Donnerstag, 18. Oktober 2012

eingelebt

Mutter hat sich in ihrem neuen Zuhause richtig gut eingelebt, Vater ist ganz überrascht und auch erleichtert. Sie ist kaum noch schlecht drauf, wirkt immer ausgeglichen und nimmt regen Anteil an der Gemeinschaft. Sie wird gelassen, das ist wohl das wichtige, sie kann dort sein, wie sie ist, keiner nimmt Dinge weg, räumt etwas fort, korrigiert sie, alles dort ist auf Menschen mit Demenz ausgerichtet. Und das tut Mutter gut.

Es war die richtige Entscheidung, auch wenn es uns allen, am meisten Vater, so schwer gefallen ist.

Montag, 1. Oktober 2012

das letzte Frühstück zu Hause

Mutter ist ausgezogen, sie lebt jetzt in einer Gruppe für betreutes Wohnen und dort geht es ihr wirklich gut. Wir haben sie gebracht, die Fahrt war furchtbar, der ganze Morgen war furchtbar, wir hatten die schlimmsten Befürchtungen, doch als wir in ihrer Wohngruppe vorfuhren und die Schwester sie mit offenen Armen fröhlich begrüßte, war alles Schlimme verflogen und sie lachte und freute sich. Wie ausgewechselt. Vater war sehr leichtert.

Nun lebt sie nicht mehr zu Hause, es fällt uns allen schwer, auch wenn wir wissen, es ging nicht mehr anders. Der Gedanke ist ganz schwer.