im Rheinland ist, wo ihre Krebsnachsorger weiter geht, dann ist Vater mit Mutter alleine und auf Pflegedienste angewiesen, denn er muss ja auch mal das Haus verlassen.

Mutter kann nicht mehr alleine bleiben, keine Sekunde. Wirklich, keine Sekunde.
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